In dieser Nacht aber,
dieser Kürzesten aller Nächte des Jahres,
in dieser Nacht, sage ich dir,
wird das Kind geboren.
Durch alle Wehen hindurch
und in allen Wehen,
sage ich dir, wird das Kind geboren.
Es braucht nur einen kurzen Kampf,
nur ein kurzes Ringen mit seiner Mutter,
um selbst ins Leben zu kommen.
Einem Leben,
was ihm schon längst bestimmt ist
und was es in dieser Nacht in Eigenständigkeit
beginnen wird.
Wenn die Nabelschnur getrennt ist,
wird der Atem göttlicher Natur unablässig
bis zu seinem Tod unablässig bewegen.
Bewegen wird, was in ihm schon längst,
aus Äonen vor ihm
und zur Weitergabe
in Äonen nach ihm
pulst.
Das wird sein,
ein Kind, klein und zerbrechlich,
angewiesen auf die Mutter, die Gemeinschaft,
voller Hoffnung in das, was da kommt.
Aus Hoffnung leben,
Leben bis ans Ende des Atems,
des göttlichen Atems.
Das wird sein.
Die Nacht wird nie wieder ganz zurückkehren.
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