Mutters Tag
Sie hat dich durch alle Tage chauffiert,
sie war selten unwirsch, war niemals frustriert.
Sie hat dir den Hintern gewischt,
dich versorgt,
sie hat dich bemuttert,
sie hat was geborgt.
Sie war immer wach,
wenn du schlafend gelegen,
sie hat Wache gehalten,
auf all deinen Wegen.
Sie ist wie ein Wunder,
das stets alles kann
und hatte daneben,
noch meist einen Mann.
Egal wie viel Kinder,
es war einerlei
und waren’s zwei Nasen,
dann putzte sie zwei!
Die Wäsche gewaschen
hat sie Tag und Nacht
und niemals ein Klagen hervorgebracht.
Die Socken gestopft,
den Schlips neu gebunden,
„for nothing“ im Hotel Mum
müde geschunden.
Es müsste ein Jubel im Lande
erschallen,
es sollten auch Chöre
ins „Danke“ einfallen!
Ein Tag reicht nie,
um den Dank ihr zu sagen
und Mutter – bescheiden –
kann’s eh nicht ertragen.
jfw