Kurzgeschichte
Beim dritten "Nein" kamen die Tränen!

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"Beim dritten "Nein" kamen die Tränen! "
Veröffentlicht am 12. März 2011, 4 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Beim dritten "Nein" kamen die Tränen!

Beim dritten "Nein" kamen die Tränen!

Mama Moni und die kleine Lisa, 10 Jahre jung, waren nach langem wieder einmal im Supermarkt einkaufen.Leider sind die Zwei dort nicht so oft zu sehen, denn sie sind eine sehr arme Familie.Der Papa hatte sich kurz nach der Geburt von Lisa aus dem Staub gemacht und so mußten die Zwei bei Zeiten lernen ihr Leben allein geregelt zu bekommen.Und so kauften sie nur das Nötigste wie Butter, Brot, Wurst, Milch und Joguhrt.Natürlich bräuchten sie noch etwas mehr und würden sich auch mal was anderes gönnen, aber das Portemonei gab nicht mehr her.Und schließlich blieb es nun auch nicht aus das sie an dem Regal mit den Süßigkeiten vorbei kamen.Diese riesengroße und bunte Vielfalt an Leckereien läßt doch in jedem Kindermund das Wasser zusammen laufen.So dauerte es auch nicht lange bis die Frage kam:
"Mami kaufst du, aber ehe sie aussprechen konnte sagte Mama auch schon: "Nein"!"
"Mami nur, aber wieder kam nur ein kurzes "Nein"!"
"Nur das Eine, Mami, bitte bitte?"
"Nein"! Sagte Moni jetzt energischer!
"Du weißt doch das unser Geld knapp ist und bis zum 1.sind es noch drei Tage!Wenn am Donnerstag das Geld kommt dann darfst du dir gern eine Kleinigkeit aussuchen!"
Damit war die Diskussion für sie beendet und sie schob die Kleine in Richtung Kasse.Beim dritten "Nein" kamen nun bei Lisa die Tränen.Eine nach der anderen kullerten über die kleinen Wangen.Aber es half alles nichts, Mama blieb hart, denn sie mußte ja mit dem bißchen Geld noch drei Tage haushalten.Nun blieben die Beiden von den anderen Kunden nicht unbeobachtet und auch eine ältere Dame verfolgte die Situation aufmerksam und so sprach sie sie nach dem bezahlen einfach an.
"Entschuldigen sie bitte das ich sie einfach so anspreche, aber ich habe ja unfreiwillig ihr Gespräch mitbekommen und möchte ihnen gern helfen.Ich bin eine alte Frau, habe niemanden mehr und so würde ich der Kleinen gern diese Gummibärchen hier schenken".
Aus ihrer Tasche holte sie nun eine Tüte dieser süßen Tierchen hervor und reichte sie Lisa.Diesesmal sagte Mama Moni nicht nein, denn sie sah das Lächeln im Gesicht ihrer Tochter und so konnte sie gar nicht anders als nur danke zu sagen.Sie kamen schnell ins Gespräch und Moni erzählte der alten Dame von ihren Sorgen und Nöten.Am Wochenende waren dann Lisa und Mama bei ihr zum Kaffee eingeladen.Es gab Kuchen und Kakao für die Kleine und diese genoß es in vollen Zügen, denn Kuchen und Kakao gab es schon seit langem nicht mehr.Nun trafen sich die Drei jedes Wochenende bei Omi Erna, denn so hieß sie von nun an, Omi Erna, und sie wurden sehr sehr gute Freunde.Und jedesmal wenn Lisa ihre Omi Erna besuchte stand auf dem Tisch eine Schale mit den leckerlichsten Bonbons von denen sich die Kleine nach Herzenslust bedienen durfte!

 

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KatharinaK Re: Re: Eigentlich ja ganz schön dreist von der Kleinen ... -
Zitat: (Original von rumpi am 03.04.2013 - 15:06 Uhr)
Zitat: (Original von kraemerk am 03.04.2013 - 14:42 Uhr) ... immer das Gleiche! Krieg ich nicht, was ich haben will, fange ich das Plärren an und schmeisse mich notfalls auf den Boden! Die lernen das schon VOR dem Kindergarten, wie man das machen muss! Immer schön auf die Tränendrüse der armen Mama ...

Nichts für ungut, kenne ich auch, hab ich auch so gemacht, sagt Mama.

In lieber Erinnerung,

Katharina


:-)))
waren wir nicht alle so:-))

glg,karsten


Hallo Karsten,

ich glaube das ist evolutionsbedingt - wir können nichts dafür!

Katharina
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rumpi Re: Eigentlich ja ganz schön dreist von der Kleinen ... -
Zitat: (Original von kraemerk am 03.04.2013 - 14:42 Uhr) ... immer das Gleiche! Krieg ich nicht, was ich haben will, fange ich das Plärren an und schmeisse mich notfalls auf den Boden! Die lernen das schon VOR dem Kindergarten, wie man das machen muss! Immer schön auf die Tränendrüse der armen Mama ...

Nichts für ungut, kenne ich auch, hab ich auch so gemacht, sagt Mama.

In lieber Erinnerung,

Katharina


:-)))
waren wir nicht alle so:-))

glg,karsten
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KatharinaK Eigentlich ja ganz schön dreist von der Kleinen ... - ... immer das Gleiche! Krieg ich nicht, was ich haben will, fange ich das Plärren an und schmeisse mich notfalls auf den Boden! Die lernen das schon VOR dem Kindergarten, wie man das machen muss! Immer schön auf die Tränendrüse der armen Mama ...

Nichts für ungut, kenne ich auch, hab ich auch so gemacht, sagt Mama.

In lieber Erinnerung,

Katharina
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rumpi Re: -
Zitat: (Original von Pinball am 03.04.2013 - 13:46 Uhr) Eine schöne Geschichte und eine liebe "Omi".
Aber Kinder müssen lernen, daß sie eben nicht alles haben können, was sie sich wünschen, ob nun das Geld dafür vorhanden ist oder nicht. Aber wenn man "Nein" zu einem Kind sagt, dann muß man auch erklären, warum das so ist. Kinder verstehen mehr, als man meint.



aber leid tun einem die kleinen ja doch!

lg,karsten
Vor langer Zeit - Antworten
Pinball Eine schöne Geschichte und eine liebe "Omi".
Aber Kinder müssen lernen, daß sie eben nicht alles haben können, was sie sich wünschen, ob nun das Geld dafür vorhanden ist oder nicht. Aber wenn man "Nein" zu einem Kind sagt, dann muß man auch erklären, warum das so ist. Kinder verstehen mehr, als man meint.
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rumpi Re: Für uns als Kinder -
Zitat: (Original von flovonbistram am 03.04.2013 - 10:53 Uhr) nach dem Krieg eine Selbstverständlichkeit. Die wenigsten Familien hatten mehr, als das Überlebensnotwendige.
Heute sehen die Kinder, allein schon durch die Medien, die Verlockungen und ich denke, dadurch ist das Verzichten um eine unendliches Maß schwieriger.
Sehr anrührend erzählt.
LG Flo


bin nur froh das ich diese zeit nicht erleben mußte und ich meinen kindern kaufen kann was sie möchten!

lg und danke,karsten
Vor langer Zeit - Antworten
flovonbistram Für uns als Kinder - nach dem Krieg eine Selbstverständlichkeit. Die wenigsten Familien hatten mehr, als das Überlebensnotwendige.
Heute sehen die Kinder, allein schon durch die Medien, die Verlockungen und ich denke, dadurch ist das Verzichten um eine unendliches Maß schwieriger.
Sehr anrührend erzählt.
LG Flo
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rumpi Re: -
Zitat: (Original von KleinerFalke am 19.05.2012 - 16:36 Uhr) EIne wunderschöne Geschichte.
Und leider gibt es es viel zu viele Familen wie diese Beiden. Ich hoffe, dass es auf der Welt noch viele dieser "Ersatzomis" oder andere helfenden Seelen gibt.

LG
Melanie


ich hoffe mit dir!

lg,karsten
Vor langer Zeit - Antworten
KleinerFalke EIne wunderschöne Geschichte.
Und leider gibt es es viel zu viele Familen wie diese Beiden. Ich hoffe, dass es auf der Welt noch viele dieser "Ersatzomis" oder andere helfenden Seelen gibt.

LG
Melanie
Vor langer Zeit - Antworten
rumpi Re: Re: Re: auf einander zugehen -
Zitat: (Original von Darkjuls am 19.05.2012 - 14:54 Uhr)
Zitat: (Original von rumpi am 19.05.2012 - 14:34 Uhr)
Zitat: (Original von Darkjuls am 19.05.2012 - 13:47 Uhr) Lieber Karsten, das ist herrlich zu lesen. Anrührend und ergreifend schön. Ich könnte mir vorstellen, dass dies nicht nur eine erdachte Story sein muss. Wie viele Menschen sind mit ihren Sorgen und Nöten allein und könnten sich gegenseitig Halt und Hilfe geben, allein indem sie sich Zeit schenkten.

Ich habe Dir gern zugehört.

GLG Marina


zeit schenken! aber wer hat denn heute noch zeit für andere?

glg,karsten


Wir haben die Zeit und sollten sie uns nehmen.
PS. ich habe Dir gerade von meiner Zeit geschenkt. Gern sogar.
LG Marina


hatte mich auch sehr darüber gefreut!
Vor langer Zeit - Antworten
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