
Endlich war ich nach einem Fantastischen Jahr im Ausland wieder zurück. Zurück in Deutschland bei all meinen Freunden. Spät in der Nacht holte mein Vater mich vom Flughafen ab und wir fuhren nach Hause. Natürlich freute ich mich wieder hier zu sein , dennoch vermisste ich Pierre , er war mein Freund in Frankreich gewesen. Aber am letzten Tag hat er dann plötzlich kein Wort mehr mit mir geredet und mich komplett ignoriert. Doch nun stand ich ganz alleine da , nachdem ich mit meinem Freund zuhause Schluss gemacht hatte, weil ich dachte das zwischen mir und Pierre wäre etwas ganz besonderes. Tja und so war ich nun beide los.
Müde schaute ich aus dem Fenster und dachte wieder an die Wunderschöne Zeit zurück und langsam stiegen Tränen in meinen Augen auf. Dennoch freute ich mich auf morgen.
Ich schloss die Augen und versank langsam in eine Traumwelt.
Irgendwann schreckte ich durch eine Hand hoch die sanft mein Gesicht berührte.
„Aufstehen , meine Große. Wir sind zuhause“, flüsterte meine Mutter mir zu.
Verschlafen rieb ich mir durch die Augen und sah sie zuerst verwundert an. Als ich dann verstand was los war gab ich einen schrei von mir und fiel ihr lachend um den Hals.
Ich sah trotz der Dunkelheit , dass ihr leichte Tränen in den Augen standen. Nach einer langen und ausgiebigen Umarmung schob mich ein Stück von sich weg und musterte mich gründlich.
Gleich darauf viel sie mir wieder in die Arme.
Mein Vater lächelte mich nur entschuldigend an und fing an die Koffer ins Haus zu tragen.
„Mama, darf ich rein gehen? Ich bin so müde.“,fragte ich .
„Aber Natürlich. Tut mir Leid mein Engel. Es ist doch nur , ich habe dich so vermisst und... . Ach ist egal. Geh lieber schlafen wir können ja morgen noch genug reden“, verabschiedete sich meine Mutter und gab mir einen Kuss auf die Wage.
Langsam ging ich den Weg zu unserem Haus entlang und blieb vor der Haustür noch einmal stehen und Atmete tief ein.
Mit dem Fuß stieß ich sie auf und ging mir langsamen, vorsichtigen Schritten in mein Zimmer.
Das erste was ich sah , war das auf meinem Bett ein Briefumschlag, doch ich dachte mir das es auch Zeit hat bis ich ausgeschlafen bin. Also stieg ich schnell in meinen Pyjama und legte mich ins Bett, worauf hin ich sofort in einen Tiefen schlaf fiel
Doch schon früh wachte ich wieder auf. Suchend Blickte ich mich in meinem Zimmer um , da ich es anders gewohnt war. Mein Blick blieb auf dem Briefumschlag hängen, also stand ich auf und ging leise zu meinem Schreibtisch und ließ mich auf den Stuhl fallen.
Vorsichtig öffnete ich den umschlag und zog einen kleinen weißen Zettel darauf hinaus.
''Treff dich heute um 16 Uhr am See !''
Von wem könnte er nur sein? Verwundert überlegte ich , jedoch fiel mir niemand ein der mir diese geheime Nachricht geschickt haben könnte.
Also ging ich ins Badezimmer und duschte mich und zog meine Anziehsachen an. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging ich zum Frühstückstisch meiner Eltern, wo sie schon sehnsüchtig auf mich wartetet. Ich setzte mich zu ihnen und begann ihre fragen zu beantworten und auch zwischendurch mal die Gelegenheit zu haben um mein Brot zu essen.
„Ich geh um vier Uhr weg.“, sagte ich irgendwann als es mir zu viel wurde.
Noch immer wollte ich wissen wer mir den Brief geschrieben hatte, aber in zwei Stunden würde ich das ja erfahren.
Um nicht sinnlos rumzusitzen fing ich langsam an meine Klamotten auf den Koffern zu räumen und im Schrank zu verstauen. Als selbst diese Arbeit erledigt war wusste ich nicht mehr was ich noch machen sollte um mich Abzulenken.
Von Minute zu Minute stieg meine Anspannung immer mehr und ich hatte immer noch keine Idee wer hinter dem Brief stecken könnte.
Eine halbe Stunde zu früh machte ich mich schließlich auf den Weg und war so natürlich viel zu früh da. Da aber glücklicherweise die Sonne schien machte es nichts.
Ich setzte mich auf eine Bank und schaute auf den See hinaus. Weiter draußen entdeckte ich eine kleine Entenfamilie und ärgerte mich das ich ihnen nichts zu essen geben konnte.
Alle fünf Minuten blickte ich auf meine Uhr , doch die Zeit schien nicht zu vergehen.
Als um 10 nach 4 immer noch niemand da war ärgerte ich mich langsam ,dass ich den Brief nicht mitgenommen hatte. Vielleicht hatte ich etwas überlesen oder mich verguckt.
Ich schreckte zusammen als mir jemand von hinten die Augen zu hielt. Ich wollte mich umdrehen aber hatte keine Chance.
„Wer bist du ?“ , fragte ich unsicher.
„Wenn ich dir das jetzt sagen würde, dann würdest du nicht mit mir mitkommen“, sagte eine mir sehr bekannte Stimme , „ also werde ich dir nun die Augen verbinden und du vertraust mir einfach“
Da ich die Stimme kannte ließ ich mir die Augenbinde umlegen und stand vorsichtig auf.
Ich versuchte immer wieder durch den Stoff zu schauen , doch ich erkannte nur einen Schatten. Mir viel nicht ein wer es war, aber es war eine sehr vertraute stimme.
Vorsichtig ergriff ich die Hand der Unbekannten Person noch etwas fester um nicht hinzufallen.
„Vorsicht , jetzt wird es etwas Wackelig“ lachte er , „ Wir fahren raus auf den See“
Mit einem Kloß im Hals stieg ich ins Bot und ließ mich von ihm vorsichtig auf den Boden drücken.
Ein kurzes Ruckeln und dann spürte ich wir wir losfuhren.
„Darf ich jetzt bitte diese Augenbinde abnehmen?“ fragte ich frech und bewegte meine Hand in die Höhe zu meinen Augen. Schnell griff seine Hand nach meiner und ich hörte ihn lachen.
An dem Lachen erkannte ich sofort wer da vor mir saß, aber ich wollte weiterhin so tun als ob ich nicht wüsste.
Vorrichte lehnte ich mich etwas nach hinten und sofort begann das Boot leicht zu schwanken. Ich kicherte nur , war aber gleich darauf wieder ernst.
Kurz hörte ich ein rascheln und langsam wurde mir doch etwas mulmig.
„ So jetzt sind wir weit genug draußen, du kannst die Augenbinde abnehmen“ befiehl mir die Stimme.
Langsam griff ich an diese und Zog sie mir ruhig vom Kopf. Zuerst einmal lief ich die Augen geschlossen. Aber dann entschied ich mich doch sie zu öffnen und Blickte sofort in das Gesicht von Nico. Sofort viel mir auf wie sehr er sich verändert hatte. Wie Schön er aussah
Ich Blickte mich im Boot um und sah das wir auf einer Decke saßen und vor mir ein weitere Brief lag. Aus meinem Mund kam keine Stimme und ich saß da wie gelähmt.
„Nico...“ versuchte ich zu sagen brach den Satz aber dann ab.
Ich beugte meinen Kopf nach unten da ich ihn nicht ansehen konnte.
Leicht griff er mit seiner Hand unter mein Kinn und mein Kopf wieder hoch , sodass ich ihm genau in die Augen blickte. Langsam strich er mir dir Haarsträhne aus dem Gesicht und schaute mich weiterhin an.
„ Natalie, es tut mir Leid, ich weiß nicht wie ich so dumm sein konnte. Ich will doch nur dich.“ sagte er mit seiner zärtlichen Stimme.
Ich nickte nur bis ich begriff was er gesagt hatte. Es tat ihm Leid ?
„Was... was tut dir Leid?“
„ Du weißt schon , deswegen hast du doch Schluss gemacht.Weil du das mit mir und Bianca gehört hast, aber es war alles ganz anders. Bitte, glaub mir“ versuchte er mir zu erklären.
„Nico , ich habe doch genau das gleich getan. Lass es uns vergessen. Ja ? Es tut mir Leid“ erwiderte ich.
Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gischt aus und er lehnte sich nach vorne und Küsste mich leicht. Wie ich das vermisst hatte.
Da viel mir wieder der Umschlag ein , der vor mir lag. Ich blickte darauf und dann zu Nico. Nachdem er nur gelächelt hatte , griff ich mit einer Hand nach dem Brief und öffnete ihn vorsichtig.
Beim Lesen des Briefes machte meine Herz eine Sprung. Ich selber sprang auf und viel Nico um den Hals , so das unser Boot heftig zu schwanken begann.
„Ruhig. Setzt dich besser wieder hin, ich habe noch nicht vor gleich wieder nachhause zu gehen“ bat er mich.
Also setzt ich mich brav wieder hin und wartete ungeduldig was er noch vor hatte.
„In einer Stunde wird die Sonne untergehen, solange bleiben wir noch hier , danach werde ich dich Nachhause Bringen, mein Engel.“, flüsterte er mir zu.
So warteten wir aneinander gekuschelt bis die sonne Unterging und als sie schon fast weg war wurde es zudem immer kälter. Sanft zog Nico mich zu sich und küsste mich.
Als war aus dem Boot stiegen war ich schon ziemlich müde und wollte einfach nur in mein Bett.
Nachdem Nico mich weit nach Mitternacht zuhause abgesetzt hatte, küsste ich ihn und ging ohne mich umzudrehen ins Haus.
„Komisch, wo sind nur meine Eltern?!“, fragt ich mich in Gedanken.
Leise schlich ich die Treppe zu meinem Zimmer hoch und warf mich mit Anziehsachen in mein Bett. Ich zog den Brief raus meiner Tasche und begann ihn noch einmal zu lesen.
Einfach wundervoll , Nico wollte mit mir in den Urlaub fahren. Allein schon bei dem Gedanke daran fing mein Herz an zu rasen. Ich und Nico , Zwei Wochen ganz alleine.
Kurz bevor ich einschlief hörte ich leises klopfen und sah wie meine Mutter ruhig zu meinem Bett schlich. Sie deckte mich zu und ging wieder hinaus.Bald darauf schlief ich von dem ganzen Tag ein.
Nachdem ich Aufgewacht war , war es schon fast zwei Uhr. Ich nahm direkt den Brief und raste hinunter in die Küche.
„Du willst was ? Das kommt gar nicht in frage.“ , erklärte mein Vater streng.
„Aber Dad es ist doch schon alles gebucht und wir müssen auch nichts bezahlen...!“ Noch bevor ich zu ende reden konnte Blickte mein Vater mich wütend an.
„Ich denke ich habe mich klar genug ausgedrückt, Natalie. Du wirst nicht mit Nico in den Urlaub fahren.“befahl er mit verärgerter Stimme.
„Wie soll Nico denn bis morgen jemand neues finden? Ihr seid so unfair!“ schrie ich sie an und rannte in mein Zimmer hoch.
Weinend warf ich mich aufs Bett und fluchte über meine Eltern.
Nie verstanden sie mich. Ich wusste nicht wie lange ich so auf meinem Bett lag, aber meine Mutter hatte mindestens zehn mal nach mir gerufen.
„Soll sie doch.“ , dachte ich trotzig , „ Ich bin ihnen doch sowieso egal“
Irgendwann fasste ich doch Mut und ging in die Küche um das Telefon zu holen. Ohne Meine Eltern anzublicken verschwand ich wieder oben.
Zitternd wählte ich Nicos Telefonnummer und versuchte mich wieder zu beruhigen.
Als er nach dem fünften Klingeln endlich Abnahm klang er schon leicht gereizt.
Ich versuchte ihm die ganze Geschichte zu erklären und er hörte mir auch ruhig zu.
Der einzige Satz den er sagt war „Na gut , Fiona wollte sowieso mit , dann frag ich sie eben!“
Danach hatte er Aufgelegt, einfach so ohne sich zu verabschieden.
Ich warf das Telefon gegen die Wand und stand auf um mir ein Glas zu Trinken zu holen , doch in der Mitte meines Zimmer brach ich weinend zusammen.
Ich hörte wie jemand die Treppe hoch polterte und gleich darauf schaute ich in die besorgten Augen meiner Mutter. Sofort rief sie meinen Vater der mich in mein Bett legte.
„Kind , was hast du denn?“, fragte meine Mutter besorgt.
„Nico...Fiona... Urlaub.“ versuchte ich zu erklären doch unter meinem Schluchzen verstand mich meine Mutter Natürlich nicht.
„Schsch...“, machte meine Mutter und streicht mir Leicht mit dem Handrücken über die Stirn.
Ich drehte mich leicht zur Seite und schloss meine Augen.
Nach einer weile hörte ich das leise Knarren der Tür und wie sie sanft geschlossen wurde.
Als ich wieder wach wurde war es 4 Uhr Nachts. Ich setzte mich aufrecht in mein Bett und sofort liefen mir wieder die Tränen aus den Augen.
„Gleich würde Nico mit Fiona ins Flugzeug steigen“, dachte ich voller Panik.
Ruckartig sprang ich auf und rannte leise die Treppe runter. Draußen nahm ich mein Handy und rief ein Taxi, das mich zum Flughafen bringen würde.
Angekommen erblickte ich Nico schon von weitem und in seinem Arm war Fiona. Ich raste auf die beiden zu und machte knapp vor ihnen halt.
„Nico , dass kannst du mir nicht antun. Bitte. Ich Liebe dich doch“ versuchte ich mutig zu sagen.
„Was willst du jetzt hier? DU siehst doch das ich gerade auf dem Weg bin mit Fiona in den Urlaub zu fahren. Melde dich wieder wenn du nicht immer auf deine Eltern hörst sondern auch allein Entscheidungen treffen kannst!“ mit diesen Worten zog er sie noch nähr an sich und ging weg.
Ich stieß einen Schrei aus und alle anderen Menschen um mich herum blickten mich komisch an.
Schnell rannte ich aus dem Flughafengebäude und rannte. Immer und immer weiter.
Vollkommen außer Puste und mehrere Stunden später blickte ich mich um.
„Verdammt. Wo bin ich?“, fragte ich mich in Gedanken.
Ich fühlte meine Hosentaschen nach meinem Handy ab , wusste aber dann das ich es verloren haben musste.
Leicht verunsichert klingelte ich an einem Haus in der nähe , wo mir eine ältere Frau öffnete.
„Entschuldigen Sie, darf ich vielleicht einmal telefonieren?“
„Aber sicher doch, komm hinein!“ sagte sie mit ihrer Freundlichen Stimme.
Ich ging hinter ihr ins Wohnzimmer und wählte unsere Telefonnummer. Sofort nahm mein Dad ab und bot sich an mich abzuholen.
Die Frau machte uns solange einen Tee und blickte mich suchend an.
Zwanzig Minuten später Klingelte es. Langsam ging die alte Dame zur Tür.
„Hallo Fabian. Komm rein“, sagte Sie zu ihrem Enkel.
„Oh Oma , du hast Besuch?“, fragte er als er in die Küche kam.
Schüchtern blickte ich ihn an, aber als er nur lächelte viel die Unsicherheit von mir ab und ich lächelte zurück.
Ich unterhielt mich nett mit den beiden und als mein Dad klingelte viel es mir schwer zu gehen.
Eigentlich wollte ich Fabian nach seiner Telefonnummer fragen, doch ich traute mich nicht.
Als ich bei meinem Dad im Auto saß ärgerte ich mich wiederum darüber , aber war doch gleichzeitig froh ,dass mein Vater keine Fragen stellte und einfach nur schwieg.
Zuhause angekommen ging ich in die Küche und ließ mich auf den ersten Stuhl fallen.
Wortlos stellte meine Mutter ein glas Wasser vor mich und ich trank es mit Großen Schlucken aus.
„Magst du uns erzählen wo du warst?“ fragte mein Vater nun doch leicht sarkastisch.
„Ich war am Flughafen. Bei Nico , er ist wirklich mit Fiona weggefahren.“, versuchte ich stark zu erklären.
Beschämt schaute ich auf den Tisch und versuchte die Tränen zu unterdrücken.
Ich hörte wie ein Stuhl über den Boden Kratze und spürte dann auf meiner Hand auf meiner Schulter , die sie leicht drückte.
„Ist gut Schätzchen. Geh auf dein Zimmer“, forderte meine Mutter.
Ich gehorchte ihr und verschwand schleunigst oben.
Auch mein Handy fand ich in meinem Bett wieder und sah eine Menge unbeantwortete anrufe. Alle von Nico.
„Ph , der soll sich noch einmal trauen hier anzurufen“, dachte ich mir und schaltete das Handy bestimmt aus.
Unglücklich verkroch ich mich unter meiner Bettdecke und hörte Laute Musik die sich in meinen Gedanken ausbreitete.
Doch lange konnte ich nicht still daliegen, also schnappte ich meine Jacke und beschloss mit unserem Hund rauszugehen. Ich steckte mir ein paar Leckerlis in die Tasche und berührte etwas, dass sich wie ein Zettel anfühlte.
Schnell riss ich ihn aus der Tasche.
Mein herz begann zu klopfen , als ich sah das auf dem Zettel Fabians Nummer stand.Im stillen beschloss ich ihn heute Abend anzurufen. Doch jetzt erstmal wollte ich an nichts denken.
Ich genoss die Zeit mit Benno draußen und sah ihm zu wie er wild den Schmetterlingen hinterher ließ um sie zu fangen und als er dann übermütig in den Bach sprang, konnte ich seid langer Zeit wieder richtig lachen.
Völlig Ausgepowert ging ich wieder Nachhause und setzte mich zu meinen Eltern.
Eine weile sagte niemand etwas , doch dann fingen meine Eltern eine wilde Diskussion um ihr Gemüsebeet an. Ich stöhnte und ging mit einer Tüte Chips in ein Zimmer.
Als ich aus Gewohnheit in meine Hosentasche fasste um mein Dandy zu holen , kam mir wieder da Zettel mit der Nummer in die Hand. Ich überlegte hin und her ob ich ihn nun anrufen sollte.
Doch ich schüttelte den Kopf und zerknüllte den Zettel. Nico war der einzige für mich. Auch wenn er so ein Idiot war.
Ich griff in die Chips Tüte und Stopfte sie in meinen Mund, genüssliche kaute ich sie und überlegte wieso Nico so oft versucht hatte anzurufen.
Ich blickte in die Ecke wo mein Handy lag und krabbelte über den Boden dorthin um es zu holen.
„Soll ich es einschalte?“, fragte ich mich in Gedanken.
Lange drückte ich auf den roten Knopf, bis es sich einschaltete.
34 entgangene Anrufe stand auf dem Display. Zögernd überlegte ich ob ich zurück rufen sollte, aber ich dachte mir das ich warten würde bis er sich meldet.
Also entschloss ich mich die Zeit zu vertreiben und nahm mein Mathebuch und Arbeitete einige Aufgaben durch. Völlig konzentriert schreckte ich Plötzlich hoch , als das Handy neben mir Klingelte.
„Babe? Lass uns nach dem Urlaub reden! Es tut mir unglaublich Leid“, schrie Nico ins Handy, legte aber sofort wieder auf.
„Zhh... Idiot“, sagt ich laut in den Raum Hinein.
Leise hörte ich das rufen meiner Mutter , durch das Treppenhaus.
Ich stürmte die Treppe herunter, das ich das Essen schon in meinem Zimmer riechen konnte.
„Uff ich hab so einen Hunger“,erklärte ich meinen Eltern und lud mir eine mächtige Portion auf den Teller.
Verblüffte schaute mein Vater mich an , verkniff es sich aber doch irgendwas zu sagen.
Hungrig schaufelte ich alles in meinen Mund.
Da ich viel zu schnell gegessen hatte verschluckte ich mich. Meine Mutter sprang auf und reichte mir ein Glas Wasser und klopfte mir auf den Rücken.
Nachdem ich alles verschlungen hatte, ging ich in mein Zimmer um etwas aufzuräumen und zu Duschen.
Spät am Abend kuschelte ich mich ins Bett und schaute auf dem Laptop die gemeinsamen Photos von mit und Nico an. Bei jedem Bild was kam stiegen mir die Tränen in die Augen, als ich an die Zeit zurück dachte, wo noch alles okay war.
„Hach, mein Nico wieso tust du das?“, seufzte ich leise und schaltete den Laptop aus.
Müde rollte ich mich in meine Schlafposition und versuchte einen ruhigen schlaf zu finden. Doch dies gelang mir nicht, mehrmals schreckte ich Nachts aus dem Schlaf wiederhoch und hatte das Dringende Bedürfnis mich an Nico zu kuscheln , aber dieser war nicht da.
Jedes mal warf ich mich erneut zurück in mein Kissen und war immer mehr enttäuscht.
Auch am Morgen konnte man mir diese ruhige nacht ansehen und ich blieb den ganzen Tag in meinem Bett, wartete darauf das Nico wieder kommt, zurück aus dem Urlaub mit Fiona.