Krimis & Thriller
Lucky Strike - Rauchen kann gefährlich sein

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"Lucky Strike - Rauchen kann gefährlich sein"
Veröffentlicht am 03. Januar 2011, 16 Seiten
Kategorie Krimis & Thriller
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Lucky Strike - Rauchen kann gefährlich sein

Lucky Strike - Rauchen kann gefährlich sein

Beschreibung

Ein Geisterforscher, eine Familie, eine Nachbarin und zwei Morde

Morgen

Ich hatte alles schon so oft durchgeplant, es konnte nichts schief gehen. Bald würde alles wahr werden, ich würde ein berühmter Geisterforscher sein. Das Vorgehen war perfekt. Und doch war ich so nervös wie noch nie. Denn jeder perfekte Plan verbarg eine Unsicherheit.
Immer gab es Zeugen und Spuren, die einem zum Verhängnis wurden. Doch in dem Fall, dass ich auffliegen würde, stand mir noch mein alter Freund Mick, der Kommissar, zur Seite. Er würde eingreifen, wenn sich die Schlinge zuziehen würde. Ich war also abgesichert. Durch das Einweihen in die Tat hatte ich allerdings auch wieder neue Probleme am Hals. Was, wenn Mick mich verrät? Wenn er unsere alte Freundschaft zerstört, wenn er mich hintergeht?
Wenn das passiert, wäre ich verloren.

 

Im Sessel sitzend und Tee trinkend dachte ich über Morgen nach.Es würde eine Feier bei den Nachbarn, meinem alten Freund, stattfinden, und ich hatte noch kein Geschenk. In den letzten Jahren hatte ich an Geburtstagen Bücher, Bilder oder etwas, das er sich gewünscht hatte, geschenkt, doch dieses Mal hatte ich keinerlei Idee, worüber er sich freuen könnte. Ich wusste noch nie wirklich, ob ihm meine Präsente gefallen hatten.
Da ich immer der einzige Gast war, konnte ich nichts vergleichen. Dass Morgen noch ein zweiter Gast kommen würde, wusste ich nicht.
Niemand wusste, dass er kommen würde.
Und niemand wusste, was er vorhatte.

Die Familie

Schon lange waren Ellen und ich verfeindet. Es fing, an als ich mit 12 Jahren ihr Zimmer durchwühlte, weil ich einen Stift brauchte. Gefunden habe ich aber ein Bild mit ihr und einem Jungen, der ihr Freund war. Dad war nicht sehr begeistert, von der geheimen Beziehung zu erfahren. Als sie herausfand, dass ich es unseren Eltern erzählt hatte, sprach sie kein Wort mehr mit mir. Und das bis heute.
Ihren Mann kenne ich nicht wirklich, das ich nie in ihr Haus eingeladen war. Auf Familienfeiern aber hatte ich ihn gelegentlich mal gesehen. Die Kinder habe ich nie zu Gesicht bekommen, da sie wohl zu klein waren. Ich konnte nur hoffen, dass Ellen mir des Briefes noch verzeiht, da sonst mein Plan nicht funktionieren würde. Sie muss mich einladen. Sie musste einfach.

 

Tommy kannte ich schon lange. Im Kindergarten waren wir Freunde, in der Grundschule verstärkte sich die Freundschaft, und auf dem Gymnasium waren wir ein Paar. Durch das Studium aber verloren wir uns und trafen erst später zusammen, als wir zufällig wieder Nachbarn wurden. Er hatte inzwischen Ellen geheiratet, mein Mann Marc war an Krebs gestorben.Ich unternahm viel mit ihm, seiner Frau und den drei Kindern, da meine Wohnung bei seit Marcs Tod so leer wirkte. Ich spielte mit dem zweijährigen und fütterte Harry. Waren Tommy und Ellen auf einer Feier, brachte ich die Kleinen ins Bett. War Tommy auf Reise um in Japan die neusten Notebooks vorzustellen, regelte ich den Haushalt mit Ellen zusammen. Dadurch waren wir gute Freunde geworden, bessere als ich es vorhergesehen hatte.
Und obwohl es niemand sagte, wurde ich ein Teil der Familie.

Das Haus

Mick konnte zwar nicht verstehen, warum ich es tat, aber für mich war es klar. Ich wolltedas Haus, und da ich mit dem Kauf zu spät gewesen war, hatte ich den anderen, schwereren und riskanteren Weg gewählt. Ich erfuhr erst kurz vor der Versteigerung des Grundstücks von den Gerüchten, es solle dort spuken. Mein Geld reichte nicht aus, um es zu kaufen das war klar, und doch wollte mir das haus nicht aus dem Kopf gehen. Und vor einem Jahr, als ich erfuhr, wer das Haus ersteigert hatte, wurde mir klar, dass ich noch eine Chance hatte.

 

Die Besuche bei den Nachbarn war nicht nur ein Genuss der Menschen wegen, es war auch das Haus. Die dicken Balken, die großen Räume, alls das beeindruckte eine frühere Architektin wie mich sehr. Ich hatte von den Märchen, es würde dort spuken, gehört. Doch Tommy hatte nur gelacht, als ich ihn gefragt hatte, ob dies stimme. Die benutzten Räume seien frei von Geistern, die unbeuntzte Dienstkammer sei noch nicht überprüft worde. Außerdem seinen Spukhäuser doch immer dukel und verlassen. Emma aber, wie sie das Fachwerkhaus nannen, werde jedes Wochenende geputzt.
Und Emma sah auch sehr einladend aus. Außen traditionell weiß mit den schwarz lackierten Balken, innen aber modern und ich sanften und auch knalligen Farben eingerichtet. Es war genau mein Geschmack. Obwohl das bei vielen Häusern so ist, da ich meinen Geschmack oft ändere.

Die Tat

Ich wurde nicht eingeladen. Wahrscheinlich hat Ellen den Brief einfach weggeworfen, nachdem sie den Absender gesehen hatte. Doch das passte nicht zu meinem Plan, und daher hatte ich beschlossen die Feier einfach zu unterbrechen. Ellen würde wie immer alleine Feiern, von der kleinen Fete hatte ich auch erst vor ein paar Monaten gehört. Und von da an hatte ich alles aufgebaut, was ich mir jetzt nicht vermasseln ließ.

 

Mist! Ich hatte immer noch kein Geschenk besorgt. Das dümmste aber: Heute war Sonntag und so hatten alle Geschäfte, zu denen ich noch schnell hinkommen würde, geschlossen. Aber war da nicht ein neuer Blumenladen? Vielleicht waren sie ja auch sonntags geöffnet? Ein Versuch war es auf jeden Fall wert.

 

Die Feier hatte schon angefangen, als ich mich in unauffälliger Kleidung und bewaffnet zum Haus schlich. Doch was ich, hinter einem Busch versteckt, sah, erfreute mich nicht.  Bei der Familie stand eine 25jährige Blondine, die wohl noch länger bleiben wollte, da sie mit einem Sektglas in der Hand vor der Leinwand mit Fotos von Ellen und ihrem Mann stand. Ich warf meine Pläne schnell um, dann saß ich wieder beruhigt hinter dem Lavendelbusch.

 

Der Blumenladen hatte noch offen - Gott sei Dank. Tommy hatte sich über die Blumen gefreut, und nach einer Flasche Sekt hatten wir begonnen, Fotos von ihm und seiner Familie anzusehen. Um 11:00 Uhr brachten wir Harry ins Bett, eine Viertelstunde später auch Lissy und Dave. Um Mitternacht lag ich bereits im Bett, von drüber drang noch Gekicher und Geflüster herüber. Als ich gerade einschlief, rissen mich Schreie aus dem Bett. Ich stürzte zum Fenster, sah aber nur die Nacht. Als ich aus dem Fenster, das zum Nachbarhaus aufging, rannte und nach sah was los war, bekam ich einen Schock. Drüben im garten stand ein dunkel gekleideter Mann und zielte mit einer Pistole auf Tommy. Nach einigem Suchen entdeckte ich im schwachen Licht der Straßenlaterne eine Gestalt am Boden liegen. Es folgte noch ein Schrei und als ich wieder zu Tommy und dem Fremden sah, hörte ich ein "Plopp" und kurz darauf sank Tommy zu Boden. Der Schatten rannte los, trat die angelehnte Terassentür auf und betrat das Haus.

 

Das Haus war finster und ich brauchte ein paar Sekunden, bis sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Ich entdeckte die Treppe und eilte zu ihr. Eine Etage höher entdeckte ich eine Tür auf der das Wort "Harry" in Holzlettern angebracht hatte. Schnell trat ich in den Raum ein. Die Wiege in der Ecke war schnell entdeckt, doch es lag ein wohl erst vier Monate altes Baby drin, und ich brachte es nicht übers Herz, die Pistole an seine Schläfe zu drücken. In den anderen Zimmern fand ich einen 2jährigen Jungen und ein Mädchen, das ich ebenfalls auf 5 schätzte.
Und damit ich es mir nicht noch anders überlegte, verschwand ich zügig aus ihrem Zimmer.

 

Er blieb lange im Haus. Doch als er wieder heraustrat, stellte ich fest, dass gar keine Schüsse oder die Schreie von Kindern zu hören gewesen waren. Hatte er die Kleinen verschont? Oder sie mit einem Messer getötet? Ich wusste es nicht, doch ich wusste, dass man ihnen auf jeden Fall die Eltern genommen hatte. Als er mit schnellen Schritten zum Gartentor trat, kam endlich Leben in mich. Ich rannte zum Telefon, tippte mit zitternden Fingern die 999 und gab die Angaben durch. Dann legte ich mich noch immer am ganzen Körper zitternd auf mein Bett.
            Er hat sie ermordet. Er hat sie ermordet! Sie sind tot.

 

Mit schnellen Schritten ging ich zum Gartentor. Als ich mich noch einmal zum Haus umdrehte, fühlte ich, dass dies der richtige Weg war. Plötzlich entdeckte ich einen Schatten am Fenster des Nachbarhauses. Angst verdrängte das Glücksgefühl von gerade. Ich wurde hektisch und rannte die Straße hinunter. Hinter mir hörte ich die Sirenen der Polizei.

 

Als sich der Alarm meinem Haus näherte, stand ich wieder auf. Trotz meiner Müdigkeit ging ich zügig zur Haustür, um die Polizisten zu begrüßen. Ein Wagen hielt und ein älterer Herr stieg aus. Er trat auf mich zu und stellte sich als Mick Hampton vor. Dann sicherte er da Haus ab und teilte mir nach fünf Minuten mit, ich könne mich wieder schlafen legen. Erst lag ich wach und dachte über die Geschehnisse nach, während draußen Mr. Hampton arbeitete, doch dann überwältigte mich der Schlaf.

 

Ich lag im Bett und dachte darüber nach, was ich getan hatte. Denn die Vorstellung seine Schwester und deren Mann getötet zu haben, war keine schöne. Doch schließlich wurde ich müde und schlief ein.

 

Ich stand spät auf, doch als ich mich erinnerte, was letzte Nach passiert war, schreckte ich auf und eilte zum Fenster. In Tommys Garten waren gut 15 Polizisten, unter ihnen auch Mick. Schnell war ich auf der Straße und sah interessiert den Tätigkeiten der Beamten zu. Schließlich wurde ich als einzige Zeugin befragt. Als ich nach den Kindern fragte, wurde mir versichert, sie seinen gesund, doch als ich sie sehen wollte, verweigerten sie dies. Ich betrachtete Ellens Leiche, die gerade abtransportiert wurde. Nachdenklich und traurig ging ich in meine Wohnung zurück.

Der Sieg

Wir fanden eine Zigarette unter einem Lavendelbusch. Joe versprach, sie zu untersuchen. Am selben Tag noch schickte er mir die Ergebnisse. Es war eine Lucky Strike, die Speichelprobe konnte er noch nicht zuordnen. Ich aber konnte es. Sie gehörte Ben Mayllor, meinem alten Freund. Ich solle nichts verraten, hatte er mir eingeschärft. Doch es war mein Job, und wenn ich es nicht sagen würde und dies herauskommen würde, wäre ich ihn los.
Außerdem hatte ich ein äußerst schlechtes Gewissen.
Der Chef wird es erfahren. Und besser von mir als von Anderen.

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Hörbuch

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Pauline

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MysticRose Re: Re: Super, ein neuer Thriller :-)) -
Zitat: (Original von Pauline am 19.01.2011 - 20:06 Uhr)
Zitat: (Original von MysticRose am 04.01.2011 - 18:10 Uhr) Liebe Pauline!
Mir ist aufgefallen, dass du schon in der Beschreibung etwas viel erzählst, was die Erzählweise betrifft. Ist das wirlich nötig? Vielleicht wäre es hier besser, einfach die Geschichte auf den Leser wirken zu lassen.
In "Morgen" erzählst du für meinen Geschmack etwas zu viel. Immer ist die Rede von einem "Plan". Vielleicht wäre an dieser Stelle auch zu empfehlen, den "Plan" einfach mal wirken zu lassen, anstatt immer drum herum zu erzählen.
Ich mag den Satz "Jeder perfekte Plan verbarg eine Unsicherheit." Solche scheinbaren "Allgemeinheiten" später zu konkretisieren ist empfehlenswert.
Spannung kommt erstmals auf, als du erwähnst, dass dein Mörder mit einem Kommissar befreundet ist. Zwei Personen, die sonst antagonistisch verbunden sind, Freunde sein lassen? Das ist sicherlich eine gute und spannungsfördernde Idee.
Das Verhältnis zu Ellen muss man sich etwas zurecht reimen. Sie ist also seine Schwester?
Überraschung kommt auf, als der Leser feststellt, dass dein Mörder allem Anschein nach schwul ist? Weil so etwas relativ neu ist und man so etwas nicht kennt (zumindest ich nicht :-D) ist es spannungsfördernd. Ein kleiner Tipp: Es kommen ziemlich viele Namen vor: Harry, Lissy, Dave, Marc... Das wirkt verwirrend, finde ich. Anscheinend spielen sie keine weitere Rolle in dem Buch, deswegen würde ich sie blasser erscheinen lassen und ihnen auch keine Namen geben.
Du stiftest etwas Verwirrung mit dem Liebesleben deines Mörders und holst einen "Tommy", mit dem er liiert war, wie aus dem Nichts. Wo kommt er her? Was macht er? Vielleicht wäre es sinnvoll, an dieser Stelle auch ein bisschen tiefer in die Materie zu greifen und aus seiner Vergangenheit zu erzählen.
Was bedeutet das Haus für den Mörder? Das wird hier nicht ganz klar. Auch hier redest du viel drum herum, finde ich. Wohnt(e) Ellen dort? Will er dort seinen nächsten Mord ausüben? Ist er dort aufgewachsen? Warum wil er das Haus unbedingt?
Das sind eine Vielzahl von Fragen, die man beantworten sollte.

"Eine Chance wie keine. Eine Chance, die ich nutzen würde."
So schreibe ich manchmal selbst gerne und ertappe mich immer noch dabei, obwohl das Infodumps sind und die niemand lesen möchte. Lass einfach den letzten Satz "...dass ich noch eine Chance hatte." auf den Leser wirken. Du wirst sehen, dass das ausreicht :-))

Sprachlich gibt es nichts zu meckern. Du schreibst sprachlich absolut top. Daumen hoch!
Zu meckern habe ich noch etwas bei deinem Epilog: Er hört sich an wie ein Polizeibericht. Ziemlich trocken. Kann man hier etwas Anderes als Epilog verfassen oder ihn vielleicht ganz weglassen?

So, das war's.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
LiGrü
A.S.S.


Hey, danke für deine Herliche Meinung. Ich bin auf deine Tipps eingegangen und habe ein paar namen herausgenommen, den Satz mit der Chance entfernt und in "Morgen" etwas weniger erzäht.

Aber in der Geschichte muss man sich eine Menge dazu denken.

Auch mein Deutschlehrer hat eine menge gerätselt, letzendlich aber eine 1+ vergeben :)
Der Mörder, Ben Mayllor, ist Geisterforcscher. Ellen ist seie Schwetser und hat ein Haus gekauft, in dem es spuken soll. Das will Ben untersuchen, doch da er nicht mit seiner Schwester redet, denkt er sich, wenn sie tot ist, bekommt er das Haus.
Tommy ist der Mann von Ellen und ein alter Freund der Nachbarin, die den Mord ja mitbekommt.
Aber Ben ist nicht Schwul!

Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass er mit Tommy liiert ist, es wird doch gesagt, dass Tommy mit Ellen verheiratet ist!

Kannst du mir das erklären, bevor das andere missverstehen? :)

Danke aber für deine Tipps!



Hey,
ist ja schon länger her, als ich dir den Kommi geschrieben habe. Aber ich kann's dir noch erkären, müsste mich dann nur nochmal reinlesen. Einige Sätze waren aber so unglücklich formuliert, dass es leicht zu Missverständnissen kommt.
Vor langer Zeit - Antworten
Pauline Re: Super, ein neuer Thriller :-)) -
Zitat: (Original von MysticRose am 04.01.2011 - 18:10 Uhr) Liebe Pauline!
Mir ist aufgefallen, dass du schon in der Beschreibung etwas viel erzählst, was die Erzählweise betrifft. Ist das wirlich nötig? Vielleicht wäre es hier besser, einfach die Geschichte auf den Leser wirken zu lassen.
In "Morgen" erzählst du für meinen Geschmack etwas zu viel. Immer ist die Rede von einem "Plan". Vielleicht wäre an dieser Stelle auch zu empfehlen, den "Plan" einfach mal wirken zu lassen, anstatt immer drum herum zu erzählen.
Ich mag den Satz "Jeder perfekte Plan verbarg eine Unsicherheit." Solche scheinbaren "Allgemeinheiten" später zu konkretisieren ist empfehlenswert.
Spannung kommt erstmals auf, als du erwähnst, dass dein Mörder mit einem Kommissar befreundet ist. Zwei Personen, die sonst antagonistisch verbunden sind, Freunde sein lassen? Das ist sicherlich eine gute und spannungsfördernde Idee.
Das Verhältnis zu Ellen muss man sich etwas zurecht reimen. Sie ist also seine Schwester?
Überraschung kommt auf, als der Leser feststellt, dass dein Mörder allem Anschein nach schwul ist? Weil so etwas relativ neu ist und man so etwas nicht kennt (zumindest ich nicht :-D) ist es spannungsfördernd. Ein kleiner Tipp: Es kommen ziemlich viele Namen vor: Harry, Lissy, Dave, Marc... Das wirkt verwirrend, finde ich. Anscheinend spielen sie keine weitere Rolle in dem Buch, deswegen würde ich sie blasser erscheinen lassen und ihnen auch keine Namen geben.
Du stiftest etwas Verwirrung mit dem Liebesleben deines Mörders und holst einen "Tommy", mit dem er liiert war, wie aus dem Nichts. Wo kommt er her? Was macht er? Vielleicht wäre es sinnvoll, an dieser Stelle auch ein bisschen tiefer in die Materie zu greifen und aus seiner Vergangenheit zu erzählen.
Was bedeutet das Haus für den Mörder? Das wird hier nicht ganz klar. Auch hier redest du viel drum herum, finde ich. Wohnt(e) Ellen dort? Will er dort seinen nächsten Mord ausüben? Ist er dort aufgewachsen? Warum wil er das Haus unbedingt?
Das sind eine Vielzahl von Fragen, die man beantworten sollte.

"Eine Chance wie keine. Eine Chance, die ich nutzen würde."
So schreibe ich manchmal selbst gerne und ertappe mich immer noch dabei, obwohl das Infodumps sind und die niemand lesen möchte. Lass einfach den letzten Satz "...dass ich noch eine Chance hatte." auf den Leser wirken. Du wirst sehen, dass das ausreicht :-))

Sprachlich gibt es nichts zu meckern. Du schreibst sprachlich absolut top. Daumen hoch!
Zu meckern habe ich noch etwas bei deinem Epilog: Er hört sich an wie ein Polizeibericht. Ziemlich trocken. Kann man hier etwas Anderes als Epilog verfassen oder ihn vielleicht ganz weglassen?

So, das war's.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
LiGrü
A.S.S.


Hey, danke für deine Herliche Meinung. Ich bin auf deine Tipps eingegangen und habe ein paar namen herausgenommen, den Satz mit der Chance entfernt und in "Morgen" etwas weniger erzäht.

Aber in der Geschichte muss man sich eine Menge dazu denken.

Auch mein Deutschlehrer hat eine menge gerätselt, letzendlich aber eine 1+ vergeben :)
Der Mörder, Ben Mayllor, ist Geisterforcscher. Ellen ist seie Schwetser und hat ein Haus gekauft, in dem es spuken soll. Das will Ben untersuchen, doch da er nicht mit seiner Schwester redet, denkt er sich, wenn sie tot ist, bekommt er das Haus.
Tommy ist der Mann von Ellen und ein alter Freund der Nachbarin, die den Mord ja mitbekommt.
Aber Ben ist nicht Schwul!

Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass er mit Tommy liiert ist, es wird doch gesagt, dass Tommy mit Ellen verheiratet ist!

Kannst du mir das erklären, bevor das andere missverstehen? :)

Danke aber für deine Tipps!
Vor langer Zeit - Antworten
MysticRose Super, ein neuer Thriller :-)) - Liebe Pauline!
Mir ist aufgefallen, dass du schon in der Beschreibung etwas viel erzählst, was die Erzählweise betrifft. Ist das wirlich nötig? Vielleicht wäre es hier besser, einfach die Geschichte auf den Leser wirken zu lassen.
In "Morgen" erzählst du für meinen Geschmack etwas zu viel. Immer ist die Rede von einem "Plan". Vielleicht wäre an dieser Stelle auch zu empfehlen, den "Plan" einfach mal wirken zu lassen, anstatt immer drum herum zu erzählen.
Ich mag den Satz "Jeder perfekte Plan verbarg eine Unsicherheit." Solche scheinbaren "Allgemeinheiten" später zu konkretisieren ist empfehlenswert.
Spannung kommt erstmals auf, als du erwähnst, dass dein Mörder mit einem Kommissar befreundet ist. Zwei Personen, die sonst antagonistisch verbunden sind, Freunde sein lassen? Das ist sicherlich eine gute und spannungsfördernde Idee.
Das Verhältnis zu Ellen muss man sich etwas zurecht reimen. Sie ist also seine Schwester?
Überraschung kommt auf, als der Leser feststellt, dass dein Mörder allem Anschein nach schwul ist? Weil so etwas relativ neu ist und man so etwas nicht kennt (zumindest ich nicht :-D) ist es spannungsfördernd. Ein kleiner Tipp: Es kommen ziemlich viele Namen vor: Harry, Lissy, Dave, Marc... Das wirkt verwirrend, finde ich. Anscheinend spielen sie keine weitere Rolle in dem Buch, deswegen würde ich sie blasser erscheinen lassen und ihnen auch keine Namen geben.
Du stiftest etwas Verwirrung mit dem Liebesleben deines Mörders und holst einen "Tommy", mit dem er liiert war, wie aus dem Nichts. Wo kommt er her? Was macht er? Vielleicht wäre es sinnvoll, an dieser Stelle auch ein bisschen tiefer in die Materie zu greifen und aus seiner Vergangenheit zu erzählen.
Was bedeutet das Haus für den Mörder? Das wird hier nicht ganz klar. Auch hier redest du viel drum herum, finde ich. Wohnt(e) Ellen dort? Will er dort seinen nächsten Mord ausüben? Ist er dort aufgewachsen? Warum wil er das Haus unbedingt?
Das sind eine Vielzahl von Fragen, die man beantworten sollte.

"Eine Chance wie keine. Eine Chance, die ich nutzen würde."
So schreibe ich manchmal selbst gerne und ertappe mich immer noch dabei, obwohl das Infodumps sind und die niemand lesen möchte. Lass einfach den letzten Satz "...dass ich noch eine Chance hatte." auf den Leser wirken. Du wirst sehen, dass das ausreicht :-))

Sprachlich gibt es nichts zu meckern. Du schreibst sprachlich absolut top. Daumen hoch!
Zu meckern habe ich noch etwas bei deinem Epilog: Er hört sich an wie ein Polizeibericht. Ziemlich trocken. Kann man hier etwas Anderes als Epilog verfassen oder ihn vielleicht ganz weglassen?

So, das war's.
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