Fantasy & Horror
Tar'Hidra Gayia - Prolog: Rettet das Kind!

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"Tar'Hidra Gayia - Prolog: Rettet das Kind!"
Veröffentlicht am 15. November 2010, 20 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

Ich bin ein sehr netter Kerl und habe schon in sehr jungen Jahren angefangen, Geschichten zu schreiben und finde immer wiedet tolle Ideen, die man zu Papier bringen kann.
Tar'Hidra Gayia - Prolog: Rettet das Kind!

Tar'Hidra Gayia - Prolog: Rettet das Kind!

Beschreibung

Vor einigen Jahren wurde das Baby Tar'Hidra in die Welt der Menschen gebracht, weil es auf seinem Heimatort in großer Gefahr war. Nun sind siebzehn Jahre vergangen und Tar'Hidra lernte die Welt der Menschen aufrichtig kennen. Wie jedes Jahr fährt sie auch diesmal in ein Ferienlager und begegnet dort neuen Freunden. Zusammen erkunden sie die wunderbare Landschaft ihres monatlichen Aufenthaltes. Während einer langen Besichtigung einer leeren Höhle, entdecken die Kids einen cirka fünfzehn Zentimeter großen Stein, der bei Tar'Hidra kindliche Erinnerungen weckt, als sie ihn zum ersten Mal berührt. Bei einer genaueren Begutachtung des Steines werden die Kinder in eine fremde Welt teleportiert: Nach Gayia, der Geburtsort von Tar'Hidra. Dort angekommen, erfährt Tar'Hidra, wer sie wirklich ist. Doch nicht nur damit hat sie ein Problem, mit dem sie klar kommen muss, nein, auch ihre Freunde haben ein ernsthaftes Problem: Wie kommen sie wieder zurück und warum befinden sie auf Gayia?

Prolog: Rettet das Kind!

Die Dunkelheit war eingebrochen. Tiefe Finsternis stand in dieser bitterkalten Nacht auf der Wetterliste. Der Wind pfiff gewaltig um die Ohren und wurde stärker. Heftiger Regen prasselte vom dunklen Wolkenzelt herab und die geballten Wassertropfen zersprangen auf der feuchten Erde. Die fünf Leute aus der in der Nähe liegenden kleinen Stadt rannten in einem sagenhaften Tempo in die Richtung einer wäldlichen Gegend. Ohne zurück zublicken, ließen sie ihre Heimat hinter sich. Sie rannten, was das Zeug hielt; sie waren eindeutig auf der Flucht. Doch warum, was für einen Grund gab es für so einen hektischen Aufbruch?
Beim genauerem Hinsehen erkannte man, dass zwei Personen ihre braunen Kutten fest an sich gedrückt hielten. Keiner sollte die Beiden erkennen. Ein Dritter führte die Gruppe an: Ein stolzer Soldat und heldenhafter Krieger, der für seine Stärke und Intelligenz bekannt war. Jedenfalls trug er, wie zwei weitere Gefährten, eine schwere Rüstung: linkes Schulterpolster, linker Unterarmhandschuh und rechter Fingerhandschuh, aus silber-rötlichen Metall. In seiner rechten Hand hielt er einen langen, hölzernen Speer mit Eisen versehender Spitze. In seiner Linken hielt er einen Helm. An den Seiten waren zwei weiße Flügel befestigt und auf der Stirnmitte des silbernen Kopfträgers prahlte ein roter Rubin.
Sein Name war Balsas. In seiner Sprache hieß das übersetzt: der Retter. Er war kräftig gebaut, muskulös noch dazu. Ein Elite-Soldat erster Klasse eben. Sein schwarzes Haar hing ihm bis zu seinem kahlen unbehaarten Nacken.
Neben Balsas rannte eine Frau, in brauner Kutte gewandt. Auch sie hielt etwas in den Händen: Ein Bündel aus feinen, samtenen, weißen Stoff, aus dem heulendes Kindergeschrei ertönte.
„Dolna, was hast du vor?“, fragte der Soldat, während die Gruppe noch rannte. „Wieso müssen wir zum Gayiaberg?“
Die Frau war von kräftiger Statur gebaut. Sie schluchzte. Mit Tränen in den feuchten Augen wandte sie ihren Kopf zu Balsas herüber. Ihre grüne Augenfarbe wurde durch den dunklen geworfenen Schatten ihrer Kapuze verdeckt; ihre Stimme klang traurig und trostlos. Schluchzend antwortete sie ihm: „Versteh doch, Balsas. Wir können Tar’Hidra nicht im Schloss lassen. Nicht bis Efalin bezwungen ist. Morgen wird ihre Armee unsere Stadt erreichen. Sie wird sie suchen, sie will meine Tochter töten. Es ist zu gefährlich für Tar’Hidra, noch länger hier zubleiben.“
Der Wind blies ihre Kapuze herunter und zum Vorschein kam ein junges Gesicht. Es war ihr nicht anzusehen, dass sie bereits Mitte vierzig war. Ihr blondes Haar war sehr leicht weiß, aber das störte sie keineswegs.
„Ich verstehe, aber …“, antwortete Balsas.
„Kein aber. Tar’Hidra wird auf der Erde sicher sein. Glaube mir, es ist besser so!“
Balsa setzte seinen Helm auf. Sein Gesicht zeigte deutlich Unsicherheit. Nein, er wollte das erstgeborene Kind der Königin nicht sterben sehen. Das Kind wird sterben, wenn es der Hexe übergeben wird. Lieber würde er sich für die Tochter der Königsfamilie von Gayia opfern, und damit seinem König Loyalität und Gehorsamkeit erweisen. „Ich weiß nicht, ob …“
Der Soldat wurde abermals unterbrochen. Ein alter Mann tauchte neben ihm auf. Sein langes Haar war genauso weiß wie sein Bart. „Der Tag wird kommen, an dem Tar’Hidra wieder zu uns zurückkehrt, doch bis dahin müssen wir warten!“
„Deine Prophezeiungen treffen aber nicht immer ein, weiser Magier.“, entgegnete Dolna.
„Das kann schon sein, ich kann ja auch nicht in die Zukunft sehen, meine Königin.“
„Wozu gibt es denn Vorraussagungen, Magier?“, fragte Dolna lächelnd.
Der Magier zuckte seine Achseln. „Ähm.“ Ihm viel keine besonders gute Antwort darauf ein. „Aber diesmal stimmt es, was ich zu sagen habe. Tar’Hidra wird zurückkehren!“
Balsas schreckte auf. Der Laut von zerbrochenen Ästen ertönte. Da war doch etwas? „Still, Magier! Ich höre Geräusche, jemand folgt uns.“
„Wir müssen uns beeilen. Es ist nicht mehr weit! Schneller!“, befahl Dolna, legte an Tempo zu und zusammen kamen alle immer tiefer in den dichten Wald hinein. Die Königin hatte wahnsinnige Angst, ihr Kind zu verlieren. „Efalin darf sie nicht bekommen!“
„Los macht schon, Bewegung!“, schrie Balsas seine Männer lautstark an.
„Seid still, nicht so laut!“, maulte der Magier. Hinter ihm zwitscherte ein kleiner Vogel. Sein Bauch war rötlich gemustert und er sang fröhlich ein kleines Liedchen.
„Ich … ich kann nicht … mehr“, stöhnte einer von Balsas Kriegern und blieb stehen.
Balsas biss sich auf die Lippen. „Aarroh! Dann bleib hier und gib uns Deckung, Traxas!“
Der verweichte Krieger nickte zwar, zeigte aber seine angespannte Angst seinem Befehlshaber nicht. Krampfhaft und mit Würde umklammerte Traxas sein Speer mit seiner rechten Hand und sah wie der Rest der Gruppe im dunkelgrünen Dickicht verschwand. Er blickte sich um. Da war es wieder, die grausigen Geräusche. Morsche Äste brachen entzwei und ein hämisches Lachen hallte durch den Wald. Der Schweiß kam ihm aus den Poren. Der stickige Geruch des Nebels stieg in seine Nase. Vor Angst um sein Leben trat er einen Fußtritt nach hinten, stolperte aber über eine wuchtige Baumwurzel. Unsanft fiel er ins das nasse Laub. „Scheiße!“, fluchte er und versuchte wieder aufzustehen. Als er wieder auf den Beinen war und losrennen wollte, fiel er abermals. Wieder fluchte er, diesmal lauter.
„Wenn haben wir denn da?“ Eine eiskalte Stimme erklang hinter seinem Rücken, die jedem eine feine Gänsehaut hervor rufen ließ.
Traxas wandte sich um, griff nach seinem Speer, welches vor ihm auf der Erde lag. Doch bevor seine Finger, das Holz greifen konnten, setzte jemand seinen Fuß darauf und hob es auf.
Das letzte was Traxas noch sehen konnte, war das vergraute Gesicht einer zornigen Frau. Keiner konnte ihren Anblick beschreiben, sie sah einfach zu entsetzlich aus. Aus ihrer Stirn sprossen vier in die Höhe ragende Hörner, die sich nach innen bogen. Aus ihren Backen quollen jeweils zwei tentakelförmige Gebilde, die nach den jungen Körper des Soldaten griffen. Traxas fing an zu schreien und versuchte sich krampfhaft zu wehren. Doch er hatte nicht die geringste Chance. Qualvoll wurde er von dem Monster, das alle Efalin nannten, erwürgt. 

*** 

Dolna, Balsas, der Magier und der zweite Soldat waren nur wenige Meter von Traxas entfernt, als sie seinen Aufschrei hörten und der Klang seines Schreies jämmerlich in der Dunkelheit verstummte.

„Oh nein.“ Balsas schreckte auf. „Sie ist hinter uns. Wir müssen uns beeilen, es ist nicht mehr weit. Wir haben es gleich geschafft.“
Die verzweifelte Königin nickte.
Der tiefe Wald wurde immer dichter und der Weg enger. Doch schon bald erblickten sie den Eingang einer versteinernden Höhle, der den zertrampelten Weg in die Breite quollen ließ. Die Rettung war in Sicht. Vor ihnen erstreckte sich das riesengroße Naturgebilde aus Stein, Moos und Wasser. Der Gayiaberg.
Völlig außer Atem hielten sie kurz im Inneren der Höhle an, während noch ein kleiner rotbäuchiger Vogel mit hinein flatterte. Balsas näherte sich seiner Königin, die behutsam ihr Kind in den Armen schaukeln ließ. Ohne lange zu überlegen erhob der Magier seinen Holzstab und sprach eine Zauberformel, um eine Barriere, die den Eingang der Höhle versiegeln sollte, zu errichten.
Als der Magier seine Formel zu Ende gesprochen hatte, kam der Magier zu Wort: „Meine Königin, es ist soweit. Tar’Hidra muss zur Erde geschickt werden. Dort soll sie in Ruhe aufwachsen und wenn die Zeit gekommen ist, zu uns zurück finden. Ich werde euch Rückendeckung geben und wenn nötig mein Leben lassen. Mehr kann ich für euch nicht tun, vergibt mir, meine Gebieterin.“
Dolna nickte abermals. „Ich danke dir, Magier. Du hast mir einen großen Dienst erwiesen.“
Balsas fasste seine Königin an ihren Arm. „Wir müssen weg, wir haben keine Zeit mehr.“
Als hätte der Krieger es gewusst. Ein lautes Grollen erbebte den riesigen Höhleneingang, Flammenfunken prallten an der Schutzmauer am Eingang auf den Boden außerhalb der Höhle und hinterließen kleine – aber dennoch starke Druckwellen –, die den Magier zu Boden fallen ließen.
Die Königin erhob den Kopf. „Ist sie das?“, fragte sie leise.
„Ja!“, flüsterte Balsas und wandte sich zu seinem zweiten Soldaten. „Schnell! Inuia, du bleibst hier und beschützt den Magier.“
Inuia antwortete mit einem unerschrockenen Laut. „Ja! Das werde ich.“
Er half dem alten Mann wieder auf die Beine und der Magier bedankte sich bei ihm. Dann wandte er sich zu der Frau mit dem Kind. „Jetzt macht schon, rettet das Kind! Wir haben nicht mehr viel Zeit, bis Efalin hier auftaucht. Tar’Hidra muss auf die Erde. Sonst ...“
Dolna ließ ihre Kutte auf den Boden nieder und nun erkannte man auch den Rest ihrer Kleidung. Auch sie war wie Balsas spärlich angezogen. Nur mit einer grün-gelblichen Rüstung, was sicherlich auf ihren Status als Königin hinweisen sollte.
Ihre Schultern waren durch starke Eisenpolstern geschützt. Ebenfalls ihre Unterarme und Oberbeine. Um ihren Hals war ein Gewand angebracht, das am Dekollete zusammengebunden war. Ihr Busen war jeweils spiralförmig gut gegen einen heftigen Angriff gesichert und ihre Stiefel gingen ihr bis zu den Knien.
Sie nickte dem Magier zu und zusammen mit Balsas rannte sie in die Tiefen der Höhle. Der Gang wurde schmaler, aber es reichte noch immer, um hindurch zukommen. Nach nur wenigen Metern endete der Gang und sie hatten ihr Ziel erreicht: Der Saal des Gayiasteins.
Beide blickten sich um. In der Mitte des runden Raumes stand ein abgesägter, geschliffener Baum, der den Beiden bist zur Brust gewachsen war. Und genau darauf war der Gayiastein platziert worden, im Griff gehalten von einer versteinernden Hand, die als Symbol für die Kraft des Gottes Shar’lak stand, der nach einer überlieferte Sage die Gayia auf diesen Planeten neu gebären ließ, da sie von den Menschen wegen ihrer Überlegenheit qualvoll gefoltert worden waren.
Der Stein war ungleichförmig von Natur aus geformt und leuchtete in einem hellen weißen Licht. Dolna und Balsas mussten sich die Hand vor den Augen halten, damit sie nicht geblendet wurden.
Dolna zeigte ihrem Elite-Soldaten, den verborgenen Schalter an dem Zeigefinger der versteinerten Hand. „Hier ist es. Der Schalter öffnet das Tor zwischen unserer Welt und der Erde.“
Balsas Hand streckte seine Hand nach dem Schalter, doch bevor er ihn betätigen konnte, zerrte ihn etwas Unsichtbares auf den eiskalten Steinboden der Höhle.
„Nein! Du kriegst meine Tochter nicht!“, schrie Dolna in den Raum, als wüsste sie, dass noch jemand anwesend war. Und sie hatte recht!
Neben dem am Boden kauernden Balsas, der sich bemühte, wieder auf die Beine zu kommen, bildete sich ein schleierhafter, weiß-grauer Nebel und nach und nach formte sich dieser ekelhaft riechende Dunst zu dem Gebilde eines Monster.
„Und ob ich deine Tochter bekomme!“, lachte das Monster, welches nun vollkommen sichtbar war mit einem erbitternden Hinterklang.
Efalins Anblick ließ Dolna das Gesicht verzerren. „Nein. Tar’Hidra ist mein Kind. Du wirst niemals ...“ Weiter kam sie nicht.
Das Ungetüm ließ ihre Tentakeln wachsen und versuchte nach dem Baby, welches nun anfing zu schreien und noch immer in den Armen der Königin befand, zu greifen. Dolna zerrte mit all ihrer Leibeskraft ihr Kind an sich, aber Efalin war stärker. Mit einer enormen Wucht riss sie sich das Baby zu sich. Doch da geschah etwas, was das Monster nicht erwartet hatte. Balsas holte mit einem enormen Elan sein kleines Schwert aus einen seiner Schwertscheide und zerschnitt Efalins Tenkaln entzwei. Tar’Hidra wurde durch die Luft gewirbelt und landete sanft in den Armen des mutigen Soldaten. Das Monster ließ einen fiependen Schrei von sich und leckte die blutigen Wunden mit ihrer schlangenförmigen Zunge. Dolna erkannte ihre Chance und betätigte den Schalter zu der fremden Welt namens Erde.
Aus den Fingern der versteinernden Hand glühten blaue Blitze auf und versammelten sich über den leuchtenden Gayiastein. Das Licht des Steines sog die blauen Blitze auf und mit einem gewaltigen Knall erschien ein rundes, spiralförmiges, blau-weißliches Portal in der Wand gegenüber dem Eingang des Raumes. Gegenstände, wie kleine Steine, wurden in den Strudel des Portals hineingerissen. Nichts hielt dem Sog stand, was nicht fest auf den Boden verankert war.
„Jetzt!“, schrie Dolna Balsas zu. „Geh und beschütze meine Tochter!“
Der Soldat drückte das Kind an sich und nickte der Königin zu. „Wir sehen uns wieder.“, sagte er zum Abschied. Dann sprang er in den Strudel hinein.
„Auf Wiedersehen, mein Kind!“, weinte Dolna und schloss das Portal, wie sie es geöffnet hatte, nur in umgekehrter Reihenfolge. Das Portal verschwand in der versteinerten Hand und Ruhe kehrte wieder im Saal ein.
Hinter ihr hörte sie noch immer das jammerhafte Jaulen von Efalin. „Das wirst du bereuen, du törichte Gans! Du wirst diese Höhle nicht lebend verlassen und deinen Freunden Gesellschaft leisten.“
Efalin streckte ihre Hände aus. Eine kleine Öffnung öffnete sich auf ihrem Handrücken, aus dem eine Säure hervor schnellte und Dolna an den Armen traf. Die Flüssigkeit zeigte jedoch keine Wirkung.
„Verschwinde, du Biest!“, schrie die Mutter, die gerade ihr Kind verloren hatte. Nun setzte die verzweifelte Frau zum Gegenangriff an, ballte ihre Fäuste zusammen und schickte einen von enormer Größe geformten Feuerball auf ihre Gegnerin.
Der Feuerball traf das Monster, doch es spürte keinen Schmerz. „Das kitzelt doch nur. Hast du nichts besseres auf Lager?“, lachte Efalin.
„Doch!“ Hinter dem Monster erklang eine alte, raue Stimme. Doch bevor Efalin sich umdrehen konnte, spürte sie, wie etwas ihren Kopf durchbohrte und stecken blieb. Der Speer eines gayianischen Kriegers. Dolna schaute auf. Was war das? Wer war das, fragte sie sich.
„Was zum …“, schrie Efalin auf und stockte. Ohne weitere Worte sackte sie leblos auf den kalten Boden. Blaues Blut floss aus der Stirn des toten Monsters in Sekundenschnelle.
„Wem verdanke ich meine Rettung?“, fragte Dolna in die Richtung, aus der der hölzerne Speer geflogen kam.
Der Schatten am Eingang des Saales vergrößerte sich und ein älterer Mann trat in den Lichtwall des Gaiyasteines.
„Du, Magier? Aber wie?“, wunderte sich Dolna und rannte auf den weisen Magier zu.
„Es ist vorbei, meine Königin, die Gefahr ist gebannt.“, tröstete der Magier.
„Ja.“, seufzte die Königin. „Es ist vorbei … und Tar’Hidra …“
Dolna kehrte zum Schalter zurück, doch der Magier hielt sie auf. „Nein, dein Volk braucht dich jetzt. Das Dorf muss wieder aufgebaut und die Wunden verarztet werden. Es gibt viel zu tun und ich werde dir dabei helfen. Das Kind wiederzuholen, hätte jetzt keinen Sinn. Sie hat noch eine andere Aufgabe zu erledigen. Balsas wird schon auf sie aufpassen. Er weiß was zu tun ist.“
Die Mutter des verlorenen Kindes wischte sich ihre Tränen aus den Augen. „Du hast recht, Magier, mein Volk braucht mich.“
Der Magier hielt Dolna fest und zusammen verließen sie den Saal des Gayiasteins, doch kurz vor dem Eingang schreckte Dolna auf. Da lag jemand, ein Toter. Flach zerknittert, jede Lebenskraft ausgesaugt. Es war der Leichnam von Inuia. Neben den Leichnam lag ein kleines Häufchen noch glühender Asche. Die Könign schaute zu dem Magier hinauf, schaute ihn an und wollte ihn etwas fragen, doch dieser ergriff ihre Hand und sagte: „Wir müssen hier raus. Ein ekliger Anblick, das ist nichts für die königlichen Augen, Hoheit.“
Dolna nickte, fing an zu gehen und blickte sich nicht einmal mehr um, bis Beide aus der finsteren Höhle waren.
„Wird sie wiederkommen?“, fragte Dolna, während sie auf halber Strecke zum Dorfhain waren.
„Ja!“, lächelte der alte Mann zurück. „Das wird sie.“
Mit etwas Siegesfreude lächelten sich beide an und marschierten zurück ins Dorf, wo schon bald ein großes Fest stattfand. Doch eine Frage blieb für Dolna offen. Wie hatte der Magier es geschafft, zu überleben?

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Hörbuch

Über den Autor

alaska1984
Ich bin ein sehr netter Kerl und habe schon in sehr jungen Jahren angefangen, Geschichten zu schreiben und finde immer wiedet tolle Ideen, die man zu Papier bringen kann.

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crystalclear Hi.

Der Anfang deines Buches hat mir sehr gefallen.
Schwungvoll geht es gleich zur Sache. Eine gut gelungene Einleitung zur Hauptgeschichte, denn ich denke die Hauptrolle wird Tar`Hidra sein!?

Einige Sachen sind mir aber aufgefallen:
1- Der alte Magier kommt mir nicht vor wie ein typischer alter Mann zu dem man aufblickt. Seine Wortwal ist sehr ... normal. Einen alten, mächtigen Magier stelle ich mir beim Reden etwas "Orakeliger" vor. Nimms mir nicht krumm... *g*

2- Wenn du bei einem neuen Absatz einen Abstand lassen würdes wäre der Übergang leichter.

3- Die Einleitung ist ein bisschen unstimmig.

Ein großes Lob für deine Namen in deiner Geschichte.
Ich finde alle cool!
Sehr Fantasiereich!

Ich freue mich schon sehr wenn deine Geschichte weiter geht.
Und ich würde mich freuen wenn du meinen Fantasie-Roman auch besuchen würdest um deinen Senf dazu zu geben. ;-)

LG
Crystalclear
Vor langer Zeit - Antworten
anteus Ich möchte Dir ehrlich sagen - dass Fantasy und Horror nicht unbedingt meine Lieblingslektüre ist.
Da ich aber, wenn es mir die Zeit erlaubt , gerne mal etwas von neuen Mitgliedern lese, bin ich auf Deiner Seite gestoßen und war verwundert wie gut Du diese Geschichte hier gestaltet hast.
Ich bin angenehm überrascht.
Mein Glückwunsch, denn ich bin der Meinung das Du Talent zum schreiben hast.

Ich würde Dir aber empfehlen so eine Geschichte in kleinen, einzelnen Fportsetzumgen zu veröffentlichen, denn die Länge könnte viele vom lesen abschrecken.

Nochmals:
Ich finde es ist Dir sonst sehr gelungen.
Liebe Grüße
Anteus
Vor langer Zeit - Antworten
Dragonlady einführung und prolog scheinen nicht ganz zusammenzupassen. ich wäre jedenfalls gerne bereit, weiterzulesen :D auch wenn die wortwahl manchmal nicht so ganz schlüssig ist...
Vor langer Zeit - Antworten
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