Romane & Erzählungen
Selbstannahme

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"Selbstannahme"
Veröffentlicht am 08. November 2010, 4 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Selbstannahme

Selbstannahme

Selbstannahme

Sich selbst annehmen.

Diese drei Worte gehen doch allzu leicht von der Feder. Ihre Umsetzung scheint sich jedoch als schwere Aufgabe für den Menschen zu erweisen. Sie erweist sich auch für mich als eine solche.

Ich kann meine Dämönen lediglich besiegen, indem ich aufhöre sie zu bekämpfen. Diejenigen, die ihre Dämonen zu erkennen vermögen, diese jedoch vehement bekämpfen werden genauso wenig obsiegen wie diejenigen, die ihre Augen vor ihnen verschließen, Erkenntnis unterdrücken, den leichten weg gehen und aus diesem Grunde glauben, bereits mit sich im reinen zu sein. Wir sind nicht rein. Ignoranz macht das Leben leichter, lässt aber im besten aller Fälle auf der Stelle treten.

Krieg gegen die eigenen Dämonen zu führen ist aussichtslos, da dieser ihnen erst ihre Bedeutung, ihre Macht verleiht.

Ähnlich verhält es sich auch mit einem vermeintlichen "Gegner" im Wortgefecht.Entweder ch nähre die Aggression des Aggressors durch bestimmte Reaktion auf seine Provokationen, oder......... ........ ich gehe darüber hinweg. Nicht indem ich ihn nicht höre. Ignoranz übe. Sondern, indem ich ihm, dem Gesagten, nur ein geringeres Gewicht zuspreche. Der Gegenangriff dient folgerichtig als die ergiebigste aller Energiequellen für die Aggression des Provokateurs, ist also die sinnfreieste aller Taktiken.

Was nun? Was tun? Verzweifeln? Dem Sog nachgeben? Nachsinnen? Grübeln? Proaktiv sein? Passiv sein? Proaktiv sein?! Passiv aktiv sein??!!!

Als Folge aus der Aussichtslosigkeit auf einen Sieg, wird es sich ergeben, dass wieder Unzufriedenheiten, Ängste,Umbehagen und Aufgewühltheit in mir zu brodeln beginnen. Ich werde diese gegen mich selbst und unwillkürlich ebenfalls gegen die Außenwelt richten, was in ein scheinbar unlösbares Dilemma mündet. Oftmals wird die Affektion anderer durch die eigene nach außen tretende Unzufriedenheit so start, dass zusätzlich zum Betreten des beschriebenen Teufelskreises, auch noch diese anderen Menschen es noch schwerer haben werden sich ihrer selbst anzunähern.

ergo?!

Die eigenen Dämonen erkennen wollen ist wohl de erste Schritt.

Immer wieder einige von ihnen in den schattigen Abgründen seiner selbst auszumachen der zweite.

Der Dritte wird dann dieser sein, ihnen ihre Macht zu nehmen, indem ich, so schwer es auch erscheinen mag, aufhöre sie zu bekämpfen, ich aber trotzdem nicht demgemäß handle wie sie es von mir verlangen.

Der Kampf wird obsolet werden. Sie werden obsolet werden.

.................................

Ruhe kehrt ein in meinem Innern. Mein Blick wird weiter und umfassender. Ich atme langsam und gleichmäßig und Zufriedenheit sowie der Geschmack der Weisheit klopfen an. Für eine Weile. Heute. Nur für eine Weile. Zeit steh still.

 

Copyright

@ Benjamin Kluszynski

13/11/2010

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