Gedichte
Der letzte Schritt

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"Der letzte Schritt"
Veröffentlicht am 08. November 2010, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

bin im Herzen fröhlich
Der letzte Schritt

Der letzte Schritt

Gebrochen,
du stehst vorm Altar.
Ein letzter Schritt,
nun erst wird klar,
allein bist du hier angekommen,
niemand hat dich mitgenommen.
Der Weg versperrt, mit einem Tisch,
darauf ein Kreuz, Symbolgemisch.
Die Frage ist dir eingegeben,
die Flucht nach hinten ungelegen.
Du fragst dich, was das alles soll,
hast ganz für dich die Nase voll.
Bist verschnupft bis an den Rand,
den Duft gemieden, der verband.
Gelaufen bist du bis ans Ende,
dass jener hier, das Schicksal wende.
Der Ort ist jene Himmelspforte,
aus der das Licht erscheint im Worte.
Zum Himmel auf, der nächste Schritt,
du gehst allein, niemand geht mit.
Der Schmerz der Trennung zehrt an dir,
der Pfad zu schmal, zum einig wir.
Selbst jener Schmerz wird abgewischt,
am Ort, das letzte Mahl getischt.
Das Brot gebrochen, der Wein geschenkt,
wird demutsvoll, das Herz gelenkt,
auf jenen Spalt der eng nur ist
und alles was zu viel bemisst.
So dass du nackt und ohne was,
im Himmel ankommst pudelnass,
dich dort zu freuen, wie dein Hund,
wenn du heimkommst, zu aller Stund.
Nun angekommen, bei dir zu Hause,
machst du eine Atempause,
schaust zurück, auf all die Lieben,
wärst so gerne da geblieben.
Doch der Preis, das ist dein Selbst,
so wie Gott dich hingestellt.
Nun erst bist du frei zum Lieben,
wie dir's allein ins Herz geschrieben.

Copyright © mozimi 2010/11

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mozimi Re: Einer der Texte ... -
Zitat: (Original von Gunda am 10.11.2010 - 19:00 Uhr) ... die man mehrmals liest, Uwe.
Ich gestehe: An Anfang dachte ich an eine Braut, die vor dem Altar "sitzengelassen" wurde :o))

Lieben Gruß
Gunda

Wow, Bingo!
das war genau die Einstiegsformel...
um dann mit sich allein bei sich da anzukommen und letztlich geläutert, geklärt, wahrhaft fähig zur Liebe zu werden...
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
Gunda Einer der Texte ... - ... die man mehrmals liest, Uwe.
Ich gestehe: An Anfang dachte ich an eine Braut, die vor dem Altar "sitzengelassen" wurde :o))

Lieben Gruß
Gunda
Vor langer Zeit - Antworten
mozimi Re: Re: Re: Vor dem haben wir alle Angst, -
Zitat: (Original von Tilly am 09.11.2010 - 21:13 Uhr)
Zitat: (Original von mozimi am 09.11.2010 - 21:10 Uhr)
Zitat: (Original von Tilly am 09.11.2010 - 18:45 Uhr) hilft Glaube da wirklich?

Ist für mich als immer schwewr zu verstehen.

thomas

Dank Dir Thomas,
Ganz zu sich selbst zu Kommen ist ganz von sich wegzukommen und ganz zu dem zu kommen, zu dem wer in der Lage ist, was sozusagen in ihn gelegt ist...noch bevor der soziale Code geprägt wurde...
Uwe


wer prägt mich denn... es sind doch meine eltern, mein umfeld... es kann doch nicht vorher passieren...

ja so ist es und wahrscheinlich
Vor langer Zeit - Antworten
Tilly Re: Re: Vor dem haben wir alle Angst, -
Zitat: (Original von mozimi am 09.11.2010 - 21:10 Uhr)
Zitat: (Original von Tilly am 09.11.2010 - 18:45 Uhr) hilft Glaube da wirklich?

Ist für mich als immer schwewr zu verstehen.

thomas

Dank Dir Thomas,
Ganz zu sich selbst zu Kommen ist ganz von sich wegzukommen und ganz zu dem zu kommen, zu dem wer in der Lage ist, was sozusagen in ihn gelegt ist...noch bevor der soziale Code geprägt wurde...
Uwe


wer prägt mich denn... es sind doch meine eltern, mein umfeld... es kann doch nicht vorher passieren...
Vor langer Zeit - Antworten
mozimi Re: Vor dem haben wir alle Angst, -
Zitat: (Original von Tilly am 09.11.2010 - 18:45 Uhr) hilft Glaube da wirklich?

Ist für mich als immer schwewr zu verstehen.

thomas

Dank Dir Thomas,
Ganz zu sich selbst zu Kommen ist ganz von sich wegzukommen und ganz zu dem zu kommen, zu dem wer in der Lage ist, was sozusagen in ihn gelegt ist...noch bevor der soziale Code geprägt wurde...
Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
Tilly Vor dem haben wir alle Angst, - hilft Glaube da wirklich?

Ist für mich als immer schwewr zu verstehen.

thomas
Vor langer Zeit - Antworten
mozimi Re: allein bist du nirgendwo -
Zitat: (Original von Magdalena am 09.11.2010 - 07:51 Uhr) das Licht in täglicher Wiederkehr beleuchtet immer jede Kreuzung wieder neu, an die du gelangst. Nur keine Angst das Leben ist im Hier und lieben ist Freiheit pur. Lass das ständige Abrechnen sein, denn das zerrt an allen Wertigkeiten. Stell dich dem Leben und sag: Hier bin ich!
Jede Kreuzung ist ein heiliger Ort an der eine Entscheidung getroffen wird- hoffentlich immer in liebevoller Annahme. Was wäre dann Vertrauen?
Dein Gedicht liest sich voller Schwermut und Traurigkeit - dabei ist Glauben und Vertrauen voller Fröhlichkeit.
Einen schönen Start in den neuen Tag LG Magdalena

Dank
Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
mozimi Re: eine inhaltstiefe Beschreibung -
Zitat: (Original von bienesskatepin am 09.11.2010 - 07:29 Uhr) das Sein fühlt sich vor Augen stehend vor dem Altar! Und fragt nicht oft "was das alles soll" - eine heute nicht selten zu hörende oder gedachte Frage!
Ein Zufluchtsort zum Kreuz auf dem Altar - es öffnet sich die Himmelspforte, wenn es doch nur so wäre, ein erster Schritt ist hier getan?! Ja der Weg ist so schmal - ich denke gerade an die Fußspuren im Sand, nur ein Paar Spuren sind zu sehen - das Sein wird getragen daher nur ein Paar Spuren und es hätte so gerne neben sich ein Paar weitere gesehen... -

Die Zeilen klingen beim mehrmaligen Lesen grade wie ein Botschaft aus einer Predigt - sehr schön, realistisch und auch traurig - jedoch Gott hat den Weg des Sein in der Hand!

Ein guten Morgen und Tag wünsch ich Dir
Beate

Dank
Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
Magdalena allein bist du nirgendwo - das Licht in täglicher Wiederkehr beleuchtet immer jede Kreuzung wieder neu, an die du gelangst. Nur keine Angst das Leben ist im Hier und lieben ist Freiheit pur. Lass das ständige Abrechnen sein, denn das zerrt an allen Wertigkeiten. Stell dich dem Leben und sag: Hier bin ich!
Jede Kreuzung ist ein heiliger Ort an der eine Entscheidung getroffen wird- hoffentlich immer in liebevoller Annahme. Was wäre dann Vertrauen?
Dein Gedicht liest sich voller Schwermut und Traurigkeit - dabei ist Glauben und Vertrauen voller Fröhlichkeit.
Einen schönen Start in den neuen Tag LG Magdalena
Vor langer Zeit - Antworten
bienesskatepin eine inhaltstiefe Beschreibung - das Sein fühlt sich vor Augen stehend vor dem Altar! Und fragt nicht oft "was das alles soll" - eine heute nicht selten zu hörende oder gedachte Frage!
Ein Zufluchtsort zum Kreuz auf dem Altar - es öffnet sich die Himmelspforte, wenn es doch nur so wäre, ein erster Schritt ist hier getan?! Ja der Weg ist so schmal - ich denke gerade an die Fußspuren im Sand, nur ein Paar Spuren sind zu sehen - das Sein wird getragen daher nur ein Paar Spuren und es hätte so gerne neben sich ein Paar weitere gesehen... -

Die Zeilen klingen beim mehrmaligen Lesen grade wie ein Botschaft aus einer Predigt - sehr schön, realistisch und auch traurig - jedoch Gott hat den Weg des Sein in der Hand!

Ein guten Morgen und Tag wünsch ich Dir
Beate
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