Einst sagte jemand zu mir
Ich sei wie ein kleines Kind
Das mit einem großen Teddybär dasteht
In einem rosaroten Nachthemd
Und das nicht einschlafen kann
Weil es zu viel nachdenkt
Über das Leben und die Welt
Und über zu viele Dinge,
Die es eigentlich noch nicht versteht
Für die es viel zu jung ist
Doch dem Kind reicht es nicht,
Märchen zu hören,
In denen immer alle glücklich sind
Weil es wissen will, was dahintersteckt
Warum so viele Dinge passieren,
Die nicht zusammenpassen
Warum so viel geschieht
Was nicht geschehen soll
Warum sich Menschen hassen
Die sich einst liebten
Das Kind wird immer unglücklicher,
Denn es hat so viele Fragen
Auf die niemand eine Antwort weiß
Und wenn es eine gäbe
Dann würde man dem Kind eine Lüge erzählen
Denn das Kind soll denken, dass die Welt
Voller Blumen ist
Und voll von bunten Schmetterlingen
Und netten Menschen
Die einander lieb haben
Und sich an den Händen halten
Doch später sieht das Kind,
Dass das alles nicht wahr ist
Dass sich niemand an den Händen hält
Nicht mal an der eigenen
Dass so viele Menschen böse sind
Und plötzlich wünscht sich das Kind,
Das früher immer groß sein wollte,
Wieder klein zu sein
Und nachts einzuschlafen
Mit dem Teddybären im Arm
Und dem Märchenbuch unterm Kopfkissen.