Beschreibung
Dieser Text ist im Rahmen des Unterrichts entstanden. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass er sehr kurz ist und einige Fehler aufweisen könnte. Es ist bisher meine erste Kurzgeschichte. Leider neige ich dazu meine Sätze zu verschachteln und mein Stil ist auch eher altmodisch gehalten, da wir den Stil einiger älterer deutscher Autroren imitieren und dabei aktuellere Ereignisse in unsere Texte einfließen lassen sollten.
Dabei beschreibe ich einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben eines Reisenden, der die Stadt Paris erkundtet
La grande ville
Bekanntlich führen alle Straßen nach Paris . Diese Aussage könnte so auch für mich ausgelegt werden, da ich mich seit jeher danach sehnte, ja mich sogar regelrecht verzehrte, eine Reise gen Westen anzutreten und mich von meinem nahezu unstillbaren Fernweh treiben zu lassen. Seit geraumer Zeit schon geisterten abenteuerliche und träumerische Vorstellungen in meinem Kopf herum und ließen die Reise vor meinem inneren Auge ablaufen. Doch nun, da ich mit beiden Beinen auf dem mit schweren Steinen gepflasterten Boden von Paris stehe, erlebe ich Dinge, die ich mir nicht einmal in meinen kühnsten Träumen vorzustellen vermochte. Und lasst mich nun von purer Euphorie getränkten Vorstellung des vertrauten Fremden, fortfahren und euch ebenfalls anstecken, mit dem unheilbaren Fernweh eines Reisenden.
Ich ließ mich von ebenjener Begierde leiten und schlenderte ziellos durch die endlos und eng verzweigten Gassen von Paris. Ich betrat das Künstlerviertel Montmarte, wo sich bereits emsige Künstler an die Arbeit machten Gemälde oder vielmehr kunstvolle Abbildungen ihrer zahlenden Kundschaft anzufertigen. Ein Künstler versuchte gedankenversunken eine junge in tiefem Schwarz gekleidete junge Frau, von der man nur das rhythmische Klackern ihrer Designerschuhe auf dem Bürgersteig vernehmen konnte, auf seiner Leinwand festzuhalten.
Von diesen Szenen zwar tief ergriffen, setzte ich meine Reise fort, betrachtete staunend die kulturelle Schönheit, die sich meinem Auge darbot und setzte alles daran, mir die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Paris' genau einzuprägen, auf dass ich im Fall der Heimkehr stets ein möglichst genaues Bild der Hauptstadt Frankreichs in meinem Herzen tragen werde.
L'Arc de Triomphe, der Eiffelturm, diese mächtige Eisenkonstruktion und schließlich der Louvre mit seiner, von gaffenden Touristen umgebene Joconde, stellten weitere Etappen meiner kleinen Tour de Paris dar. Erschöpft von dieser Wanderung durch die überfüllten Straßen von Paris, beschloss ich ein kleines Café an einer Straßenecke aufzusuchen, das eine warme, heimelige Atmosphäre ausstrahlte. An ihrem Café au lait nippenden Touristen beobachtend, kreuzten sich meine Blicke erneut mit dieser mysteriösen, in Schwarz verhüllten Frau.
Diesmal jedoch gaben ihre Schuhe keine klackernden Geräusche von sich, sondern standen stillschweigend mitten auf dem Pariser Bürgersteig, unweit von mir entfernt.
Die junge Frau mit den markanten Schuhen unterhielt sich angeregt mit anderen Frauen, die sich ebenfalls sehr merkwürdig zu kleiden pflegten. Einige von ihnen hielten energisch rot bemalt e Schilder in die Höhe. Leider konnte ich das Geschriebene nicht entziffern, da dafür die Entfernung zwischen uns doch zu groß war. Schließlich begann sich die Meute zu bewegen. Zielstrebig schritt sie in Richtung Westen, bis sie aus meinem Blickfeld völlig verschwunden war. An der Spitze die Frau mit den Designerschuhen.
Diese Szene hatte meine Neugier geweckt. Ich wollte den dunklen Gestalten unbedingt folgen. Allerdings wollte ich Paris nicht verlassen ohne wenigstens Notre-Dame-de Paris mit ihren furchterregenden Wasserspeiern, welche bereits vom großen Hugo eingehend beschrieben wurden, besichtigt zu haben.
Nachdem ich alle meine Ziele und Anforderungen an die Reise verwirklicht hatte, beschloss ich mich an einem großen Platz niederzulassen, um erneut eine kleine Verschnaufpause einzulegen.
Nach einiger Zeit erblickte ich in der Ferne lauter dunkel gekleideter Menschen, die sich schnellen Schrittes auf mich zu bewegten.
Sie kamen näher. Stechend rote Schilder wurden empört empor gehalten.
Tiefschwarze Umhänge umhüllten Gesicht, Arme und Beine nahezu gänzlich.
Sie beschleunigten ihre Schritte. Dumpfe, wutentbrannte Schreie wurden aus verhüllten Mündern ausgestoßen.
An der Spitze eine Frau mit klackernden Stöckelschuhen. Klack, klack, klack
Eine immer größer werdende Menschenmenge versammelte sich, um dem Geschehen zu folgen.
Klack, klack, klack
Die schwarze Meute ebnete sich unaufhaltsam ihren Weg in dem Getümmel.
Klack, klack, klack
Schließlich war sie nur einige Meter von mir entfernt. Wütende Schreie und aufgebrachter Singsang erfüllten den Raum.
Klack, klack, klack
Gebannt starrte ich auf die leuchtend roten Schilder.
Klack, Klack, Klack
Une loi pour interdire la burqua - France, le pays de l' islamophobes
Ein Gesetz, um das Verbot der Burka durchzusetzen- Frankreich, das Land der Islamophoben.