Reinigendes Sommergewitter
Ich lieg im Bett, noch ungeduscht,
spüre mich, wie nicht ganz Sauber.
Durch offne Fenster Augen huscht,
ein Leuchten, wie ein ferner Zauber.
Bin müde und mir selbst verschlossen,
da grollt es schon im Nahen Reich.
Was dürstet wird uns nun gegossen,
Spring aus der Falle, dusch sogleich.
Gewitter reinigt uns die Seelen,
auch wenn es äußerlich erscheint.
Wen dürstet, kann davon erzählen,
wie frei der Himmel sich uns weint.
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