Fantasy & Horror
Guten Kaffee haben sie dort.

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"Guten Kaffee haben sie dort."
Veröffentlicht am 11. Juli 2010, 38 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man ...
Guten Kaffee haben sie dort.

Guten Kaffee haben sie dort.

Beschreibung

Irgendwie eine Zusammenfassung diverser Ereignisse und Unterhaltungen der jüngsten Zeit. Warum dabei jedes Mal so etwas herauskommt, weiß wohl nur die Musegöttin in meinem Kopf... (Cover: © Günter Havlena / pixelio.de; www.pixelio.de)

Besuch im Tripple Eye

»Warum rennst du denn so?«, rief er ihr zu und hechelte dabei wie ein erschöpfter Straßenköter. Schweißperlen rannen ihm von der Stirn, die er immer wieder eilig hinfortwischte. Eigentlich konnte er noch immer nicht ganz begreifen, dass er sich tatsächlich ein Mädchen wie Christine als Date geangelt hatte. Nun gut, er hatte in seinen Mails immer schon etwas dick aufgetragen, mehr aus sich selbst gemacht, als er wohl eigentlich war. Aber war das denn verboten? Letzten Endes war er schließlich doch nur ein Typ wie jeder andere auch. Ein junger Mann eben und, nun ja, im Gegensatz zu Worten lügen Bilder eher selten, er hatte doch einige Kilos zu viel auf den Hüften. Aber online schien das egal zu sein, denn Sven kam oft mit netten Mädels ins Gespräch. Charme hätte er ja, versicherten sie ihm ziemlich regelmäßig, so als wären sie ihm längst verfallen. Doch leider blieb es dann aber auch meistens beim gegenseitigen Checken des Posteingangs. Nur bei Christine war es anders gewesen. Sie hatte nach einigen Mailwechseln förmlich darauf bestanden, dass Sven sie traf. Es war, als hätte sie sich vom Stand weg in ihn verliebt. Und eigentlich war Sven in solchen Fällen vorsichtig, versteckte sich hinter der vermeintlichen Traumfrau doch allzu oft eine Mogelpackung oder, Gott bewahre, sogar ein verdammter Kerl, der sich einen bitteren Scherz erlaubte.

»Lauf ich dir zu schnell?«, fragte Christine mit ihrer zuckersüßen Stimme und drehte sich zu Sven um, um ihm einen verblüfften Blick zuzuwerfen. »Tut mir leid, ist nicht Absicht. Ich hab wohl einfach einen schnellen Gang.« Sie lächelte und wie sie lächelte! Sven packte das Gefühl, er müsste dahinschmelzen wie Eiscreme in der Sonne. Und eine Sonne, das war sie, und was für eine. Selbst wenn sie mit ihren schnellen Schritten vorausging und er nur ihr wippendes blondes Haar vor sich sah, schlug ihm das Herz bis zum Hals. Und dann hatte sie auch noch ausgerechnet das famose Punktekleid angezogen, das sie bereits auf dem Profilfoto getragen hatte.

»Nein, schon gut. Ich- ich kann auch ein wenig schneller laufen«, stammelte Sven. Natürlich konnte er schneller laufen, aber bei seinen zwanzig Kilo Übergewicht würde er dabei ziemlich sicher aussehen wie ein gut genährtes Schweinchen. Nicht eben so, wie er einem Mädchen gegenüber erscheinen wollte. »Oder wenn du vielleicht ein klein wenig...«

»Schon gut, kein Problem«, sagte Christine und kicherte. »Wir können gern auch schlendern. Ist ohnehin nicht mehr weit bis zum Tripple Eye.« Das Tripple Eye, dieses ominöse Café, das Christine vorgeschlagen hatte und von dem Sven noch nie zuvor etwas gehört hatte. Wie konnte das sein, hatte er sich gefragt, schließlich lebte er bereits sein ganzes verdammtes Leben lang in dieser Stadt. Fünfundzwanzig Jahre waren gewiss keine Ewigkeit, doch waren das genug Lenze, um die Stadt in- und auswendig zu kennen. Oder doch nicht? Guten Kaffee haben sie dort, hatte Christine gesagt, und wie hätte er das anzweifeln können, wo doch diese Wucht von einem Mädchen mit ihm ausgehen wollte, ohne dass er den ersten Schritt getan hatte. Sollte sie nur machen. So wie sie aussah, war das hier sowieso ein völlig aussichtsloses Unterfangen. Letzten Endes würde er von Glück reden können, wenn sie es einen ganzen Abend lang mit ihm aushielt und ihm am Ende sagte, dass sie ihn nett fände.

Sven sah sich ein wenig um. Die Häuser hier kamen ihm überhaupt nicht mehr bekannt vor. Er war so damit beschäftigt gewesen, Christine mit seinen Augen zu fixieren - und auch auszuziehen -, dass er völlig vergessen hatte, darauf zu achten, wo sie ihn entlangführte. »Sag mal, was ist das hier überhaupt für eine Straße?«, fragte er. Die alten Fachwerkhäuser passten in die Altstadt, ja. Aber die Altstadt befand sich am anderen Ende der Stadt. Hier hätte er vielleicht einige schlichte Wohnhäuser mit glattem Putz und Graffitis an den Fassaden erwartet. Aber doch keine enge Gasse mit hochaufragenden Fachwerkhäusern, die so dicht an dicht standen, dass sie sich auf Christine und ihn herabzubeugen schienen. Ein Bild, das Sven ein wenig beunruhigte, ganz abgesehen, dass ihm das alles so fürchterlich fremd erschien. Doch seine Skepsis wollte er sich vor diesem fantastischen Mädchen natürlich nicht anmerken lassen. Angst und Zweifel waren was für Weicheier. Er mochte ein fetter Kerl sein, der beim Mailen eine zu große Klappe hatte, aber gewiss war er kein Feigling.

»Wie? Warst du hier wirklich noch nie?«, fragte Christine. Der verblüffte Ton in ihrer Stimme kam Sven ein wenig gespielt vor, aber war ein solches Spontandate nicht ohnehin genau das? Ein Spiel? Letzten Endes würde nur zählen, welchen Gewinn er mit nach Hause nehmen durfte. Und wenn es nötig sein würde zu zocken, um den Hauptgewinn im Punktekleid abzustauben, Scheiße noch mal, dann würde er zocken, wie er noch nie gezockt hatte - auch wenn die Gewinnchancen verschwindend gering sein mochten.

»Nein, also die Gegend ist mir völlig neu. Ich meine, ich wohne schon mein ganzes Leben hier und-« Plötzlich brach er mitten im Satz ab. Etwas an der Art, wie Christine ihn anschaute, war nicht in Ordnung. Zuerst dachte er, es wäre die Art wie sie zu ihm aufblickte, die vielleicht ebenso gespielt war wie der Tonfall in ihrer Stimme. Das wäre nicht verwunderlich gewesen, denn was würde ein Mädchen wie sie schon mit einem Kerl wie ihm anfangen wollen, wenn es nicht Katz und Maus spielen war? Er war die Maus, sie die Katze, ganz klar. Doch dann fielen ihm ihre blauen Augen auf. Sie hatte blaue Augen auf dem Bild gehabt, oder etwa nicht? Und nun waren sie grün. Er hatte sich in diese wunderbaren blauen Augen verguckt, die so blau wie ein strahlender Himmel gewirkt hatten. Und nun waren sie smaragdgrün. Oder hatte er sich tatsächlich so sehr geirrt?

»Alles in Ordnung?«, fragte Christine.

»Ähm, ja. Also, hm, nein. Ich- ich frage mich gerade, ob du zufällig Kontaktlinsen trägst.«

Christine kicherte. »Was ist denn das für eine Frage? Nein, ich trage keine. Ich hab wahre Adleraugen.« Sie riss ihre Augen weit auf und warf ihm einen irren Blick zu. Eindeutig grün, dachte er.

»Na ja, dumme Frage, ich weiß«, murmelte Sven und räusperte sich. Gott, war er  so nervös? »Ich hätte nur schwören können, du hättest blaue Augen auf dem Foto gehabt.«

Christine klopfte ihm auf die Schulter und sagte: »Da wirst du dich wohl verguckt haben, Dummerchen. Vielleicht verguckt in mich?« Sie kicherte, blinzelte verspielt und ging weiter. »Kommst du?«, rief sie Sven zu, der wie angewurzelt stehen geblieben war.

»Siehst du? Da hinten, das alte Café mit dem gelben Schild über der Tür, das ist das Tripple Eye«, sagte Christine.

»Seltsam«, murmelte Sven vor sich hin und blickte sich wieder um. Von der Dachspitze eines der Fachwerkhäuser schauten zwei Nebelkrähen zu ihm herab. So wie sie ihre Köpfe nach ihm drehten, schienen sie ihn förmlich zu beobachten. Und wie groß sie waren! Raben waren groß, das wusste Sven. Aber Nebelkrähen? Obwohl sie ein gutes Stück über ihm hockten, schienen sie geradezu riesig zu sein. Und ihr Gefieder wirkte selbst von hier unten schmierig, so als hätten die Vögel ein Ölbad genommen. Eine der Krähen krächzte plötzlich, so als wollte sie fragen, was es da unten denn so dumm zu gucken gab. Das Geräusch erschreckte Sven, und erst jetzt fiel ihm auf, wie leergefegt die Straße war. Es waren überhaupt keine Menschen unterwegs - an einem Nachmittag. Tripple Eye, dachte er. Wo, zum Teufel, waren sie abgebogen? Er müsste diese verdammte Straße doch kennen.

»Du, sag mal, woher kennst du dieses Café da?«, fragte Sven. Christine drehte sich verwundert zu ihm um, so als hätte sie die Frage nicht verstanden. Dann legte sie ihr bezauberndes Lächeln auf, das jedes Mal wie einstudiert wirkte. Wenig spontan aber doch unwiderstehlich schön. Dieses Lächeln, aus dem die smaragdgrünen (?) Augen wie kleine Sonnen strahlten.

»Das ist ein Geheimtipp unter Studenten«, sagte Christine. »Solltest du mal mit jemand anderem ausgehen, kannst du damit angeben, was für tolle Orte du kennst.«

Sven zwang sich ein Schmunzeln ab. »Ja, das könnte ich wohl. Mich wundert nur, dass ich den Laden auch im Internet nicht gefunden habe. Ich meine, selbst Google Maps-«

»Ge-heim-tipp«, sagte Christine und legte ihm einen Finger auf den Mund, um ihm das Wort abzuschneiden. Wieder strahlte sie ihn an, und nun wollte er auch schon gar nichts mehr sagen. Wie schön sie war! Noch immer kam es Sven irgendwie surreal vor, dass sie ausgerechnet mit ihm ausgehen wollte. Ein Mädchen wie sie bekam doch sicher tausende Anfragen. Anfragen von echten Kerlen. Von Muskelmännern und verwegenen Charmeuren, denen die Mädels reihenweise verfallen. Und weil sein Verstand nicht aufhörte, nachzubohren und die Frage zu stellen, weshalb sie ausgerechnet ihn ausgewählt hatte, überkam es ihn: »Sag mal, warum gehst du eigentlich gerade mit mir aus?« In diesem Moment bereute er auch schon wieder, was ihm da herausgerutscht war. Oh Gott, am liebsten wäre er sofort im Boden versunken. Regel Nummer eins: Vergiss nie, du bist ein Mann von Wert! Hinterfrage deinen verdammten Wert nicht! Wo hatte er das noch mal gelesen? Scheißegal, er hatte es so oder so versaut.

»Dummerchen«, sagte Christine abermals. Wieder kicherte sie. »Stell mir deine Fragen, wenn wir drinnen sind, ja? Da ist es gemütlicher.«

»Okay. Dann bin ich ja mal gespannt. Und auch darauf, ob der Kaffee so gut ist, wie du sagst.«

»Du wirst dich wundern, wie gut er ist«, sagte Christine und blinzelte ihm verschmitzt zu. Dann traten sie ein. Sven hielt ihr die Tür offen und sah noch einmal nach draußen, als Christine schon im Tripple Eye verschwunden war. Nebelkrähen! Auf den anderen Dächern hockten sie nun ebenfalls und schienen ihn von oben herab anzuglotzen. Das Bild erinnerte Sven ein wenig an Hitchcocks »Die Vögel«. Von hier unten sahen diese Viecher aus, als wären sie so groß wie Schäferhunde. Sven vermutete eine optische Täuschung, als eine von ihnen auf der alten und engen Pflasterstraße landete. Nein, diese Biester waren tatsächlich verdammt groß. Sven konnte noch sehen, wie die Krähe zum Bordstein hinüberstakste und mit ihrem langen Schnabel etwas aus dem Rinnstein zog, das aussah wie ein großes Stück Fleisch, das jemand dort hineingestopft haben musste. Ein beunruhigendes Bild, wie Sven fand, und so schloss er die schwere Holztür hinter sich. Ein Stück Fleisch? Das hatte ausgesehen wie die Hand eines Menschen, dachte er, schob den unsinnigen Gedanken aber sofort beiseite. Schließlich hatte er hier ein Date mit Miss Wonderful Deluxe höchstpersönlich, nicht wahr? Und so wie sie ihn nun schon viele Male angestrahlt hatte, standen seine Chancen vermutlich gar nicht mal so schlecht. Jetzt bloß nicht wieder dumme Fragen stellen!

Der Innenraum des Tripple Eye wirkte fast wie ein Irish Pub: Die dunklen Tische standen auf alten Holzdielen, die laut knarzten, wenn man auf sie trat. Auch die alten Stühle mit ihrer dunklen Polsterung wirkten eher wie Antiquitäten. Hinter dem großen Tresen stand ein Rausschmeißertyp von einem Barkeeper, der ein Glas abtrocknete. In seinem Gesicht trug er einen riesigen grauen Schnauzbart. Tatsächlich waren sogar andere Gäste anwesend. An einem der Tische am Fenster saßen zwei alte Männer, die Schach spielten und dabei mit kratzigen Stimmen über irgendetwas diskutierten, das Sven nicht verstehen konnte. An der Bar saßen zwei junge Mädchen auf Hockern, die hin und wieder mit dem gewaltigen Barkeeper redeten. Wenn er ihnen antwortete, kicherten die beiden, als hätte es ein gemeinsames Zeichen dafür gegeben.

»Das ist also dein Geheimtipp?«, fragte Sven und bemühte sich, nicht allzu viel Wertung in seine Stimme zu legen. Christine schmunzelte, sagte jedoch nichts, so als hätte er lediglich eine rhetorische Frage gestellt. Sven mochte Irish Pubs mit ihren meist niedrigen Decken und der verrauchten Atmosphäre, mit dem fantastischen Bier und den wunderbaren irischen Volksliedern, die meistens im Hintergrund liefen. Aber das hier war kein Irish Pub. Dieses Tripple Eye wirkte eher wie die billige Imitation eines Pubs. Wie der Versuch, als wollte man diesen Laden etwas sein lassen, das er nicht war. Oder als wollte man hier etwas verbergen. Ob unter den Dielen wohl Leichen liegen, fragte Sven sich und musste sofort wieder an die Krähe denken, die ein Stück Fleisch (eine Hand) aus dem Rinnstein gefischt hatte. Er fühlte sich hier absolut nicht wohl, oh nein. Aber dagegen konnte er jetzt nichts mehr tun. Er würde versuchen, eine nette Unterhaltung zu führen und den Abend irgendwie mit Stil über die Bühne zu bringen. Aber das Spiel gewinnen? Nun, in diesem seltsamen Laden wohl eher nicht.

»Wo sollen wir sitzen?«, fragte Sven und sah sich um. Viele der Tische waren frei, und die anwesenden Gäste saßen doch sehr verteilt. »Ich sitze ganz gern da vorne«, sagte Christine und zeigte zu einem kleinen Tisch mit zwei Stühlen, der weiter hinten der Wand, links von der Eingangstür stand. Oberhalb des kleinen Tischleins hing ein Bild, das offensichtlich ein altes Foto des Tripple Eye zeigte. Auf dem Tisch brannte bereits eine Kerze, so als wären sie längst erwartet worden.

»Möchtest du eigentlich etwas essen?«, fragte Christine, als sie gegenüber von Sven Platz genommen hatte, und tippte auf die Karte, die bereits in der Mitte des Tisches lag und nicht erst gebracht werden musste. »Das Steak kann ich empfehlen. Ist aber eher was für den großen Hunger.« Für den großen Hunger, wiederholte Sven in Gedanken. Ob sie das wohl gesagt hatte, um auf seine Körperfülle anzuspielen? Frauen spielten immer, oder? Selbst die, die so freundlich lächelten. Nein, seine Erfahrung sagte ihm eigentlich sogar, dass die freundlichen von allen die schlimmsten waren. Doch hatte er sich nicht vorgenommen, mit einer positiven Grundeinstellung an die ganze Sache heranzugehen?

»Hmm, später vielleicht. Aber dann nur einen Salat, denk ich«, antwortete Sven. Er hasste Salat, fand aber, dass er immerhin recht souverän geklungen hatte. Wenn er so durchhielt, dann-

»Was darf ich Ihnen beiden zu trinken bringen?«, fragte die Kellnerin, die so plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht zu sein schien und nun neben dem Tisch stand, dass Sven beinahe geschrien hätte.

»Einen Latte macchiato für mich«, sagte Christine. »Und was willst du?« Sie sah Sven durch ihre smaragdgrünen Augen an. Verdammt, sie waren ganz sicher blau gewesen!

»Ähm, für- für mich, ähm, einen einfachen Kaffee mit Milch. Ähm, ohne Zucker.«

»Darf‘s auch schon etwas zu essen sein?«, fragte die Kellnerin weiter und ignorierte Svens Unsicherheit. Sven stellte fest, wie wunderschön auch sie war. Sie war wahrscheinlich ein gutes Stück älter als Christine, aber die Jahre hatten ihr eher geschmeichelt als geschadet. Ja, manchmal kam auch das vor. Das dunkle, glatte Haar hatte sie zu einem strengen Zopf zusammengebunden, so dass ihre fast schon wie gemalt wirkenden Gesichtszüge noch besser zur Geltung kamen.

»Nein, danke. Vielleicht später«, sagte Sven. Christine schüttelte nur höflich aber bestimmt den Kopf.

Eilig notierte die Kellnerin alles auf ihrem kleinen Block und nickte noch einmal. »Kommt sofort«, sagte sie und setzte ein breites Grinsen auf, das Sven zusammenzucken ließ. Ihre Zähne, oder was auch immer sie da in ihrem Mund hatte, waren fast schwarz. So, als wären sie bereits seit vielen Jahren völlig verfault.

»Die Karte können Sie aber gern hier lassen. Ich werde sicherlich später noch etwas essen«, sagte Christine, die offensichtlich nichts Seltsames an der Kellnerin fand und warf ihr ein charmantes Lächeln zu. Die Kellnerin lächelte zurück, und von ihren schwarzen Zähnen war nichts mehr zu sehen. Stattdessen Zähne in perfektem Weiß. Sven schüttelte den Kopf, versuchte, sich zu entspannen. Donnerwetter, war er wirklich so aufgeregt? Nun, eigentlich ja auch kein Wunder: Zwei Sportwagen von Frauen auf einem Haufen! Wäre die Atmosphäre in diesem Laden nicht so bedrückend gewesen, so wäre Sven in diesem Augenblick wahrscheinlich der glücklichste Mensch auf Erden gewesen. So jedoch, musste er sich wohl mit Platz zwei oder drei begnügen. Besser als nichts und besser als alles, was ihm bisher widerfahren war, dachte er, und versuchte, nicht mehr an das zu denken, was er gesehen hatte. Wahrscheinlich war es einfach dieses seltsame Café, das ihn so verrückt machte. Oder die Verwunderung darüber, dass weder diesen Laden noch die Straße kannte.

Die Kellnerin hatte sich entfernt, und nun war er mit ihr allein. Mit Christine. Diesem wunderbaren Mädchen, das in dem schwarz-weißen Punktekleid vor ihm saß und ihm ein wunderbares Lächeln zuwarf. Im Hintergrund lief leise Klaviermusik.

»Und, gefällt‘s dir hier?«, fragte Christine und ließ die Augen einmal durch den Raum kreisen. »Ich bin oft hier. Man könnte sagen, ich habe mich in diesen Laden sozusagen verliebt. In den Kaffee. Und auch in das Essen.« Sie kicherte, als hätte sie einen Witz gemacht.

»Ich weiß nicht so recht«, sagte Sven und beschloss spontan, einfach zu lügen. Sie hatte das Café ausgesucht, und er wollte ihr nicht vor den Kopf stoßen. »Nun, ich denke schon, dass es mir gefällt, ja. Muss mich nur daran gewöhnen, dass-« Er zögerte.

»Dass?«

»Na ja, dass hier alles aussieht, als wäre das ein Pub. Aber eigentlich ist‘s ja ein Café. Ich meine, da läuft diese komische Musik und-«

»Die ist öde, oder?«, fiel ihm Christine ins Wort und grinste. »Ich kann hingehen und fragen, ob sie für uns was anderes spielen. Was möchtest du denn gern hören?«

»Die ist mehr als öde. Aber lass gut sein. Vielleicht mögen die anderen Leute hier ja die Musik.«

»Wie du meinst«, sagte Christine und zuckte mit den Schultern. »Was hörst du denn sonst so?«

»Ach, alles mögliche«, sagte Sven und winkte unbewusst ab. Eigentlich war es ihm egal, was er hörte. Tatsächlich interessierte Musik ihn nicht sonderlich. Früher hatte er zusammen mit seinem Vater ganz gern dessen Ramones-Platten gehört. Aber das wohl auch nur, um seinem alten Herrn zu gefallen. Eigentlich hatte er selbst nie Gefallen an diesem Geschraddel finden können. »Was hörst du denn gern?« Nicht, dass es ihn interessiert wirklich hätte, ob sie nun die die Charts rauf- und runterhörte oder auf Volksmusik abfuhr, doch er fand es irgendwie höflich, die Gegenfrage zu stellen.

»Ich? Nun ja, Hauptsache, es rockt, würde ich sagen.«

»Du und Rockmusik?« Jetzt musste Sven grinsen, erntete für die Frage jedoch einen beleidigten Blick, der ihm das Grinsen augenblicklich vergehen ließ. »Tschuldigung«, sagte er und blickte auf den Tisch.

»Hier einmal der Kaffee und der Latte macchiato«, sagte die Kellnerin, die schon wieder wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Himmel, wie machte sie das, dachte Sven, der ebenso wieder vor Schreck zusammengezuckt war.

»Vielen Dank«, sagte Christine im liebenswürdigen Tonfall. »Gern«, erwiderte die Kellnerin und grinste. Wieder dieses Lächeln! Wieder diese schwarzen- oder doch nicht? Nein, ihre Zähne waren strahlend weiß, stellte Sven fest. Er rieb sich über die Augen.

»Müde?«, fragte Christine.

»Bitte was?«

»Ob du müde bist. Ich meine, es ist zwar helllichter Tag, aber du reibst dir über die Augen, als wäre der Sandmann bereits da gewesen.«

»Ach so, nein. Hm, schon gut. Ich- ich denke, ich bin ein wenig aufgeregt.«

Dann entstand ein kurzes Schweigen. Sven hätte gern etwas gesagt, hätte Christine gern ein Kompliment gemacht, etwas lustiges erzählt, doch ihm fiel spontan nichts ein. Verdammt, er war eben sowieso nicht Mister Smalltalk. So nutzte er den Moment, um an seinem Kaffee zu nippen. Und wow, sie hatte Recht gehabt! Das hier war wirklich unheimlich guter Kaffee. Er hatte einen etwas eigentümlichen Beigeschmack - wahrscheinlich ein Geheimrezept - aber das Gesamterlebnis war über jeden Zweifel erhaben.

»Schmeckt er dir?«, fragte Christine nach, die in ihrem Latte macchiato herumrührte.

»Oh ja, und wie!«

»Schön.« Christine nahm einen Schluck, stellte das Glas wieder ab und schaute Sven an. Dann schmuggelte sich ein Grinsen in ihr Gesicht. »Du wolltest mich vorhin etwas fragen«, sagte sie. Ihren Kopf hatte sie leicht schräg gelegt, als wollte sie ihrer Erwartungshaltung Nachdruck verleihen.

»Wollte ich das?« Scheiße, jetzt hatte sie ihn! Hätte er vorhin nicht einfach sein dämliches Mundwerk halten können?

»Wolltest du. Du wolltest wissen, warum ich ausgerechnet mit dir ausgehen wollte.«

»Ach so, ja. Ähm, also das war gar nicht so-«, stammelte Sven, worauf ihm Christine ein weiteres Mal ins Wort fiel: »Ich werd‘s dir gleich erklären. Kleiner Cliffhanger für dich. Ich gehe mich mal eben für kleine Mädchen.« Sie warf ihm ein wohl geheimnisvoll gemeintes Blinzeln zu und schnalzte mit der Zunge. Dann stand sie auf und verschwand um die Ecke.

Sven fuhr, während er wartete, mit dem Finger über den Rand seiner Kaffeetasse. Er nahm einen weiteren Schluck und staunte wieder. Dieses Gesöff war genial, dachte er. Wie konnte es sein, dass er für diesen Laden im Internet keinerlei Empfehlungen gefunden hatte? Gut, er fand das rustikale Ambiente hier seltsamerweise noch unangenehmer als ein Fastfood-Restaurant im Hochsommer, aber dieser Kaffee war das wahrscheinlich beste, das ihm je untergekommen war. Er hatte das Gefühl, als würde der kräftige Geschmack ihn geradezu berauschen. Als er die Tasse abstellte, bemerkte er, dass die Musik gewechselt hatte. Statt Klaviermusik ertönten nun dumpfe E-Gitarrenklänge, die ihm vage bekannt vorkamen. Hatten sie da gerade tatsächlich die Ramones aufgelegt? Manchmal, dachte er, war es mit den Zufällen geradezu schauderhaft. Schauderhaft... Wieder fiel ihm die Krähe ein. Das war sehr wohl eine Hand gewesen, oder? Und die Zähne der Kellnerin! War er so sehr mit den Nerven am Ende?

Doch ihm blieb keine Zeit, weiter seinen Gedanken zu folgen, denn Christine kam gerade wieder von der Toilette zurück. Sie setzte sich, stützte den Kopf auf und schaute Sven erwartungsvoll an. »Und, hast du dich gut amüsiert?«, fragte sie.

Gerade wollte er eine lockere Antwort geben, als er erstarrte. Ihre Augen! Sie hatte gesagt, die wären niemals blau gewesen, und das mochte sein, denn sie waren ja ganz offensichtlich grün gewesen. Doch jetzt waren sie braun! Ja, fast schwarz. Und hatte sich nicht auch die Form ihrer Augen verändert? Waren sie nicht viel größer geworden?

»Du hattest sehr wohl blaue Augen!«, schoss es aus ihm hervor. Christine lächelte. »Hatte ich das?«, fragte sie. Doch es blieb nicht bei einem Lächeln. Aus dem Lächeln wurde ein Grinsen, aus dem Grinsen eine Fratze. In ihrem Mund befanden sich überhaupt keine Zähne mehr, und es war, als würde ihr Gesicht in sich zusammenfallen. Sie wirkte wie eine schmelzende Wachsfigur.

Sven schrie auf, schob seinen Stuhl nach hinten und wäre um ein Haar nach hinten umgekippt. Hastig sprang er von seinem Platz auf und ging einige Schritte rückwärte.

»Hatte ich das?«, wiederholte sie. »Hatte ich das? Hatte ich das? Hatte ich das? Sie erhob sich, doch eigentlich stand sie nicht wirklich auf. Viel mehr glitt sie von ihrem Platz herunter, als würde sie tatsächlich schmelzen. Es war, als würde ein Spezialeffekt vor Svens Augen ablaufen. Christine war überhaupt kein Mensch mehr. Das Ding, das dieses wunderschöne Mädchen gewesen war, glitt aus dem Punktekleid heraus, wand sich unter dem zusammengefallenen Stück Stoff und kroch darunter hervor. »Hatte isssss dasssss?«, zischte das Ding, das plötzlich wie eine riesige Nacktschnecke aussah und langsam auf Sven zuglitt.

Er schrie laut auf. Doch mehr aus Ekel als aus Angst. »Hatte isssss dasssss?«, wiederholte das Schneckending immer wieder. Sven drehte sich um, wollte zur Tür rennen und blieb doch sofort wieder stehen. Die verdammte Tür war verschwunden. Auch die holzgetäfelten Wände waren plötzlich nicht mehr da. Das ganze Café schien nun eher eine Höhle zu sein. Die Wände bestanden nur noch aus Erde und Steinen.

»Hey Sven, alter Junge. Darf‘s noch ein Kaffee sein?«, rief eine Stimme herüber. Sven fuhr herum. Wer hatte das gerufen? Hinter der Bar stand noch immer der Barkeeper und trocknete Gläser ab. Doch auch er war kein Mensch mehr. Da, wo vorher der Kopf mit dem markanten Schnauzbart gewesen war, saß nun der gewaltige Kopf einer Nebelkrähe. »Wir haben wirklich guten Kaffee hier, Sven. Der macht dein Fleisch herrlich zart. Komm, hol dir noch eine Tasse! Das Erlebnis ist unvergleichlich.«

»Geht weg von mir!«, schrie Sven. Er taumelte rückwärts. Erst jetzt sah er, dass auch die anderen Gäste sich verändert hatte. Die meisten sahen nun ebenfalls wie übergroße Schnecken aus: die beiden alten Schachspieler, die Mädchen am Tresen, die anderen Gäste: Sie alle glitten aus ihrer Kleidung und krochen langsam auf Sven zu. »Geht weg, bitte! Verschwindet doch«, flehte er, jedoch ohne Nachdruck in der Stimme. Sein Verstand hatte längst beschlossen, dass dies hier ein ziemlich dämlicher Traum sein musste. Zu dämlich um nachzudenken, und so hing nun ein großes Schild, wo sonst die vernünftigen Gedanken entstanden: »Außer Betrieb.«

»Hatte isssss dasssss?«, zischte das Ding, das Christine gewesen war, zur Antwort. Sven wich weiter rückwärts, bis er hinter sich die Wand aus harter Erde spürte. Hier ging es nicht weiter. Er konnte nicht weg, konnte nicht fliehen. Und die Schneckendinger krochen weiter auf ihn zu.

»Junge, magst du gute Musik?«, rief eine kehlige Stimme, die vage wie die einer Frau klang. Sven erkannte die Kellnerin wieder. Sie sah nun ebenfalls wie die Kreuzung eines Menschen mit einer Krähe aus. Und obwohl sie nun einen langen Schnabel statt eines Mundes besaß, schien sie zu grinsen. »Du magst doch die Ramones. Oder etwa nicht? Wir haben die Platten extra für dich besorgt. Sag nicht, dass sie dir nicht gefallen.« Das Krähenmonster stieß ein obszönes Lachen hervor. Vom Gefieder des Dings rannen dabei schwarze Tropfen auf den Fußboden, die bereits eine tiefschwarze Lache bildeten. Währenddessen kamen die Schneckendinger näher und näher. »Hatte isssss dasssss?«, hörte Sven immer wieder. Und dann war alles zu viel. Seine Knie gaben nach, und er sackte auf den Boden. Seine Augen, seine Ohren, all seine Sinne wollte nicht wahrhaben, was hier passierte.

»Das ist doch alles nicht wahr!«, flüsterte er. Aus der Music Box donnerten die Ramones nun deutlich lauter als zuvor. »Hurry hurry hurry before I go insane«, sang Joey Ramone durch die Lautsprecher. Doch das schleimige Geräusch der sich nähernden Schneckendiner übertönte die Musik nicht.

»Hatte isssss dasssss?«

Und dann spürte Sven, wie etwas über seine Beine herfiel, das sich wie ein großer, nasser Schwamm anfühlte. Zuerst war das Gefühl nur kalt und widerwärtig wie ein zappelnder Fisch. Dann setzte ein brennender Schmerz ein. Sven sah noch, wie das Fleisch an seinen Beinknochen sich an der Stelle aufzulösen schien, an der eines der Schneckendinger an ihm zu saugen begann.

Er schrie lange, bevor er von der Gnade der Bewusstlosigkeit erfasst wurde und in die totale Schwärze hinüberglitt. Einige der Schreie drangen bis nach draußen, wo sie ans Gehör riesiger Nebelkrähen drangen, die auf den Dächern saßen und mit aufgeplustertem Gefieder warteten.

Hey! Ho! Let\'s go!

Susanne war nicht gerade das, was man einen heißen Feger nennen würde. Eigentlich war sie als Kind schon nicht besonders schön gewesen. Ihre Eltern hatten zwar immer Gegenteiliges behauptet, doch sie sah ihnen jedes Mal an, dass sie logen. Und sie gaben sich noch nicht einmal besondere Mühe dabei. Gut, gegen ihr Übergewicht hätte sie noch etwas tun können. Gegen das fettige Haar vielleicht auch. Doch was konnte sie für ihre viel zu dicke Nase und für die viel zu weit auseinander stehenden Augen? Da brachte es auch nichts mehr, am Rest etwas zu ändern. Es gab eben einen Punkt, an dem auch Kleider keine Leute mehr machten.

Und doch hatte sie es zum ersten Mal geschafft, einen Mann kennenzulernen. Im Bus war sie versehentlich mit ihm zusammengestoßen, und als er sie angesehen und nicht geschimpft, sondern gelächelt hatte, da hatte sie dieses freudige Leuchten in seinen Augen entdeckt, das sie zuvor nie bei jemandem gefunden hatte, der sie angesehen hatte.

»Ich bin Sven«, hatte er gesagt, dieser hochgewachsene und sportliche Kerl, der doch tatsächlich Interesse an ihr zu haben schien. Ihre Telefonnummer  hatte er sich aufgeschrieben und sie - was noch viel unglaublicher als die Tatsache war, dass er sie überhaupt beachtet hatte - sogar angerufen.

Und nachdem sie stundenlang (!) telefoniert, dabei über Gott und die Welt fabuliert hatten, hatte er sie - War das noch zu fassen? - auch noch zum Kaffee eingeladen.

»Ich kenne ein fantastisches Lokal«, hatte er es etwas altmodisch ausgedrückt. »Guten Kaffee haben sie dort.«

Und natürlich hatte sie zugesagt. War sie denn völlig bescheuert, dass sie etwas anderes gewagt hätte? Nun stand er vor ihr, dieser Mann, der sich für sie und ansonsten scheinbar nur für alte Rockmusik interessierte, der ihr seine Ramones-Platten vorspielen wollte, wenn sie sich erst einmal besser kannten.

In seine blauen Augen hatte sie sich verguckt, als er ihr im Bus begegnet war, doch da musste sie sich vor lauter Aufregung geirrt haben. Letztlich war es egal, denn so hatte sie sich eben in seine grünen Augen verliebt. Was zählte war, dass er an ihr, Susanne, interessiert war, oder nicht?

Zur Begrüßung nahm er sie in die Arme, und lächelte sie wieder auf seine unendlich charmante Art an. Und als wären sie schon längst ein Paar, nahm er ihre Hand schließlich zärtlich in seine. »Hier geht‘s lang«, sagte er und führte sie aus.

»Hey! Ho! Let‘s go!«

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Hörbuch

Über den Autor

PhanThomas
Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man trifft mich stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge an. Das scheint auf manche Menschen dermaßen gruselig zu wirken, dass die Plätze in der Bahn neben mir grundsätzlich frei bleiben. Und nein, ich stinke nicht, sondern bin ganz bestimmt sehr wohlriechend. Wer herausfinden will, ob er mich riechen kann, der darf sich gern mit mir anlegen. ich beiße nur sporadisch, bin hin und wieder sogar freundlich, und ganz selten entwischt mir doch mal so etwas ähnliches wie ein Lob. Nun denn, genug zu mir. Oder etwa nicht? Dann wühlt noch etwas in meinen Texten hier. Die sind, äh, toll. Und so.

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Ninamy67 Übrigens....wenn die Geschichte gut ist, kann sie gerne lang sein!
Vor langer Zeit - Antworten
Ninamy67 Geniale Geschichte....super geschrieben! Ziemlich gruselig, aber ich konnte nicht aufhören :-)

LG
Nina
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Hallo Nina,

danke schön. :-) Sooo lang ist die Geschichte ja nun auch gar nicht. Zumindest empfand ich's damals so.

Liebe Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Ninamy67 Ja eben! Aber ich weiss das einige Leute lange Texte nicht so gerne lesen....
Auf alle Fälle les ich bestimmt noch mehr von dir!

LG
Nina
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Danke, das hört das Autorenherz doch gern. :-)

Liebe Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Re: Ein Glück -
Zitat: (Original von Luzifer am 29.06.2011 - 22:27 Uhr) dass ich deine Geschichten in meiner Liste behalte. Hier hätte ich mich wohl in den Arsch getreten, wenn diese mir entglitten wäre. Andererseits hätte ich es wohl auch nie erfahren. *g*

Jedenfalls eine klasse Geschichte. Genau das, was ich nach den vielen Schnulzen und Wiederholungen brauchte. Da fangen die kreativen Säfte auch wieder an durch den Schädel zu fließen.
Das mit den Krähen fand ich besonders schön. Dieser Größenvergleich auf der Straße, einfach super.

Viele Grüße
L.

Hallo L.,

vielen lieben Dank! :-) Bei der Geschichte haben mir die Krähen tatsächlich auch am besten gefallen. Die ganze Szenerie hatte ich auch ganz gut vor Augen, als ich den Text schrieb. Hätte ich gern mal wieder, denn ich mag groteske Texte generell ja sehr gern. Also längst nicht nur meine eigenen, versteht sich. ;-)

Viele Grüße
T.
Vor langer Zeit - Antworten
Luzifer Ein Glück - dass ich deine Geschichten in meiner Liste behalte. Hier hätte ich mich wohl in den Arsch getreten, wenn diese mir entglitten wäre. Andererseits hätte ich es wohl auch nie erfahren. *g*

Jedenfalls eine klasse Geschichte. Genau das, was ich nach den vielen Schnulzen und Wiederholungen brauchte. Da fangen die kreativen Säfte auch wieder an durch den Schädel zu fließen.
Das mit den Krähen fand ich besonders schön. Dieser Größenvergleich auf der Straße, einfach super.

Viele Grüße
L.
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Re: Re: Re: njaaaa -
Zitat: (Original von hanni86 am 02.08.2010 - 20:13 Uhr)
Zitat: (Original von PhanThomas am 01.08.2010 - 20:29 Uhr)
Zitat: (Original von hanni86 am 01.08.2010 - 13:44 Uhr) Huch, ist tatsächlich ein wenig lang geworden, nicht wahr? Hihi.
Übrigens find ichs ja eh auch besser, dass die Mistviecher so saugen, das hat sowas garstiges.
Und dass der Typ am Ende der Sven is, das is er doch, oder? Hach, Stubenfliege die ich bin...jedenfalls nich mitgehen mit den Jungs, ne?^^
Guten Kaffee hab ich immernoch nich, zwengs Arbeit aber es soll uns nix schlimmeres passieren und so. Das hat mir grad eine Dame gesagt. Mhm.
Einen herrlichen Sonntag Nachmittag wünsche ich noch,
liebe Grüße, Hanni

Das am Ende ist schon der Sven, japp. Allerdings hat er sich verändert, wirkt nun lockender. Wie ein Vampir quasi, nur dass er eben etwas anderes ist. Vielleicht eine saugende Schnecke oder so. ;-) Vielleicht aber auch einer der Vogelkopfmenschen. Oder sogar gänzlich was neues? Who knows?
Und mitgehen mit fremden Herrschaften verbiete ich dir einfach mal der Sicherheit wegen. Es sei denn, sie neigen zur Selbstbesäuselung und versprechen lecker Eiscreme bei herbstlich buntlaubigem Wetter.

Liebe Grüße
Thomas

Spielt das gnze leicht in Düsseldorf? Ich hab heute ne graue Schnecke mit Leopardenprint gesehen. Sollte ich mir Gedanken machen? Hmm.
Selbst besäuselnde Jünglinge, die Eis versprechen klingen nicht sonderlich gefährlich, hast Recht. Andererseits würde das wohl kaum einen Unterschied machen, ich meine Eis !? wenn die das versprechen, dann können sies nur gut meinen. Hihi.
Allerliebste Grüße aus dem hölzernen Süden,
Hanni

Nee, das spielt in Fantasiehausen. Weiß nicht, wo ich's gedanklich angesiedelt habe. Würde sagen, Bonn würde sich ganz gut machen. Das Tripple Eye gibt es allerdings ohnehin nicht. In Berlin gibt es ein Double Eye. Das ist dann besagtes Café mit dem besten Kaffee der Stadt. Aber das habe ich sicher schon erwähnt, nehm ich an, oder?

Liebe Grüße
Thomas, der wieder mal in Düsseldorf hockt und gähnt, dass die Wände wackeln...
Vor langer Zeit - Antworten
hanni86 Re: Re: njaaaa -
Zitat: (Original von PhanThomas am 01.08.2010 - 20:29 Uhr)
Zitat: (Original von hanni86 am 01.08.2010 - 13:44 Uhr) Huch, ist tatsächlich ein wenig lang geworden, nicht wahr? Hihi.
Übrigens find ichs ja eh auch besser, dass die Mistviecher so saugen, das hat sowas garstiges.
Und dass der Typ am Ende der Sven is, das is er doch, oder? Hach, Stubenfliege die ich bin...jedenfalls nich mitgehen mit den Jungs, ne?^^
Guten Kaffee hab ich immernoch nich, zwengs Arbeit aber es soll uns nix schlimmeres passieren und so. Das hat mir grad eine Dame gesagt. Mhm.
Einen herrlichen Sonntag Nachmittag wünsche ich noch,
liebe Grüße, Hanni

Das am Ende ist schon der Sven, japp. Allerdings hat er sich verändert, wirkt nun lockender. Wie ein Vampir quasi, nur dass er eben etwas anderes ist. Vielleicht eine saugende Schnecke oder so. ;-) Vielleicht aber auch einer der Vogelkopfmenschen. Oder sogar gänzlich was neues? Who knows?
Und mitgehen mit fremden Herrschaften verbiete ich dir einfach mal der Sicherheit wegen. Es sei denn, sie neigen zur Selbstbesäuselung und versprechen lecker Eiscreme bei herbstlich buntlaubigem Wetter.

Liebe Grüße
Thomas

Spielt das gnze leicht in Düsseldorf? Ich hab heute ne graue Schnecke mit Leopardenprint gesehen. Sollte ich mir Gedanken machen? Hmm.
Selbst besäuselnde Jünglinge, die Eis versprechen klingen nicht sonderlich gefährlich, hast Recht. Andererseits würde das wohl kaum einen Unterschied machen, ich meine Eis !? wenn die das versprechen, dann können sies nur gut meinen. Hihi.
Allerliebste Grüße aus dem hölzernen Süden,
Hanni
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Re: njaaaa -
Zitat: (Original von hanni86 am 01.08.2010 - 13:44 Uhr) Huch, ist tatsächlich ein wenig lang geworden, nicht wahr? Hihi.
Übrigens find ichs ja eh auch besser, dass die Mistviecher so saugen, das hat sowas garstiges.
Und dass der Typ am Ende der Sven is, das is er doch, oder? Hach, Stubenfliege die ich bin...jedenfalls nich mitgehen mit den Jungs, ne?^^
Guten Kaffee hab ich immernoch nich, zwengs Arbeit aber es soll uns nix schlimmeres passieren und so. Das hat mir grad eine Dame gesagt. Mhm.
Einen herrlichen Sonntag Nachmittag wünsche ich noch,
liebe Grüße, Hanni

Das am Ende ist schon der Sven, japp. Allerdings hat er sich verändert, wirkt nun lockender. Wie ein Vampir quasi, nur dass er eben etwas anderes ist. Vielleicht eine saugende Schnecke oder so. ;-) Vielleicht aber auch einer der Vogelkopfmenschen. Oder sogar gänzlich was neues? Who knows?
Und mitgehen mit fremden Herrschaften verbiete ich dir einfach mal der Sicherheit wegen. Es sei denn, sie neigen zur Selbstbesäuselung und versprechen lecker Eiscreme bei herbstlich buntlaubigem Wetter.

Liebe Grüße
Thomas
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