Auf dem Friedhof
Der Weg zum Friedhof liegt im Schatten,
des Lebens Bäume säumen ihn.
Zum Grab trägt man, die Leben hatten,
Im Sarg liegt nun, ihr alles Mühn.
Was werden wir den Toten sagen,
wenn nur noch Asche ist der Geist.
Grad da, wo einst die Väter glaubten,
dass Gottes Liebe alles speist.
Wir werden nüchtern, rechnend suchen,
den Saldo, den das Leben schrieb.
Zuguterletzt sogar verbuchen,
dass jene Hülle, das Ich betrieb.
Der Weg zum Friedhof ist aus Lehm,
daraus Gott schuf des Lebens Sein.
Dahin wird mir das Ende streben,
bis man im Sarg trägt, mich dann heim.
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