Biografien & Erinnerungen
"Laus-Buben-Geschichten aus meiner Kindheit" - Wir mussten nachsitzen!

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""Laus-Buben-Geschichten aus meiner Kindheit" - Wir mussten nachsitzen!"
Veröffentlicht am 01. Juli 2010, 8 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
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"Laus-Buben-Geschichten aus meiner Kindheit" - Wir mussten nachsitzen!

"Laus-Buben-Geschichten aus meiner Kindheit" - Wir mussten nachsitzen!

Beschreibung

Wieder einmal eine Geschichte aus der Schulzeit! Wir sollten nachsitzen, aber das gefiel uns nicht, also ergriffen wir die Flucht und stiegen zum Fenster hinaus!

Wir mussten nachsitzen, doch wir ergriffen die Flucht!

„Wir mussten wieder einmal nachsitzen, doch wir ergriffen die Flucht“

 

Es war wieder ein „schöner“ Sommertag gewesen, ich und mein Schulfreund Silvio liefen gemeinsam zur Schule und schlenderten über die Halde, wie wir es sehr oft getan hatten.

Wir hatten an diesem frühen Morgen wieder einmal „Deutschunterricht“ bei unserem Herrn Auerswald. Die meisten Schüler konnten den Deutschlehrer nicht wirklich gut leiden, und mir ging es genauso. Als wir auf dem Schulhof ankamen klingelte es gerade zum Unterricht und wir beeilten uns, damit wir nicht zu spät kamen!

Schnell liefen wir in unser Klassenzimmer und setzten uns, dann packten wir unsere Schulbücher aus, und schon stand der „Liebe Lehrer Herr Auerswald“, im Klassenzimmer und wir erhoben uns natürlich von unseren Stühlen, wie es damals so war.

Herr Auerswald, schaute wie immer über den Rand seiner Brille und grüßte, seit bereit, immer bereit und dann setzten wir uns wieder auf unsere Stühle.

Was unser „Lehrer“ an dem Tag nicht wusste, war, dass wir wieder einmal eine Menge kleiner „Silberpapierkugeln“ und Tintenpatronen die wir mit Wasser und Backpulver vorher gefüllt hatten mit im Klassenzimmer hatten.

Wie immer stand Herr Auerswald mit ernstem Blick und schaute zu uns herunter, denn wir hatten wieder mal keine richtige Lust gehabt etwas zu lernen.

Herr Auerswald drehte sich herum und schrieb die ganze Tafel voll, dabei nutzten wir die Gelegenheit unsere Silberpapierkugeln aus dem Schulranzen zu nehmen und warfen sie immer nach von an die Tafel und kicherten vergnügt.

Herr Auerswald drehte sich sofort zu uns und fragte nach, warum wir so kicherten, dann sagte er nur noch, Ruhe bitte!

Er drehte sich wieder zur Tafel zu und schrieb weiter, natürlich konnten wir es nicht lassen und warfen wieder neue Silberpapierkugeln an die Tafel, denn wir wollten ja unseren netten Lehrer, etwas ärgern.

Doch diesmal bemerkte er es und wandte sich sofort wieder zu uns und schrie: wer war das...wer schmeißt hier mit diesen Kugeln herum?

Er hatte natürlich sofort uns vier im Visier und sagte, Löbner, Erich, Eidenschink und Woboda, aufstehen.

Ihr Vier, werdet heute schön eine Stunde nachsitzen, und wehe ihr macht weiterhin solchen Unfug, dafür bekommt ihr einen Tadel in das Klassenbuch geschrieben.

Nun gut, wir durften uns wieder setzen und ärgerten uns darüber, dass wir an diesem herrlichen Tag, eine volle Stunde nachsitzen sollten.

Also machten wir mit unserem Unfug weiter und holten zugleich unsere gefüllten Füller-Patronen aus dem Schulranzen und warteten immer den richtigen Augenblick ab, denn Herr Auerswald hatte uns plötzlich immer im „Visier“ und ließ uns kaum noch aus den Augen.

Immer wieder blickte er über seinen Brillenrand und beobachtete uns, dass wir keinen Unfug trieben. Doch plötzlich stand Herr Auerswald auf und ging wieder an die Tafel, um etwas zu schreiben, dann nahm ich ganz geschwind Blickkontakt mit meinen Schulfreunden auf und schüttelte mit der Hand und meine Freunde taten es mir gleich.

Das schütteln mit der Hand, war das Zeichen dafür gewesen, dass wir nun endlich unsere gefüllten Patronen zum Einsatz brachten.

Jeder von uns holte seine Patrone hervor, dann schüttelten wir sie wie die Weltmeister und stellten sie auf unseren Tisch und warteten ab, denn das Backpulver musste ja erst seine Wirkung zeigen.

Danach ging es Schlag auf Schlag, eine Patrone nach der anderen flog mit voller Kraft in Richtung Decke des Klassenzimmers und es machte platsch und die Decke hatte wieder einmal ein paar schöne Flecken mehr vorzuweisen, und wir lachten uns beinahe krumm, denn wir hatten es wieder einmal geschafft, unseren Lehrer aus zu tricksen.

Nun ja, Herr Auerswald bekam es natürlich mit, dass irgendetwas an die Zimmerdecke geflogen war und schaute hinauf und sah die schönen frischen hinterlassenen Flecken.

Und was war: Natürlich mussten wir vier, wieder einmal den Kopf hinhalten und für unseren „Blödsinn“ geradestehen.

Es stand ja schon fest, dass wir eine Stunde nachsitzen sollten, aber das gefiel dem Lehrer nicht, also packte er einfach noch eine Stunde drauf und dann waren es plötzlich zwei Stunden, die wir nachsitzen sollten, um Deutsch zu büffeln.

Nun ja, der Schultag war vorüber und alle Schüler verließen die Schule, nur wir vier Banausen nicht, denn wir sollten ja noch nachsitzen.

Unser Lehrer kam und sagte, so ihr vier, da habt Ihr Stoff zum lernen und ich lass euch für kurze Zeit allein.

Daraufhin verließ er das Zimmer und wir hatten keine Lust, auf dieses nachsitzen, also blickten wir uns an und beschlossen kurzerhand das Klassenzimmer zu verlassen und abzuhauen.

Also öffneten wir das Fenster und ergriffen so schnell es ging die Flucht, um den schönen Sommertag, ohne nach zu sitzen zu genießen.

Es gab zwar am nächsten Tag ein „Großes Theater“, aber das hatten wir auch überstanden.

Jedenfalls, hatten wir Spaß dabei gehabt, unsere Lehrer immer wieder einmal zu ärgern: Nun ja, so waren wir eben!

 

 

 

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UteSchuster Re: Re: und ich dachte immer, die Schule wäre mit der Zeit -
Zitat: (Original von schreiber304 am 03.07.2010 - 14:14 Uhr)
Zitat: (Original von timeless am 01.07.2010 - 21:29 Uhr) entspannter geworden, ne ist alles noch wie früher auch.

Ich muss dabei an Bratwurst mit Äpfeln und Kartoffelbrei denken.
Es war so grauslig dass, als die Lehrer mal raus musste, die ganze Mädchenkochkursklasse dieses Essen aus dem Fenster geschmissen hat, ja und unten stand der Hausmeister und der Direktor war schon in der Klasse, da war die letzte Wurst noch auf dem Teller. Naja Strafarbeit, nachsitzen.

Erinnerungen werden bei Lausbubengeschichten immer wach.

Liebe Grüße Ute


Hallo Ute,

alles zum Fenster hinaus, dass haben wir oftmals mit unseren Milchtüten gemacht!
Nun ja: Eine Bratwurst tut es auch.

LG Ralf


Wir auch ;-)

LG Ute
Vor langer Zeit - Antworten
schreiber304 Re: und ich dachte immer, die Schule wäre mit der Zeit -
Zitat: (Original von timeless am 01.07.2010 - 21:29 Uhr) entspannter geworden, ne ist alles noch wie früher auch.

Ich muss dabei an Bratwurst mit Äpfeln und Kartoffelbrei denken.
Es war so grauslig dass, als die Lehrer mal raus musste, die ganze Mädchenkochkursklasse dieses Essen aus dem Fenster geschmissen hat, ja und unten stand der Hausmeister und der Direktor war schon in der Klasse, da war die letzte Wurst noch auf dem Teller. Naja Strafarbeit, nachsitzen.

Erinnerungen werden bei Lausbubengeschichten immer wach.

Liebe Grüße Ute


Hallo Ute,

alles zum Fenster hinaus, dass haben wir oftmals mit unseren Milchtüten gemacht!
Nun ja: Eine Bratwurst tut es auch.

LG Ralf
Vor langer Zeit - Antworten
schreiber304 Re: Schöne -
Zitat: (Original von anteus am 01.07.2010 - 21:35 Uhr) Geschichte aus der Schulzeit.
Ja heute tun mir einige Lehrer leid, die ich damal ärgerte.
War auch kein Musterschüler.
Liebe Grüße
Anteus


Ja, wir haben schon viel Blödsinn angestellt und die Lehrer manchmal zur Verzweiflung gebracht!

LG Ralf
Vor langer Zeit - Antworten
anteus Schöne - Geschichte aus der Schulzeit.
Ja heute tun mir einige Lehrer leid, die ich damal ärgerte.
War auch kein Musterschüler.
Liebe Grüße
Anteus
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster und ich dachte immer, die Schule wäre mit der Zeit - entspannter geworden, ne ist alles noch wie früher auch.

Ich muss dabei an Bratwurst mit Äpfeln und Kartoffelbrei denken.
Es war so grauslig dass, als die Lehrer mal raus musste, die ganze Mädchenkochkursklasse dieses Essen aus dem Fenster geschmissen hat, ja und unten stand der Hausmeister und der Direktor war schon in der Klasse, da war die letzte Wurst noch auf dem Teller. Naja Strafarbeit, nachsitzen.

Erinnerungen werden bei Lausbubengeschichten immer wach.

Liebe Grüße Ute
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