Biografien & Erinnerungen
Zum Muttertag - Erinnerungen an Mutti

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" Zum Muttertag - Erinnerungen an Mutti"
Veröffentlicht am 19. April 2010, 10 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
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Über den Autor:

Zu meiner Freude hat mir mein Verlag artofarts, ein riesen großes Geschenk gemacht. Frau Bartl hat mir bei youtube ein, von mir gesprochenes Video, meines Buches Prinzessin Emma, gebastelt. Perfekt würde ich mein Sprechen nicht nennen, aber mit ganz viel Herz und Liebe gelesen. Hört doch einfach mal rein. Ich freue mich auf einen Besuch : http://uteschuster.com/ mein blog Ich liebe alles was mich glücklich macht und das ist echt nicht ...
Zum Muttertag - Erinnerungen an Mutti

Zum Muttertag - Erinnerungen an Mutti

Beschreibung

IDie Briefe meiner Mutter, haben mich die Liebe meiner Eltern zueinander, erst sehr spät erkennen lassen. Die Geschichte beginnt mit einem Stück Kindheit und wird dann, so gut es geht, durch die Briefe aus den Jahren 1943 bis 1947, belebt. Leider kann ich nicht mehr alles lesen, was mich aber noch trauriger macht, ist, dass ich nur einen Teil der Briefe besitze, also nicht lückenlos berichten kann. Ich versuche mein Bestes, um diese Liebe und die damalige Zeit aus meiner und der Sicht meines Eltern, noch einmal aufleben zu lassen den Brief meines Vaters habe ich als Hörbuch eingefügt.

Die Briefe meiner Mutter.

Diese große Liebe meiner Mutter habe ich als Kind nie so wirklich wahrgenommen. Erst in den Briefen, die sich meine Eltern von 1943 bis 1947 geschrieben haben, spüre ich diese Tiefe und die Sehnsucht, die immer in ihnen war.

Vor mir liegt ein kleines Häufchen Glückseligkeit, verbunden und umschlungen von einem rosaroten Schleifenband. Eingefangene Zusammengehörigkeit in Zeiten, die ich als Kind nur noch durch die Trümmer, in denen die Stadt lag, kennengelernt habe.

Ein Rathaus, welches verpackt war, wie ein Geschenkpackerl. Ein allererstes Neckermann-Kaufhaus, mit Treppen, die einem königlichen Portal glichen. Ein Kino, in das mich meine Tante mitnahm und ich den wundervollen Wasserspielen, mit offenem Mund staunend, zusehen durfte. Ja und natürlich nicht zu vergessen, das 2. Kaufhaus, in dem es einen Stand gab, an dem man ein halbes, zum Dreieck geschnittenes Vanille-Schoko-Erdbeereis kaufen konnte. Ich war immer ganz gespannt, welchen Teil des Eises ich bekam. Manches Mal war der Erdbeerteil, den ich so gern mochte, richtig groß. Ein anderes Mal, der Schokoanteil, den ich überhaupt nicht mochte und den dann meine Mutti essen durfte. Niemals hätte ich als Kind einen Einwand erhoben oder der Eisverkäuferin gesagt, „Ich will aber das rosa Stück“, nein so etwas machte man nicht. Ich schaute bewundert zu der Dame hoch, welche sehr elegant, mit einer weißen Schürze und einem wunderschönen Spitzenkrönchen bekleidet war und bedankte mich artig für das Eis. Die Hand meiner Mama hielt ich nun immer ganz fest, denn die Stadt war sehr große und nachdem ich mich einmal verlaufen hatte, was aber wirklich nicht meine Schuld, sondern die Bosheit meiner Cousine war, hatte ich Angst, das mir das wieder passieren konnte.

Warum meine Cousine schuld war? Na gut, dann erzähl ich das erst einmal. Meine Oma und auch meine beiden Tanten, hatten Blumen und Gemüsestände auf dem Markt. Die Omi hatte fast nur Gemüse, die eine Tante auch und die Tante Margarete, die hatte einen großen Blumenstand. Wenn die Mama und ich also in der Stadt unterwegs waren, mussten wir über diesen Platz gehen und natürlich, so ist das nun mal, mit der Verwandtschaft, man sagt den Geschwistern, das waren die beiden Tanten und der Mutter Hallo. Mit der Zeit wurde mir das natürlich sehr langweilig. Meine Cousine, die Tochter der Gemüsetante, gehörte praktisch auf den Markt und da wir Beide ja noch nicht zur Schule mussten, durfte sie dort den ganzen lieben langen Tag, machen was sie wollte. Sie kannte sich eben aus, in der großen Stadt. „Na, soll ich dir die Stadt zeigen?“ fragt sie mich. „Ich glaube das darf ich nicht, die Mutti erlaubt mir das bestimmt nicht“.  Ich brauchte erst gar nicht zu fragen, denn ich kannte die Vorsicht meiner Mama sehr gut. „Feigling, ich wusste das du eine Memme ist“, ärgert mich das Cousinchen. Ja und bitte wer will den eine Memme sein, ich wollte es nicht. „Ich kenne jeden hier, du brauchst keine Angst zu haben, wirklich, los komm, wir fragen gar nicht, bis die mit ihrer Unterhaltung fertig sind, sind wir längst wieder zurück“. OK denk ich, sie kennt sich aus und wenn ich frage, lerne ich die Stadt nie kennen, auf jeden Fall nicht das, was mir meine Cousine zeigen will. Sie nimmt mich an die Hand und wir wühlen uns durch die Menschenmenge. So viele Menschen, wo kommen die bloß alle her? An Muttis Hand hatte ich nie das Gefühl, so klein und allein durch solche Massen gehen zu müssen. Es muss wohl daran gelegen haben, dass ich mich, wie an einer Leine, sicher bei ihr gefühlt habe, Angst hatte ich nämlich dann nie. Irgendwann, ich hatte das Gefühl ganz lange gelaufen zu sein, lässt meine Cousine, meine Hand los und rennt zurück. Ich höre noch heute ihr höhnisches Lachen.

 Nun steh ich da mit meinen fünf Jahren, ganz mutterseelenallein. Angst hüllt mich ein und ganz langsam machen sich Tränen auf den Weg zu meinen Lippen, schmecken süß-salzig, weil ich ja noch die Rest meines Eises in den Mundwinkeln habe. „Wo willst du denn so allein hin, Kleines?“, fragt mich eine große Dame, die einen kleinen Fuchs um den Hals trägt. Am liebsten würde ich den Kopf, dieses niedlichen rotbrauen Tierchens, streicheln oder die Pfötchen anfassen, aber das wage ich mich nicht. Niemals sage ich der Frau wo ich hin will. Die Mama hat mir immer wieder gesagt, man darf keinem erzählen wo man wohnt und wie man heißt, weil es so viele böse Menschen gibt, die so kleine niedliche blonde Mädchen einfach klauen und mit nehmen und dann müssen die Kinder auf dem Rummelplatz arbeiten und Lose verkaufen. Wobei mich die Lose natürlich sehr interessieren. Ich habe auch schon mal etwas gewonnen, aber nur einen kleinen Schokoladenlutscher, dabei liegen in dem hohen Wagen jede Menge Löwen, Prinzessinnen-Puppen, oder auch ganz große Teddybären. Mama hat damals gesagt, „Schätzchen man kann nicht immer Glück haben“, klar habe ich ein bisschen geweint, aber dann habe ich doch den Lolli gegessen. „Komm sag mir, Schätzchen wo du hinwillst“, die Dame streicht mir ganz liebevoll die Locken aus dem Gesicht und schaut sich ganz hilflos um „Kennt denn jemand dieses kleine Mädchen, sie muss sich verlaufen haben, aber sie sagt nichts. Wo ist denn deine Mutti oder dein Papa, nun sag doch was“. Ich sage natürlich nichts, denn wer einen Fuchs um den Hals hat, der braucht sicher auch ein kleines Mädchen und wenn sie mich mitnimmt, dann sehe ich meine Eltern nie wieder und das wäre so was von schrecklich. Mein Tränen werden immer mehr und mein Schluchzen tut im Hals schon ganz weh. „Das ist die Kleine vom Markt, die Enkeltochter von der Gemüsegrete. Wie kommst du denn hierher, na wenn das deine Mama wüsste. Du kannst doch nicht einfach so weit vom Markt weg laufen.“ Der große Mann schaut mich nicht gerade freundlich an, aber er scheint die Oma zu kennen und das ist schon mal ein gutes Zeichen. „Ich habe die Mutter eben noch am Stand gesehen, ich habe zwar einen anderen Weg, aber die kleine Ausreißerin bringe ich erst mal wieder zurück“. „Wissen Sie“ sagt da die Dame „ich komme lieber mit, dann weiß ich, dass die Kleine gut wieder bei ihrer Mama angekommen ist, das würde mich schon sehr beruhigen“. Es sieht so aus, als wollte sie mich doch nicht mitnehmen, das macht mir doch Mut und ich erzähle ihr nun wie ich heiße und dass meine Mama gar keinen Marktstand hat, sondern die Tanten und die Oma. Der große Mann und die feine Dame haben mich in die Mitte genommen und ich habe meine Händchen dann doch noch vertrauensvoll, in die große Raue des Herrn und in die warme weiche Hand der Frau gelegt. Es dauert schon eine ganze Weile, bis wir endlich an dem großen und voller Menschen wimmelnden Platz angekommen sind. „Schätzchen, ja wo warst du denn, wir haben dich überall gesucht, du bist einfach weggelaufen hat die Babsi gesagt, das darfst du doch nicht. Ich habe mir solche Sorgen gemacht. Kleines mach das nie, bitte niemals wieder“. Die Mama wischt sich über die Augen und drückt mich ganz fest. „Mami, ich bin nicht weggelaufen, die Babsi….“ „Nun lass gut sein“, höre ich die Oma sagen und dann bin ich lieber ruhig, irgendwie habe ich das Gefühl, dass meine Cousine das alles ein bisschen anders dargestellt hat. Wichtig ist mir auch nur, dass ich meine Mama wieder habe und eines weiß ich natürlich auch ganz genau, ich will diese Stadt sicher nicht mehr erkunden, auf jeden Fall nicht mit einer Cousine, die mich allein lässt….

 

Fortsetzung folgt.

 

©UteAnneMarieSch.

 

 

 

 

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Hörbuch

Über den Autor

UteSchuster
Zu meiner Freude hat mir mein Verlag artofarts, ein riesen großes Geschenk gemacht. Frau Bartl hat mir bei youtube ein, von mir gesprochenes Video, meines Buches Prinzessin Emma, gebastelt. Perfekt würde ich mein Sprechen nicht nennen, aber mit ganz viel Herz und Liebe gelesen. Hört doch einfach mal rein.


Ich freue mich auf einen Besuch : http://uteschuster.com/ mein blog Ich liebe alles was mich glücklich macht und das ist echt nicht wenig. carpe diem et carpe nocem. Für mich ist ein Traum, den ich schon seit Kindertagen träume, endlich wahr geworden. Was mich aber am meisten bewegt und was ich nun immer beachten werde ist: Wenn du dir etwas wünschst, dann wünsch es dir ganz genau. Glaub an die Erfüllung deiner Wünsche und vor allen Dingen, glaub an dich. An sich selbst zu glauben, das ist die größte Arbeit, aber sie ist zu bewältigen. Der Rat von einem lieben Ratgeber: Halte Dich einfach an meinen Wahlspruch - Du darfst an ALLEM zweifeln, nur nicht an Dir selbst. Ich werde es mir zu Herzen nehmen und dabei immer an dich denken, lieber Horst.

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otello05 das ist sehr schön geschrieben
Vor langer Zeit - Antworten
NORIS gerne wieder gelesen - lg heidemarie
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: Schön zu lesen, -
Zitat: (Original von Fuchs1957 am 28.05.2011 - 18:56 Uhr) die Briefe Deiner Mutter.
Steffen

danke,

LG Ute
Vor langer Zeit - Antworten
Fuchs1957 Schön zu lesen, - die Briefe Deiner Mutter.
Steffen
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: Re: Re: - das hätte ich mit dem Fuchs sicher auch gemacht, in den Puppenwagen und spazieren gefahren. Weißt Du was ich großartig finde, dass Du so stolz auf Deine Mama bist und sie bewunderst, das habe ich lange Zeit nicht gekonnt. Sei ganz stolz auf Dich, Du bist ein wunderbares Mädchen, oder muss ich Frau sagen? Nein, muss ich nicht ;-). Ich glaub der Bär fühlt sich bei euch wohl.
Zitat: (Original von LadyFabiola am 02.05.2011 - 23:10 Uhr) ja, du hast recht (: (also dass der kommentar ein geschenk für uns beide war)
nein, den kleinen jungen werd ich bestimmt nicht vergessen, er ist der erste, mit dem ich geredet hatte, obwohl er kein wort in meiner sprache sprechen konnte und ich kein wort in seiner (:
und neeeeeiiin, meine finger werden nieeemals so schnell wie die meiner mutter über die tasten fliegen, ich bewunder sie immer wieder aufs neue soo dafür :D das werde ich auch nie können! :(
ich würde es niemals übers herz bringen, mir einen fuchs um den hals zu legen, der arme fuchs :( meine oma ihre freundin ist jägerin, die hat meiner oma mal ein großes bärenfell geschenkt, und meine brüder und ich haben immer damit gespielt, bis meine oma uns gesagt hat, dass das mal ein echter bär war und ab dann haben wir ihn uns nicht mehr umgelegt oder uns drunter versteckt, sondern ihn ins bettchen gelegt, ihn zugedeckt und ihm gute-nacht-geschichten vorgelesen :D
jaa und jetzt tut er mir immer noch leid und ich bin inzwischen vegetarier :D
grüßle (:

Zitat: (Original von UteSchuster am 02.05.2011 - 22:05 Uhr) und wie ich sie liebe, Deine wunderbaren langen Kommentare. Für mich sind sie wie Geschenke und gerade dieser Kommentar ist ein geschenk für uns Beide, denn inzwischen hast Du sicher bemerkt, dass Deine Kleinigkeiten, ja eigentlich etwas ganz großes waren, oder? Den kleinen Jungen wirst Du nie im Leben vergessen und die Feder in Mamas Haar auch nicht und Deine Finger sausen inzwsichen vielleicht viel schneller über die Tasten. Glaub mir, das alles wirst Du immer in Dir tragen.

Lach, der Fuchs.. Alle reichen Damen trugen so einen Fuchs mit Füßchen um den Hals. Ich habe mir so sehr einen gewünscht, aber meine Mutti hatte natürlich nie das Geld dafür. Als vor kurzem eine Nachbaromi fragte, ob ich ihren Fuchs haben möchte, musste ich doch lachen, Nein, ich wollte ihn nicht. Aber als Kind hätt ich zugegriffen.

Ganz liebe Grüße

Deine Ute
Zitat: (Original von LadyFabiola am 02.05.2011 - 21:53 Uhr) wow, ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr mich diese geschichte berührt. vor allem wenn man sich vorstellt, das arme kleine mädchen in diesem moment zu sein.
mein gott, als ich fünf war, das ist gerade mal zehn jahre her, und ich kann mich an fast nichts mehr erinnern, vor allem nicht in diesen einzelheiten, bei dir ist das ja wohl schon ein paar jährchen länger her, und wie schlimm muss das gewesen sein, dass du immer noch weißt, dass die dame einen fuchs um den hals hatte und dir das so angst gemacht hat?

das ist komisch, ich überleg gerade, ob ich mich noch an was erinnern kann, als ich fünf war, und mir fallen nur momente ein, die eigentlich überhaupt nicht wichtig waren, aber die bilder noch so klar vor augen habe, als wäre es vor fünf minuten passiert^^
- einmal kommt unsere kindergärtnerin mit einem französischem jungen an und sagt, er kann kein deutsch, mein kleiner bruder und ich sollen uns doch bitte um ihn kümmern (er ist jetzt immer noch der beste freund meines kleinen bruders)
-einmal liegt meine mutter auf der couch und schläft, ich stecke ihr eine feder ihn die haare, rüttle sie wach und rufe: "schnell, die cowboys kommen!" :D
-einmal beichte ich meiner früheren blockflötenlehrerin, dass ich vergessen habe, zu üben (aber das war eine ganz liebe :))
-und einmal sitze ich auf meiner mutter ihrem schoß am klavier und schaue staunend zu wie sie die revolutionsetüde von chopin spielt und ich weiß noch ganz genau wie ich hinterher auf meinem zimmer probiert habe, ob ich meine finger auch so schnell bewegen kann (:

naja wie auch immer, das war jetzt eigentlich nicht wichtig, aber egal :D
jedenfalls fand ich deine geschichte sehr, ähm ja mir fällt gerade kein anderes wort ein außer berührend, aber das ist es ja auch, weißt du, das ist eine von den wenigen geschichten, bei denen man hinterher wirklich noch 2 minuten dasitzt, ohne sich zu bewegen und einfach nur denkt und sich die bilder im kopf nochmal anschaut...
ich freue mich schon auf die fortsetzung (:
liebes grüßle (:


(oh mann, wieso ist der kommentar schon wieder so lang????)



Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: - und wie ich sie liebe, Deine wunderbaren langen Kommentare. Für mich sind sie wie Geschenke und gerade dieser Kommentar ist ein geschenk für uns Beide, denn inzwischen hast Du sicher bemerkt, dass Deine Kleinigkeiten, ja eigentlich etwas ganz großes waren, oder? Den kleinen Jungen wirst Du nie im Leben vergessen und die Feder in Mamas Haar auch nicht und Deine Finger sausen inzwsichen vielleicht viel schneller über die Tasten. Glaub mir, das alles wirst Du immer in Dir tragen.

Lach, der Fuchs.. Alle reichen Damen trugen so einen Fuchs mit Füßchen um den Hals. Ich habe mir so sehr einen gewünscht, aber meine Mutti hatte natürlich nie das Geld dafür. Als vor kurzem eine Nachbaromi fragte, ob ich ihren Fuchs haben möchte, musste ich doch lachen, Nein, ich wollte ihn nicht. Aber als Kind hätt ich zugegriffen.

Ganz liebe Grüße

Deine Ute
Zitat: (Original von LadyFabiola am 02.05.2011 - 21:53 Uhr) wow, ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr mich diese geschichte berührt. vor allem wenn man sich vorstellt, das arme kleine mädchen in diesem moment zu sein.
mein gott, als ich fünf war, das ist gerade mal zehn jahre her, und ich kann mich an fast nichts mehr erinnern, vor allem nicht in diesen einzelheiten, bei dir ist das ja wohl schon ein paar jährchen länger her, und wie schlimm muss das gewesen sein, dass du immer noch weißt, dass die dame einen fuchs um den hals hatte und dir das so angst gemacht hat?

das ist komisch, ich überleg gerade, ob ich mich noch an was erinnern kann, als ich fünf war, und mir fallen nur momente ein, die eigentlich überhaupt nicht wichtig waren, aber die bilder noch so klar vor augen habe, als wäre es vor fünf minuten passiert^^
- einmal kommt unsere kindergärtnerin mit einem französischem jungen an und sagt, er kann kein deutsch, mein kleiner bruder und ich sollen uns doch bitte um ihn kümmern (er ist jetzt immer noch der beste freund meines kleinen bruders)
-einmal liegt meine mutter auf der couch und schläft, ich stecke ihr eine feder ihn die haare, rüttle sie wach und rufe: "schnell, die cowboys kommen!" :D
-einmal beichte ich meiner früheren blockflötenlehrerin, dass ich vergessen habe, zu üben (aber das war eine ganz liebe :))
-und einmal sitze ich auf meiner mutter ihrem schoß am klavier und schaue staunend zu wie sie die revolutionsetüde von chopin spielt und ich weiß noch ganz genau wie ich hinterher auf meinem zimmer probiert habe, ob ich meine finger auch so schnell bewegen kann (:

naja wie auch immer, das war jetzt eigentlich nicht wichtig, aber egal :D
jedenfalls fand ich deine geschichte sehr, ähm ja mir fällt gerade kein anderes wort ein außer berührend, aber das ist es ja auch, weißt du, das ist eine von den wenigen geschichten, bei denen man hinterher wirklich noch 2 minuten dasitzt, ohne sich zu bewegen und einfach nur denkt und sich die bilder im kopf nochmal anschaut...
ich freue mich schon auf die fortsetzung (:
liebes grüßle (:


(oh mann, wieso ist der kommentar schon wieder so lang????)

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UteSchuster Re: bin tief berührt -
Zitat: (Original von navajo am 02.05.2011 - 21:28 Uhr) Das Wort "Mama" ist eines der schönsten Worte der Welt.

Und meine "Mama" hat mich ein weiteres Wort gelehrt. Und selbst in ihren letzen Stunden hauchte sie es mir noch zu, wenn ich ihre Stirn abwischte:

"DANKE"!

Danke, liebe Ute, dass es Dich gibt!

in freudiger Erwartung auf die Fortsetzung,

navajo


Deine Worte haben mich tief berührt. Auch wenn es sehr traurig ist, wenn wir uns von unseren Liebsten trennen müssen, so ist es doch auch das allerschönste Geschenk, welches wir bekommen können, wenn wir bis zur letzten Sekunden die Hand halten und das Gesicht streicheln dürfen.
Bei meiner Schwiegermutter durfte ich das erleben, bei meinen Eltern leider nicht.


"Danke" haben wir früher sicher alle gelernt, ich frage mich nur, ob ich es aus so tiefem Herzen gesagt und gedacht habe, wie ich es heute empfinde,
Trotzdem bin ich der Meinung, dass gerade "DANKE" heute zu selten gelebt wird.

Die Fortsetzung kommt nachher. Leider komme ich im Moment nicht dazu weiterzuschreiben, weil ich meist mit Tränen hier sitze.

Liebste Grüße

Deine Ute

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