13.Februar 2010 Dresden
Selig
sind
die da Leid
tragen,
denn sie
sollen
getröstet werden.
Kommt her
die ihr mühselig
und beladen seid.
Die ihr radikal und aggressiv seid,
der Gewalt nachhängt, nachlauft,
die ihr an Nöten groß leidet,
töten und verletzen wollt um heil zu werden-
Kommt her, die ihr die Mutter erschlagen wollt,
die euch unter Schmerzen gebar.
Nun, als Gras, das alles Leben ist,
wiegt ihr euch mit uns im Wind
und unsere Köpfe winken und berühren sich.
Kommt her, ehe ihr euch zu Verdammten prägt,
ehe euer Leid, das ganzer Völker wird.
Nichts wird euch vom Schmerz erlösen,
als mein Wirken im Licht der Herrlichkeit
eurer Herzen, im Wiegen des Grases,
vor den Häusern eurer Geborgenheit.
Dass das Feuer eurer Herdstellen
eure Familien nährt
und der Born vor den Türen eurer Behausungen eine sprudelnde Quelle des Lebens ist.
Das will ich euch im Überfluss reichen.
Von nun an, bis in alle Ewigkeit,
kommt her,
die ihre mühselig und beladen seid,
lasst eure Seelen erquicken an der Quelle meines Lebens.
Und ihr werdet sagen,
wir haben eine kleine Zeit Mühe und Arbeit gehabt.
Nun aber sind wir getröstet, wie unsere Mutter uns trösten wollte.
Das alles wird sein, weil wir hie keine bleibende Statt haben,
denn wir müssen alle gehen, wenn wir entschlafen sind.
Wir werden aber alle verwandelt werden,
in einem Augenblick,
zu der Zeit der letzten Posaune,
unverweslich,
denn der Tod ist verschlungen in den Sieg.
Weder Hölle noch Stachel sind des Sieges gewahr,
denn du allein, Herr, bist würdig,
zu geben Preis und Ehre.
Herr du bist würdig zu nehmen,
Preis und Ehre und Kraft.
Denn du hast alle Dinge erschaffen,
Da uns nun die Frauenkirche
in steinerner Glocke grüßt,
so wissen wir,
selig sind die Toten,
die in dem Herrn sterben,
von nun an.
So lass sie ruhen von ihrer Arbeit,
da ihre Werke ihnen nachfolgen.
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