Am Morgen
Am Morgen, da eine Seel die Sonne freit,
bricht der Nacht dunkle Verdrossenheit.
Ihr grausig Klagen und die stille Pein,
löst entschwebend auf der lichte Schein.
Mein Liebchen selbst im fernen Lande
verspürt im Augenblicke starke Bande.
Die Sonn trägt zwischen uns die Bitte
und strahlt so des Lebens wahre Mitte.
Sie gibt und fließt sich hin dem Glanz,
verbrennt den, der sie beansprucht ganz.
Sie ist uns Stern und Lebensspender,
gleichwohl des Todes Sturz Geländer.
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