Gedichte
Kynos

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"Kynos"
Veröffentlicht am 16. Oktober 2009, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Kynos

Kynos

Und jeden Tag aufs Neue, da gehe ich ihn,
gepflastert mit Verblendung, kann kaum Einer flieh’n,
den Irrweg armer Wesen, - finster, trist,
auf dem man fällt, sich vergisst, nicht mehr ist.

Die Wahren rufen Menschen aus,
doch kommt nur Abschaum an zuhauf.
Dieser stellt sich in das, - verdeckt das Licht,
legt Steine auf den Weg, der Manchen bricht.

Die Wahren stürzen, sterben aus,
der Abschaum zieht Profit daraus,
bis alles wirr und anders wird,
so das wahr falsch und falsch wahr wird.

Wenn man so dann das Wort ergreift,
wird man von Allem angekeift.
Selbst manch scheinbar Wahrer zieht mit,
und meint der Abschaum halte Schritt.

Wachen Auges sein, immer aufrecht stehen,
Gedanken lassen sich nicht verdrehen,
Gar progressiv und hinterfragend sein,
doch dabei nie das Ich verleugnen, nein!

Vorüber ist‘s erst, wenn der Letzte fällt,
wenn Determination auf ewig hält,
doch vorher lieber aufrecht sterben,
als kniend deren Geist zu erben.

Denn die Wahren werden‘s ewig sehen,
wer fremdbestimmt ist, wer selbst kann gehen.
Sich nie ergeben, auch wenn‘s sinnlos scheint,
zählt zuletzt nur Eins, dass man wirklich bleibt.

Denn Leben wie ein Hund und dennoch wahr,
Das kann nur der, dem Alles ist ganz klar,
der sich nicht beirren lässt, und selbst im Elend weit Mehr ist,
als der Pöbel und trotz aller Widerstände nicht vergisst.

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Diogenes

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