Der Alltags(w)Hahn
Der Hahn im Stall kündet den Morgen,
da Menschen plagen Alltagssorgen.
Im Bett wälzt sich der Nachbar Mayer,
der gestern war auf einer Feier.
Dort trank er nach der Väter Sitte,
dass fließen solle, war seine Bitte.
Es floss im Hals viel Wein und Bier,
er plustert sich gar wie ein Stier.
Das rote Tuch war seine Sicht,
ein Fremder, der schien ihm der Wicht,
der diese Welt nur stört im Sein,
drum haute er ihn Klitzeklein.
Die Nachbarn trennte diese Zwei,
dass jeder dann alleine sei
und im Bett den Rausch ausschlief,
bis dass der Hahn am Morgen rief.
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