Nacht
Da die Nacht hat umfangen,
ist der Augen Macht vergangen.
Allein schlägt das Herz,
pulsiert die lebendig Terz.
Ich aber bleibe mir treu,
bewege mich im Täglichen scheu.
Alles scheint nur vorhanden,
ich spiele geschickt über Banden.
Versteck mich im Dickicht der Tage,
entweichend manch peinlicher Frage.
Mein Herz ist bei mir zu Haus,
gebe mich cool und als Macher aus.
So bleibe ich selbst mir fremd,
lebe, die Jacke ist näher, als das Hemd.
Sterbend quäl ich uns alle,
niemand merkt die tödliche Falle.
Copyright © mozimi 2009/08