Romane & Erzählungen
Bilder... - ...lügen nie

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"Bilder... - ...lügen nie"
Veröffentlicht am 25. Juni 2009, 18 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Bilder... - ...lügen nie

Bilder... - ...lügen nie

Bilder...lügen nie

Wie immer, wenn ich morgens aufstehe, habe ich keine Lust auf Schule.

Wie immer denke ich, wie schön es wäre, wenn ich noch schlafen könnte.

Doch tun kann ich nichts.

Also schalte ich meinen Wecker, der schon seit 2minuten dauerklingelt, aus und stehe wie immer recht wiederwillg auf.

Ich gehe also wie jeden morgen ins Bad, dusch, putze Zähne und schminke mich.

Dann setze ich mich an den Küchentisch, nehme die Tageszeitung und lese:

„5-jähriges Mädchen entführt!“

Lautet die Schlagzeile, die mir sofort ins Auge fällt.

Ich lese weiter:

„Gestern wurde in unserer Stadt ein 5-jähriges Mädchen entführt, als es mit einer Freundin auf dem Spielplatz spielte. Die Polizei hat noch keinen Hinweis über den derzeitigen Aufentalsort des Mädchens erhalten“

Ich dachte nach.

Wenn ich ein 5-jähriges Mädchen entführen würde, wo würde ich mit ihm hingehen? Vielleicht in den Zoo?!

Bei der Vorstellung, das der Entführer das Mädchen zwischen Pinguinen und Eisbären verstecken würde, musste ich lachen, auch wenn es eigentlich nicht zum lachen war.

Ich klappte die Zeitung zu und machte mich auf den Weg zur Schule.

 

„Mensch Julie! Da bist du ja endlich“ brüllte mir meine beste Freundin Marie quer über den ganzen Schulhof entgegen.

„Hey! Wie geht’s dir denn?“

„Mir geht’s toll! Aber du siehst so nachdenklich aus. Was ist los?“

„Ich hab grad die Tageszeitung gelesen. Ein 5-jähriges Mädchen wurde entführt und keiner weiß, wo es ist. Ich find das schrecklich! Stell dir doch mal vor, wie sich die Eltern fühlen müssen“

„Ach Julie! Was hast du denn vor? Willst du suchtrupps gründen und sie suchen?“

Wir mussten lachen, auch wenn es mal wieder nicht zum lachen war.

Aber so war es schon immer.

In den ungünstigsten Momenten mussten wir lachen.

Letztens waren wir bei einer Hochzeit von Maries großer Schwester.

Der Trauzeuge sah so seltsam aus, dass wir genau beim „sie dürfen die Braut jetzt küssen“ auf einmal laut loskicherten.

Aber das war jetzt auch egal.

 

„Essen ist fertig“ schrieb meine Mutter aus der Küche

„Ich habe keinen Hunger“ schrie ich zurück

Ich ging in mein Zimmer, nahm meine Tasche und etwas Geld und machte mich auf in die Stadt, in der heute ein Flohmarkt stattfand.

Ich liebe Flohmärkte.

Und ich liebe es in alten Sachen zu stöbern.

In letzter Zeit suche in ein Bild, ein möglichst altes, das ich über mein bett hängen konnte.

Meine Freundinnen fragen mich immer, ob ich in der falschen zeit gelandet war.

Ich war die einzige von uns allen, die sich keine Poster aus der BRAVO! sondern alte Bilder in ihr Zimmer hängte.

 

Auf dem Flohmarkt angekommen, ging ich, wie immer, erst einmal durch alle Reihen um mir einen Überblick zu verschaffen.

Als ich in der Bildabteilung ankam, fiel mir sofort dieses eine Bild ins Auge.

Es war in einem goldenen Rahmen eingerahmt und mir gefiel es so gut, das ich es sofort mitnahm.

Es zeigte ein kleines Mädchen, das auf einem Steg an einem schönen See saß.

Im Hintergrund befanden sich ein Mann und eine Frau und ein großer, dichter Wald.

 

Zu Hause angekommen, hängte ich es sofort über mein bett und legte mich auch bald darauf schlafen.

Am nächsten Morgen stand ich fast widerstandslos auf und ging wie jeden morgen ins Bad.

Aber irgendetwas leitete mich dazu hin, nicht wie gewohnt in die Küche nach unten zu gehen, sondern noch einmal in mein Zimmer zu schauen.

Also tat ich es.

Ich schaute mich um und alles schien normal.

Bis mein blick auf das Bild, das mir am Vortag noch so sehr gefallen hatte, fiel.

Das Paar im Hintergrund war verschwunden und das Mädchen lag nun auf dem Steg.

Als ich näher herantrat, entdeckte ich einen winzigen Schriftzug:

„Bilder lügen nicht“ stand dort.

Und auf einmal kam mir alles so vertraut vor.

Dieser See, war es nicht der See, der bei uns in der Nähe war, der schöne Badesee, der im Sommer im voll besetzt war?

Dieser Wald…ich kannte ihn ganz genau!

Und auf einmal fiel mir auch der Zeitungsartikel vom Vortag ein!

Ich rannte runter in die Küche.

Dort saß meine Mutter und hatte mir schon mein Müsli und meinen Toast vorbereitet.

„Mama, ich weiß, ich bin manchmal wirklich anstrengend aber wenn du mich jetzt zum See fährst, werde ich dich nie wieder nerven“

„Warum willst du ….“ Weiter kam sie nicht

„Frag nicht! Komm einfach mit“

Sie kam mit, wenn auch mit etwas Wiederstand.

Als wir am See ankamen, sprang ich aus dem Auto.

Ich schaute mich um.

Es war genau die gleiche Umgebung wie die auf dem Bild.

Ich ging zu dem Steg, auf dem in meinem Bild das Mädchen lag.

Und tatsächlich! Dort lag ein kleines Mädchen und rührte sich nicht.

Von den Suchanzeigen in der Tageszeitung wusste ich genau, wie das entführte Mädchen aussah.

Dieses Mädchen, was ich hier vor mir hatte, passte haargenau auf dieses Bild.

Ich rief meine Mutter, die die Tageszeitung ebenfalls ließ und auch von dem verschwundene Mädchen wusste.

Auch sie konnte es kaum glauben.

Meine Mutter rief sofort die Polizei und erzählte, das wir das entführte Mädchen gefunden hatten.

Nach 10 Minuten traf die Polizei ein und bestätigte uns nach wenigen Minuten, dass dieses Mädchen das gesuchte Mädchen war.

Später traf noch der Notarzt ein und es gab eine weitere gute Nachricht

Das Mädchen lebt. Man hat ihm nur ein betäubungsmittel gegeben.

So nahm alles seinen Lauf.

Die Eltern des Mädchens bedanken sich tausend mal bei mir, ich war mindestens 5mal in der Zeitung und wurde sogar mit 1000 Euro Preisgeld belohnt.

Diese behielt ich aber nicht.

Für meine Mutter bestellte ich ein Wellnesswochenende in der Schweiz für uns beide und der Familie des Mädchens, die nicht besonders viel Geld hatte, gab ich ebenfalls etwas ab.

Den Rest spendete ich.

Nur 50 Euro behielt ich.

Warum?

Damit ich, wenn es mal wieder so einen Entführungsfall geben sollte, mir wieder ein Bild kaufen konnte.

Denn:

Bilder….lügen nie

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JulchenxD
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Selestria Schön^^ - Sehr niedlich die Geschichte.. Solche Bilder möchte ich auch haben.
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