Romane & Erzählungen
Mosaikbild - mein Leben

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"Mosaikbild - mein Leben"
Veröffentlicht am 14. Juni 2009, 24 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Über den Autor:

Mein Name ist Daniela Leiner, bin Mutter von drei Kindern, wohne in Sizerath und bin Kinderbuchautorin.Mit dem Schreiben fing ich schon in meiner frühesten Jugend an. Intensiv beschäftige ich mich damit seit dem Jahr 2012.Meine Kinder und das Leben allgemein inspirieren mich jeden Tag aufs Neue. Ebenso ereilen mich kreative Ideen, die ich nicht nur schriftlich, sondern auch im Malen und handwerklichen Bereich umsetze. Die Kunst allgemein gesehen ...
Mosaikbild - mein Leben

Mosaikbild - mein Leben

Mosaikbild – mein Leben

Jede Menschenseele strukturiert von verschiedenen Ebenen und Dimensionen. Gedanken aneinander gereiht. Glied an Glied. Stück für Stück. Wie ein Mosaikbild. Im Ganzen betrachtet erstrahlt es in vollem Glanze. Wunderschön anschaubar. Nahe zu perfekt, doch schaut man genau hin, schwinden winzige Teilchen. Bruchstücke von einem Ganzen, von der Vollkommenheit. Interessant und Ausdrucksvoll, reizend und schön, gefährlich und unvollkommen. In der Tiefe, den Grund der Persönlichkeit liegt die Wahrheit verborgen. Die Wahrheit nahe zu unerreichbar. Feinste Teilchen eingesetzt, heraus genommen, neu strukturiert. Gedanken, die nicht mehr zu dem Ganzen passen. Feinste Teilchen an Wert verlieren, doch ein neuer Sinn kommt hinzu. Jedes Teilchen versteinert und leblos und doch so lebendig. Jedes Teilchen wiedespiegelt meine Seele. Viele Farben und Formen, klein und groß, matt und glänzend. Ein Schleier legt sich über dieses Bild. Es gewährt Schutz und Sicherheit. Jedes einzelne Stück sanft umhüllt. Jeder Gedanke behutsam behandelt. Das Mosaikbild entzwei gerissen und zerstört. Immer und immer wieder. Mutwillig zerstört und es ergibt keinen Sinn. Ein neues Bild setzt sich zusammen. Neue Gedanken, neue Teilchen, neue Perspektiven. Es wird von Mal zu Mal schöner und ansehnlicher. Außenstehende nehmen die Hülle des Ganzen wahr, doch nicht welche Gedanken sich dahinter verbergen. Zu schwierig, zu komplex. Aufopferung jener Gedanken, um Verstehen zu können. Eigenwillig und egoistisch. Zu schwierig um jenes Bild zu verstehen und doch so einfach, wenn man genau hin sieht. Bedeutsame Gedanken zusammengesetzt, zu einem Ganzen. Das Mosaikbild, mein Leben. Zerstört und doch so lebendig. Ich bin vollkommen und doch nur ein Teil von einem Ganzen. Mosaikbilder nebeneinander gestellt und jedes Bild eine andere Wirkung. Jedes Bild aneinander gereiht und es ergibt sich ein Ganzes. Die Menschheit ergibt ein Ganzes, auch wenn wir uns ausgeschlossen fühlen. Wir reichen uns gegenseitig die Hand, doch wie nehmen sie nicht an. Wir sind uns näher, als wir glauben, denn jeder Mensch sehnt sich nach Nähe und Liebe. Ein Urtrieb und Verlangen, das jeder Mensch in sich trägt. Wir können täuschen und verwirren und doch fühlen wir alle dasselbe. Feinste Teilchen, Erfahrungen die uns verleiten unüberlegt Dinge zu tun, die wir eigentlich nicht wollen. Geblendet von dem Inneren Ich. Unbewusste Verhaltensweisen, die Rätsel aufgeben. Enträtseln und Entwirrung. Der Atem scheint kurz still zu stehen, für einen Augenblick, doch die Lebensuhr läuft weiter. Das Leben nimmt seinen Lauf und es tickt und tickt und tickt. Wie ein Vulkan, der droht auszubrechen. Jede Minute und Sekunde kannst du dich verlaufen, in die noch unbekannte Welt. Ungewissheit, die dich reizt und dich zugleich beängstigt. Stufe für Stufe, Augenblick für Augenblick näherst du dich deinem Ziel. Du gehst Stufe für Stufe deine Lebensleiter hinauf. Zwei Schritte nach vorn, einer zurück. Einer zurück und wieder zwei nach vorn. Tränen, endlose Tränen. Befreiung der Seele. Siehst du die Tränen in jenem Bild?? Sehr gut versteckt und fast nicht erkennbar. Du siehst in mitten meines Gesichts und du siehst nichts. Du versuchst mein Bild zu entschlüsseln, doch es gelingt dir nicht, denn der Schlüssel zu dem Ganzen passt nicht. Finde ihn und beeindrucke mich. Bringe mich zum Erwachen. Wenige Menschen haben diese Gabe. Vielleicht auch nur ein einziger Mensch. Vielleicht auch kein Mensch und ich sterbe in Frieden und allein. Ich bin auf mich alleine gestellt. Tag für Tag, Sekunde für Sekunde, denn mein Leben lebe nur ich. Ich wurde geboren und war allein und ich werde sterben und bin allein. Jeder Mensch hat das Recht zu leben, aber jeder Mensch hat auch das Recht zu sterben. Ein Recht auf Freiheit, doch gibt es die Grenzenlose Freiheit?? Wir wissen nicht, was sich hinter dem Horizont verbirgt. Wir wissen nicht, ob wir denken oder fühlen können. Wir wissen zu wenig, um darüber urteilen zu können. Wir leben und werden es erfahren, wenn es der Zufall so will. Ängste, die uns vereinsamen. Ängste, die uns ein Stück Lebensqualität nehmen. Entscheidungen nicht möglich, weil wir uns nicht entscheiden wollen. Wir bleiben dem alten Leben treu. Aus Angst, aus Gewohnheit, aus Liebe. Erfahrungen prägen. Prägen so sehr, das sie sich wie ein Schleier über unsere Seele legen. Erinnerungen, die dich aufleben und aufblühen, aber auch zittern und verzweifeln lassen. Erinnerungen weit nach hinten geschoben, verdrängt und doch holen sie dich immer wieder ein. Du merkst es nicht. Erst dann, wenn es fast zu spät ist. Endlose Gedanken hinter blieben. Keine Gedanken, eine Lüge. Gedanken existieren jeden Augenblick, im Unterbewusstsein und wir haben keinen Einfluss darauf. Das Lenken der Gedanken, aufwendig und schwierig. Menschen gehen den bequemen Weg. Sie entweichen jener Konfrontation, weil sie sich durchschaut fühlen. Viele Fragen und keine Antworten. Keine Antworten, weil sie sich ertappt fühlen, anstatt zu ihren Gefühlen und Gedanken zu stehen. Viele Fragen, die als Unangenehm scheinen, weil sie die Wahrheit hervorbringen.

Die Menschheit verlogen und durchtrieben und doch ist die Wahrheit offensichtlich. Die Wahrheit, die die Menschen von sich schieben. Es nicht wahrhaben wollen, doch jeder einzelne Mensch wird sich selbst belügen. Lebenseinstellungen, die ich niederschreibe anhand von negativen, wie positiven Erfahrungen, die ich bisher durchlebt habe. Ich bin das Theater und viele Menschen umgeben mich. Ich bin der Mittelpunkt in meinem Leben und ich ziehe viele Blicke auf mich. Mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Mit einem verzerrten, aber auch mit einem verwunderten Blick. Ich schaue hinter die Kulissen, schaue weit über den Horizont, doch vielleicht schaue ich etwas zu weit hinaus. Ich schaue weit hinaus und sehe nichts und doch sehe ich so viel. Ich sehe Dinge, die kein Mensch nachvollziehen kann, weil meine Gedankenwelt einzigartig ist. Meine Gedankenwelt, die mich manchmal selbst überrascht und doch gehören all die Gedanken zu mir. Manchmal verstehe ich sie nicht und manchmal sind sie sehr überzeugend. Überzeugend für mich ganz allein, denn ich muss nur mir selbst etwas beweisen. Beweisen, das ich der Star des Theaters bin. Ich habe mein Leben allein in der Hand und ich werde den Weg gehen. Den Weg, der weit über den Horizont hinaus ragt. Ich bin mein eigener Herr und ich suche mir meine Angestellten aus, diese ich für mein Theater einstelle. Menschen, die mich ein Teil meines Lebens begleiten dürfen. Menschen, die ich in mein Herz schließe diese mir Respekt und Anerkennung entgegenbringen. Konsequent und übersichtlich. Wer sich nicht an die Regeln hält, fliegt. Wer mich nicht so behandelt, wie ich es mir wünsche, muss Abschied nehmen. Abschied nehmen und sich neu Orientieren, doch dieser Schritt liegt nicht mehr in meinem Ermessen. Eine wahre Freundschaft zeichnet sich aus durch viel Geduld, Respekt und Verständnis. Ein Baum muss wachsen und gedeihen, ebenfalls wie die Freundschaft. Das Theater ist eröffnet und ich bin bereit mich öffnen, doch ist es geschlossen hat kein Besucher Zugang in meine Welt. Zu spät ist es meine Vorstellung wahrzunehmen, doch die nächste kommt gewiss. Geschlossen und verschlossen hinter einer riesigen Türe. Den Schlüssel zu dieser befindet sich in meinen Händen, aber es gibt Menschen in dem Universum, die einen Ersatzschlüssel besitzen, doch wer es sein wird, wer weiß!? Plötzlich ein Abriss meines Erbauten, meiner Existenz, meines Lebens. Mein Theater nur in winzigen Bruchstücken von Sekunden zerstört. Zerstört und ich fühle mich nieder. Mein Theater verschwunden, nicht mehr anschaulich, doch ich brauche Zeit. Zeit, um mich neu zu orientieren. Zeit, um mein Traum wieder herzustellen und zu erbauen. Etwas viel schöneres und lebendigeres. Gedanke für Gedanke, Idee für Idee, Stein auf Stein ergibt sich ein ganzes. Ein ganzes, das ich mir erhofft und gewünscht habe. Ich sehe, wie sich meine Bauruine zu einem schönen Schmetterling entfaltet. Von Tag zu Tag wird sie immer schöner. Verleiht von einem ganz besonderen Glanz. Viele Tage gehen ins Land und wer weiß, wann mein Theater vollkommen sein wird, aber es wird es niemals sein, denn jeder Mensch hat andere Ansichten und Vorstellungen. Wichtig ist es meine Orientierung nicht zu verlieren und mein Werk nicht aufzugeben. Mein Lebenswerk. Mich nicht beirren zu lassen von den Wirren Aussagen meiner Zuschauer und doch sind sie manchmal zu überdenken. Überdenken und entscheiden, aber ich selbst zu sein. Für die einen scheinen meine Vorstellungen langweilig und desorientiert und für die anderen sehr aufschlussreich. Für die einen bin ich ein nichts und für die anderen etwas ganz besonderes. Ich lade die Menschen zu meiner Vorstellung ein, doch ich zwinge sie nicht zu bleiben und so wird jeder fei entscheiden können, ob er an meiner Vorstellung teilhaben möchte oder nicht. Ich werde den Menschen nie gerecht sein können, denn jeder Mensch setzt unterschiedliche Prioritäten und denkt verschieden. Für die einen bin ich ein unbeschriebenes Blatt, für die anderen ein interessantes Buch. Das immer und immer wieder gern gelesen werden möchte, da sich dieses Buch fortsetzt. Seite für Seite, Gedanke für Gedanke, Niederlage für Niederlage, Fortschritt für Fortschritt. Menschen zweifeln an meinem Werk, doch ich vergebe ihnen, denn auch ich habe meine Zweifel, aber ich erschaffe mir neue Gedanken. Immer und immer wieder bis ich vollkommen zufrieden bin, aber ich weiß auch, das es die Vollkommenheit nie geben wird, also werde ich mit dem zufrieden sein, was ich besitze. Meine Gedanken ein Bestandteil meines Lebens, wie das tägliche Brot für unser Leben. Meine Gedanken ergeben Zeile für Zeile ein halbes und ich kann stolz sein. Stolz auf meine Zeilen, denn sie wiederspiegeln, nein sie sind mein Leben. Mein Leben und meine Realität. Meine Realität, in der ich mich jeden Tag befinde. Mein Theater, das für mich Tag und Nacht geöffnet ist.

Im Prinzip sind wir Menschen alle gleich. Wir werden ohne gefragt zu werden eines Tages geboren und werden aus unterschiedlichen Gründen sterben. Wir sehnen uns alle nach einem Ziel. Liebe, Erfolg und Zufriedenheit. Wird dieses nicht gegeben, neigen wir zu Fehlverhaltensweisen, die oftmals schwer zu verstehen sind. Wird diese Anerkennung uns nicht entgegengebracht, nehmen wir uns diese auf unterschiedlichste Art und Weise. Manchmal sind es Taten, die wir vollbringen, die wir im Nachhinein gar selbst nicht verstehen, aber dennoch haben wir für den Augenblick gelebt. Jeder Mensch geht seine Lebensleiter hinauf. Jeder Mensch wird sich einmal schlecht fühlen und an seiner Existenz zweifeln, doch es kommen wieder die Sonnentage, in denen wir zufrieden lächeln können. Wir schauen hinweg über die Finsternis und stellen uns neuen Herausforderungen, die uns jeden Tag überraschen werden. Wir versuchen uns selbst und den Mitmenschen zu vertrauen. Das Urvertrauen, das uns am Tag unserer Geburt mitgegeben wurde, schwindet von Mal zu Mal. Wir wollen vertrauen, doch unsere Ängste lassen dies nicht zu. Misstrauen, das uns manchmal verzweifeln lässt. Misstrauen, das uns immer wieder den Abschied gibt und etwas neues, vielleicht etwas viel besseres wird geboren. Ein Mensch, der Geduld mit dir hat und dir vergibt. Wir neigen dazu Menschen zu belügen, aus Angst und Verzweiflung. Mit einem freudigen Gesicht werden wir nie lügen können, denn im inneren denken wir immer die Wahrheit und bereuen es zu tiefst. Warum lügen wir? Weil wir nicht zu dem stehen, was wir fühlen und Denken. Weil wir uns, als etwas Besseres darstellen wollen, als wir sind. Weil wir für einen Augenblick Anerkennung erfahren, aber wir wissen auch, das es nicht diese Anerkennung sein wird, die wir uns tatsächlich wünschen, denn sie beruht auf falschen Tatsachen. Tatsachen, die dem realen nicht entsprechen. Lüge für Lüge, Stein auf Stein ergibt ein ganzes und doch nur ein halbes, weil wir nicht die Wahrheit aussprechen. Wir belügen nicht nur die Menschen, sondern vor allem uns selbst. Wie fühlen wir uns hinterher? Sind wir glücklich und zufrieden? Haben wir das erreicht, was wir tatsächlich wollten? Eine Lüge und diese verändert ein ganzes Leben. Ein ganzes Leben und Traurigkeit verbreitet sich in jenem Gesicht. Wir stehen einem Menschen gegenüber und schenken ihm unsere vollste Aufmerksamkeit. Wir hören viele Worte, achten vielleicht auf die Gestik und Mimik. Wir schenken im ersten Augenblick glauben und im nächsten Augenblick haben wir Zweifel. Zweifel an dem, was uns glaubwürdig entgegengebracht wurde/wird. Es hörte sich so toll und überzeugend an, doch woher wissen wir, ob es eine Lüge oder die Wahrheit war/ist? Wir vertrauen auf unser Gefühl, doch was, wenn es uns täuscht? Es zeigt uns, wie sehr verzweifelt die Menschen sein müssen, diese Lügen verbreiten. Lügen verbreiten und sich nicht bewusst sind, welche Nachfolgen es haben könnte. Da wir ganz allein für unser handeln und tun verantwortlich sind, müssen wir unsere Erfahrungen machen und vielleicht ein wenig vorsichtiger werden. Wir können uns mit jedem Menschen unterhalten, doch wir müssen uns gewählte Gesprächsthemen aussuchen. Der falsche Weg wäre es sich zurück zu ziehen. Keinen Menschen an sich heran zu lassen. Manchmal frage ich mich, was muss einem Menschen zugestoßen sein, der sich so sehr verschließt und lügt!? Auch ich musste eine solche Situation miterleben. Phasen, die es in meinem Leben gab, in denen ich mich verschloss und keinen Menschen an mich heran ließ. Ja, auch ich die Menschen anlog, aus Verzweiflung und Angst. Erst in den letzten Jahren und Monaten ist mir bewusst geworden, wie sehr ich mich verändert habe, aber positiv meines Erachtens. Wenn ich mich nun einmal selbst Frage, wieso ich was gerade mache und dies zu sehr Hinterfrage, wird es mich irgendwann selbst verwirren. Ich versuche mich und meinen Körper bis ins kleinste Detail zu  zerlegen. Einfach um mich besser verstehen zu können, doch es macht mich manchmal verrückt. Ich möchte verstehen, wieso ich so bin, wie ich bin!? Wieso ich manchmal anhänglich bin? Wieso ich anfange unbewusst an den Menschen fest zu halten? Wieso ich so ungeduldig bin? Es sind Verhaltensformen, die mich belasten. Es sind Verhaltensformen, die ich mir über viele Jahre hinweg anhand meiner Lebenserfahrungen angeeignet habe, die leider auf negativer Ebene basierten. Jede Enttäuschung sank immer tiefer und tiefer. Jede Enttäuschung verunsicherte mich immer mehr. Jede weitere Enttäuschung nahm mir etwas an Lebensfreude. Jede weitere Enttäuschung ließ mich aber letztendlich auch lehren und hoffen. Jede Enttäuschung bedeutet zugleich auch ein neuer Anfang, doch loszulassen von dem Alten und dem Geliebten ist eine Herausforderung, weil man im ersten Augenblick nicht versteht, sondern nur den Schmerz verspürt. Der Schmerz, der tief im innersten verankert ist und es Zeit braucht bis er schwindet. Erst dann kann ich wieder klar denken und Verständnis zeigen. Erst dann kann ich verstehen und mich neu orientieren. Erst dann kann ich den Zustand akzeptieren, aber tiefe Narben bleiben. Narben, die mich immer wieder daran erinnern, was mir zugestoßen ist. Es sind Menschen, die in meinem Innersten Spuren hinterließen, negative, als auch positive. Es sind Menschen, die mich bewusst und teils unbewusst verletzten. Es sind Menschen, die ich Liebe und zugleich Abgrundtief hasse. Es sind Menschen, denen nicht bewusst war, was sie mit ihren Worten und Taten anrichteten. Wie sehr sie ein Menschenleben ruinieren. Wie sehr sie einen Menschen verletzten und welche Nachfolgen es haben könnte. Es sind aber auch Menschen, die mir Respekt und Verständnis entgegenbringen. Menschen, die meine Gedanken nicht verurteilen. Menschen, die mir Gehör geben und ich ihnen dankbar bin. Menschen, die meine Vergangenheit wissen, aber dennoch zu mir stehen. Menschen, die mich um meine Gaben beneiden und nicht mit Neid mir gegenüber stehen. Menschen, die mich einfach so nehmen, wie ich bin ohne mich verändern zu wollen. Das sind Menschen auf die ich gerne zurück schaue, aber auch auf jene, die noch einen weiten Weg vor sich haben. Wenn ein Mensch nach meiner Hilfe bittet nehme ich dies als Geschenk an und es erfreut mich, denn es zeigt mir, dass dieser Mensch mir ein wenig Vertrauen entgegenbringt. Ich schätze diese Geste sehr und ich bin oftmals auch bereit dazu um meine Hilfe anzubieten, doch wenn ich das Gefühl habe, das böswillige Absichten sich dahinter verbergen, werde ich mich distanzieren. Distanzieren zu meinem eigenen Schutz. Ich bin gerne bereit Menschen mein Gehör zu geben, denn ich weiß, wie wichtig eine richtige Kommunikation untereinander ist. Reden und nochmals reden, aber oftmals bewirkt allein das Zuhören große Wunder. Jeder Mensch muss sich darüber bewusst sein, das kein Mensch ihnen helfen kann, nur sie selbst können sich ganz alleine helfen, indem sie einsichtig werden/sind und ihren Weg dennoch alleine gehen. Es ist ein Gutes und beruhigendes Gefühl, wenn man auf einen Menschen zurück schauen und sich an ihn anlehnen kann, aber wir dürfen uns nicht zu sehr von jemanden oder irgendetwas abhängig machen. Es gibt nur wenige Menschen in meinem Leben, bei denen ich das Gefühl habe respektiert zu werden, mit all meinen Gedanken und Vorstellungen. Auch gibt es nur wenige Menschen, mit denen ich mich verbal so unterhalten kann, dass ich das Gefühl habe verstanden zu werden. Es gibt Menschen, die mir einfach nur ihr Gehör geben und ich danke ihnen, denn es beansprucht vielleicht ein paar Minuten oder ein paar Stunden, aber nicht die ganze Welt und kein Geld der Welt. Anschließend fühle ich mich einfach gut und ich habe den Ballast von meiner Seele herunter geredet, ohne eine Antwort und ohne eine Lösung zu erwarten von meinem Gegenüber. Jener Mensch zeigt mir, dass er an meiner Person interessiert ist und dies ist für mich von großer Bedeutung, den Weg muss ich dennoch alleine gehen. Ich weiß, wie ein Mensch sich fühlt, der ständig abgewiesen wird und dennoch weiß ich es nicht, da jeder Mensch unterschiedlich empfindet. Ich kann nur meine Erfahrungen und Gefühlsempfindungen nieder schreiben, wobei ich davon überzeugt bin, das viele Menschen ähnlich denken wie ich, vor allem ähnlich empfinden. Manchmal habe ich das Gefühl dieser Vertrautheit, wenn ich mich mit einem Menschen unterhalte, wir uns gar gegenseitig verstehen können. Wir sind uns so ähnlich und doch von Grund auf sehr verschieden. Wie ein Spinnennetz strukturiert. Faden an Faden, Gedanke an Gedanke ergibt ein Ganzes und doch nur ein halbes, denn das Muster des Netzes, die Gedanken verändern sich immer wieder. Jeder Faden eine andere Charaktereigenschaft und diese gehen sehr weit auseinander. Jeder Faden und jeder Gedanke ist miteinander verknüpft und doch können wir diese Kette unterbrechen. Unterbrechen und neue Verknüpfungen setzen. Neue Gedanken und neue Möglichkeiten schaffen. Neue Eigenschaften aneignen und diese real umsetzen. Negative, wie positive Eigenschaften im Wandel mit der Zeit, denn die Zeit verändert sich und somit auch mein Leben und meine Gedanken. Meine Gedanken verändern sich täglich und sie werden sich immer und immer weiter fortbewegen und weiterentwickeln. Ich möchte meinen Gedanken nicht treu bleiben, denn dann hätte ich den Glauben an mich selbst verloren und aufgehört zu träumen und zu hoffen. Wenn ich an einem Gedanken festhalte, kann ich nicht die volle Schönheit des Spinnennetzes wahrnehmen. Ich werde nicht in den Genuss kommen zu beobachten, wie dieses Netz sich immer weiterentwickelt. Wie ein Tautropfen sich an einem Faden befindet und er wieder schwindet. Wie eine Träne in meinen Augen, diese sehr bald trocknet. Wie die Sonne, die Fäden glänzen lässt. Wie eine nette Geste mich erstrahlen lässt. Wie ein Insekt in den Fäden gefangen ist. Wie ich in mir gefangen bin. Wie die Fäden von dem Frost weiß umhüllt sind. Wie mein Körper von eisiger Kälte umgeben ist. Der Frost aufgetaut und mein Körper erwärmt. Die Liebe kehrt zu mir zurück. Sie kehrt zurück und schenkt mir ein Lächeln. Schenkt mir ein Lächeln und ich möchte daran festhalten, weil es ein schönes Gefühl ist. Ich möchte öfters Lächeln können und die Schönheit der Natur miterleben. Erleben, wie schön mein Leben doch ist. Meine Traurigkeit in mir gefangen. Mein Kopf gesenkt und Tränen, die ich unterdrücke. Unterdrücke, das die Menschen nicht erahnen, wie es mir geht. Das die Menschen nicht fragen und ich nicht antworten muss. Ich bin traurig, weil ich unzufrieden bin. Unzufrieden mit mir selbst. Warum ich unzufrieden bin?? Weil ich meine Verhaltensweisen oftmals nicht verstehe, diese mich sehr belasten. Ich muss meine eigene Mauer durchbrechen und ich erwarte keine Hilfe, obwohl viele Menschen mir Anlass dazu gaben mich dahinter zu verbergen, aber ich möchte mich alleine befreien. Mich befreien und weiter spinnen. Fädchen für Fädchen, Gedanke für Gedanke. Ich möchte mich von meinen Lieben verabschieden, wenn ich das Haus verlassen, denn ich weiß nicht, ob ich wieder zurück kehren werde. Ich möchte meine Kinder lachen sehen, denn es ist ein Lachen, das von Herzen kommt. Ich möchte die Blumen blühen sehen, denn es zeigt mir, dass die Natur irgendwo noch in Ordnung ist. Ich möchte einfach nur sehen, denn es gibt Menschen, die ihr Augenlicht verloren haben. Ich möchte riechen den Duft der Brötchen, denn es zeigt mir, das es Menschen gibt, die um unser wohlergehen bemüht sind. Ich möchte riechen, den Duft des Benzins, denn es zeigt mir, dass wir noch Mobil unterwegs sind. Ich möchte einfach nur riechen, denn es gibt Menschen, die ihr Geruchssinn verloren haben. Ich möchte fühlen, wie die Haut des anderen sich anfühlt, denn es zeigt mir, dass ich doch nicht Gefühlslos bin. Ich möchte fühlen und genießen, denn es gibt Menschen, die ihr Gefühlssinn verloren haben. Ich möchte schmecken, wie das Eis auf meiner Zunge zerschmilzt, denn es zeigt mir, dass ich doch irgendwo genießen kann. Ich möchte schmecken, das Obst in meinem Mund, denn es zeigt mir, dass ich mich doch irgendwo Ernährungsbewusst ernähre. Ich möchte einfach schmecken, denn es gibt Menschen, die ihr Geschmackssinn verloren haben. Ich möchte hören, wie die Menschen sich unterhalten, denn es zeigt mir, dass ich doch nicht alleine bin. Ich möchte nette Worte hören, denn es zeigt mir, dass es Menschen gibt, die mich doch mögen. Ich möchte einfach nur hören, denn es gibt Menschen, die ihr Gehörssinn verloren haben. Wir schauen zu oft an den schönen Dingen vorbei, die uns jeden Tag umgeben, wobei wir eigentlich glücklich sein könnten, denn es gibt Menschen, die all diese Dinge nicht wahrnehmen können. Wir sind alle untereinander auf eine Art und Weise angewiesen, doch wir geben es nicht zu. Wir geben uns gegenseitig die Hand, doch wir bemerken es nicht. Wir werden geboren und sind auf unsere Bezugspersonen angewiesen. Wir sind in der Schule und Ausbildung auf Menschen angewiesen, die uns lehren. Wir gehen einer Berufstätigkeit nach und sind auf die Anforderungen der Arbeitgeber angewiesen. Und wenn mir nun ein Mensch vermitteln möchte er lebt sein Leben allein und er ist auf keine Hilfe angewiesen, wird dieser Mensch sich selbst belügen. Wir nehmen vieles bewusst nicht wahr und sind in dem Glauben das es so ist, doch es ist falsch. Doch, was ist falsch und was ist richtig? Richtig und falsch ist das, was ich als solches wahrnehme.

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Über den Autor

Wildcat
Mein Name ist Daniela Leiner, bin Mutter von drei Kindern, wohne in Sizerath und bin Kinderbuchautorin.Mit dem Schreiben fing ich schon in meiner frühesten Jugend an. Intensiv beschäftige ich mich damit seit dem Jahr 2012.Meine Kinder und das Leben allgemein inspirieren mich jeden Tag aufs Neue. Ebenso ereilen mich kreative Ideen, die ich nicht nur schriftlich, sondern auch im Malen und handwerklichen Bereich umsetze. Die Kunst allgemein gesehen hat einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben eingenommen, weil sie so vielfältig und grenzenlos ist. Weitere Informationen zu meiner Person sind auf meiner Hompage zu entnehmen. Ebenso zu meinem Kinderbuch "Zippels&Zappels neue Abenteuer", dass im August 2013 erschienen ist. Bestellbar bei Amazon, Weltbild, Libri und den Buchhandel unter folgender ISBN:
Hompage. http://buecherwurmmulle.de.tl/

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tinimini Sehr - tiefsinnig und eindrucksvoll beschrieben!
Toll!

Wenn man erst einmal anfängt, sich über alles und jedes Gedanken zu machen, könnte man rund um die Uhr nur schreiben, hm? Gefällt mir gut, wie Du die Dinge betrachtest und die Worte, die Du wählst, um mitzuteilen, was Du empfindest!

Toll!

Liebe Grüße,
Katrin
Vor langer Zeit - Antworten
adventor89 Mosaik - Auch diesen Text finde ich äußerst interessant. Doch ich habe das Gefühl, dass er und die Flut der Gedanken einem stürmischen Meer gleichen, dass sich nach Ruhe sehnt. Wie Wellen in der Brandung gegeneinander schlagen, lese und spüre ich Gegensätzliches im Inhalt, dass Du möglicherweise anders meinst.
Das Autentische an diesem Text fasziniert mich immer sehr. Das möglicherweise bewusste Fehlen von Verben zwischendurch, verstärkt den Charakter der Darstellung von Gedanken, macht ihn dabei aber auch sehr statisch.
Soweit zu meinem Bild, was ich nach dem Lesen vor Augen habe. Viel gäbe es noch gesondert zu betrachten. Doch auch ein Meer ist ein Mosaik unendlicher kleinster Teile ...

Herzlich
Michael
Vor langer Zeit - Antworten
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