Novembertag
Der Wind der leise durch die Blätter haucht
Ein Mann der gemütlich seine Pfeife raucht
Die Sonne die durch die Wolken scheint
Leise ein Kind in der Ferne weint
Unterm Baum sitzt sie ganz still
Sie ist geworden ruhig und leis’
Nach Hause sie nur will
Weil sie ihr Schicksal weis
Sie ist schmutzig ihr Kleid ist zerrissen
Sie wird es sowieso nicht vermissen
Denn wo sie nun hingeht
Dort kein Wind mehr weht
Bunte Blätter fallen sachte nieder
Rot tropft es auf den Schall
Sie hört die alten Lieder
Jede Sekunde einmal
Er viel über sie her wie ein Tier
Gepeinigt ließ er sie dann hier
Ihre Seele war noch nicht frei
Die Qualen waren noch nicht vorbei
Drei Meter weiter im Schlamm
Er warf es achtlos weg
Liegt ihr geliebtes Kuschellamm
Nun ist es voller Dreck
Sie zieht ein Messer
Wird es dadurch vielleicht besser?
Sie dreht es langsam in der Hand
Und schneidet sich am scharfen Rand
Man sieht ihr an, dass sie nicht mag
Sie sieht ihr Spiegelbild und lacht
Ein Schrei gelt durch die Nacht
An einem schönen Novembertag.