Gedichte
Sie

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"Sie"
Veröffentlicht am 14. Mai 2009, 6 Seiten
Kategorie Gedichte
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Sie

Sie

Sie ist nicht immer wie es scheint,
hat im Leben schon zu oft geweint.
Ist nicht immer glücklich, froh,
sie tut oft im Leben als wär es so.

Das Leben machte sie zur Schauspielerin,
sieht in ihrem Dasein jedoch keine Sinn.
Sie weiß es zerstört sie, macht sie kaputt,
weiß nicht was es aufhält, was es stoppt.

Sie weiß diese Gedanken sind nicht gut,
sie ist bereit den Preis zu zahlen mit

Blut.
Sie weiß sie sind schlecht,
und doch sind sie echt.

Sie sehnt sich nach Zufriedenheit,
ist dafür zu allem bereits.
Sie möchte doch noch so viel erleben,
kann ihr dies das Leben geben?

Möchte raus aus diesem Loch,
ich weiß nicht, schafft sie das noch.
Kann sie das schaffen allein,
wünsche sehr ihr Schmerz wär mein.

Möchte lachen, möchte schreien,
und doch für alle anderen sein
Sie möchte ausbrechen aus Ihrem

Gefängnis
und wird sich damit selbst zum Bedrängnis.

Weiß nicht was los ist, warum es so ist,
das Leben spielt mit ihr mit jeder List.
Daher geht sie tief in sich hinein,
doch findet nur ein Herz aus Stein.

Sie möchte ablegen ihre Gefühle,
nicht mehr leben diese Lüge.
Doch dafür ist sie zu feige, zu schwach,
wartet auf den Tod in Schmach.

Doch ihre Kräfte sind beschränkt,
hat ihr Leben an euch verschenkt.

Möchte euer Fels sein,
doch ihr lasst sie allein.

Ihre Gedanken überschlagen sich,
unkontrolliert, überrollen ihr Ich,
hat sich in sich eingeschlossen,
und dabei ihr Innerich vergossen.

Sie ist einsam unter Menschen,
wie lange kann sie noch kämpfen,
wie lange noch finden diese Kraft,
von der sie mal so viel gehabt.

Sie will niemandes Bedrängnis sein,
frisst alles tief in sich hinein.
Sie zerstört sich selbst mit ihrer Wut,
voller Feuer und auch Glut.




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Laruma

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LadyLy Guten Morgen meine Liebe, - wie versprochen mag ich dir gerne etwas zu deinen Werken schreiben. Wie gesagt, sie faszinieren mich, dieses Werk hier macht betroffen und was ich besonders gelungen finde ist, dass du den Erzähler in direkten Bezug zum Lyr-Ich setzt ("Ich würde so gern helfen"). Ich als Leser fühle mich dadurch noch mehr in die Geschichte einbezogen, es ist dennoch ein bisschen so, als würde man die Beschriebene durch Milchglas beobachten, Mitleid haben aber nicht handeln können.

Metrisch hakt es hier und da natürlich ein bisschen. - Aber das kann ich ja auch nicht. *lacht* In jedem Fall finde ich es sehr gefühlvoll und ausdrucksstark.

Ganz herzliche Grüße
Ly
Vor langer Zeit - Antworten
Laruma Re: Traurig -
Zitat: (Original von Luzifer am 14.05.2009 - 22:51 Uhr) aber auf eine gute Weise. Ich hoffe mal, dass Sie irgendwann nicht mehr einsam ist und der Rest verschwindet von selbst, wenn dies mal eingetroffen ist.

LG, Luzifer


Ja dass kann man ihr nur wünschen, vielleicht schafft sie es, vielleicht auch nicht... ob wir es jemals erfahren werden?

lg
Vor langer Zeit - Antworten
Laruma Re: Traurig -
Zitat: (Original von Luzifer am 14.05.2009 - 22:51 Uhr) aber auf eine gute Weise. Ich hoffe mal, dass Sie irgendwann nicht mehr einsam ist und der Rest verschwindet von selbst, wenn dies mal eingetroffen ist.

LG, Luzifer


Ja dass kann man ihr nur wünschen, vielleicht schafft sie es, vielleicht auch nicht... ob wir es jemals erfahren werden?

lg
Vor langer Zeit - Antworten
Laruma Re: Wie ein Schlag... -
Zitat: (Original von punkpoet am 14.05.2009 - 22:59 Uhr) ...in die Magengrube treffen diese Zeilen punktgenau ins Herz. Das Leiden der Protagonistin bzw. LyrICH ist einnehmend, anregend und stimmt nachdenklich. Man sinnt darüber nach. Man will helfen. Und man findet sich selbst nur in Hilflosigkeit vor.

Fragen werden aufgeworfen.
Ich stelle mir die Frage, ob ich so einen Mensch kenne?
Ich frage mich, ob ich selber so jemand bin.
Verleibe ich Teile nicht selbst in mich ein?

Wunderbare Zeilen, wenn auch sehr betrübte.

Liebe Grüße,
Daniel


Ja die Rohfassugn ist auch in einer sehr bedrückenden Stimmung entstanden...ich denke jeder von uns frisst manchmal das ein oder andere in sich hinein... ich zum Beispiel tue dies so gut wie immer und ich denke jeder von uns kennt so jemanden, auch wennman das manchmal nicht weiß oder nicht wissen möchte....

Es freut mich, dass ich zum Nachdenken anregen konnte.


lg
Vor langer Zeit - Antworten
Laruma Re: Für sich selbst in Wahrhaftigkeit zu leben... -
Zitat: (Original von kleinertod am 15.05.2009 - 12:07 Uhr) ...das ist die Aufgabe des Lebens an uns selbst, nicht nur an "Sie".

Der Text kritisiert und klingt wie ein Vorwurf an manchen Stellen, schildert dabei gleichzeitig eine Resignation und ist dadurch wahrlich traurig.

"Das Leben machte sie zur Schauspielerin,
sieht in ihrem Leben jedoch keine Sinn." Hier würde ich beim zweiten mal nicht schon wieder das gleiche Wort verwenden - "Dasein" wäre eine Alternative.

"Ihr" wünsche ich die Annahme der Herausforderung - zu leben.


Danke für deinen Kommentar... und danke für den Hinweis... klingt wirklich besser...

Das er wie ein Vorwurf klingt war auch meine Absicht, weil man kann ihr nicht alleine die Schuld an der Situation geben... sie will da ja raus, kann es aber nicht...wer weiß ob sie es schaffen kann, aber wer würde es ihr nicht gönnen wieder zu leben...
Vor langer Zeit - Antworten
kleinertod Für sich selbst in Wahrhaftigkeit zu leben... - ...das ist die Aufgabe des Lebens an uns selbst, nicht nur an "Sie".

Der Text kritisiert und klingt wie ein Vorwurf an manchen Stellen, schildert dabei gleichzeitig eine Resignation und ist dadurch wahrlich traurig.

"Das Leben machte sie zur Schauspielerin,
sieht in ihrem Leben jedoch keine Sinn." Hier würde ich beim zweiten mal nicht schon wieder das gleiche Wort verwenden - "Dasein" wäre eine Alternative.

"Ihr" wünsche ich die Annahme der Herausforderung - zu leben.
Vor langer Zeit - Antworten
punkpoet Wie ein Schlag... - ...in die Magengrube treffen diese Zeilen punktgenau ins Herz. Das Leiden der Protagonistin bzw. LyrICH ist einnehmend, anregend und stimmt nachdenklich. Man sinnt darüber nach. Man will helfen. Und man findet sich selbst nur in Hilflosigkeit vor.

Fragen werden aufgeworfen.
Ich stelle mir die Frage, ob ich so einen Mensch kenne?
Ich frage mich, ob ich selber so jemand bin.
Verleibe ich Teile nicht selbst in mich ein?

Wunderbare Zeilen, wenn auch sehr betrübte.

Liebe Grüße,
Daniel
Vor langer Zeit - Antworten
Luzifer Traurig - aber auf eine gute Weise. Ich hoffe mal, dass Sie irgendwann nicht mehr einsam ist und der Rest verschwindet von selbst, wenn dies mal eingetroffen ist.

LG, Luzifer
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