Kurzgeschichte
Meine Liebe

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"Meine Liebe"
Veröffentlicht am 14. Mai 2009, 2 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Meine Liebe

Meine Liebe

Nun sitze ich hier und weiß gar nichts. Der Mann gegenüber redet so charmant und schamlos über Gott und die Welt, ich bekomme es nur halb mit. In seinen Augen sehe ich Max. Seine hellblauen Augen. Seinen vorwurfsvollen Blick. Oder, wie würde er schauen, wenn er es wüsste? Böse, enttäuscht? Oder wäre es ihm egal? Der blonde Mann lacht und zeigt seine makellosen, weissen Zähne. Max ist nicht so. Max ist kein attraktiver Mann, aber durch sein Lächeln hat er mich damals verzaubert. Damals vor sieben Jahren. Da war alles noch gut. Ich trinke einen Schluck Tee und merke erst jetzt, es ist Rosentee. Sowas, Rosentee! Der Mann zieht wirklich alle Register. Blumen, immer Blumen, er spricht durch Blumen. Er riecht sogar nach Blumen. Meine letzten Rosen von Max bekam ich vor sieben Jahren, genau, zu unserem ersten Treffen. Danach nicht einmal zu unserer Hochzeit. Ich dachte damals, das ist er, das ist mein Traummann! Und nun sitze ich hier. "Lea? Sag mal träumst du wieder, meine Liebe?" Ich schrecke aus meinen Gedanken hoch. "Nein, nein, ich genieße nur den Tee." quäle ich hervor, doch er merkt meine Not nicht. "Meine Liebe" nennt er mich. Das ist doch keine Liebe! Was mache ich hier eigentlich? Ich liebe doch Max. Liebe ich Max?
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NinaKlee

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Montag Liebe Grüße
Vor langer Zeit - Antworten
anteus Ja - so ist es leider oft, man lebt neben sich her und fragt, ob man sich noch liebt

Interesannte Gedanken, die Du hier so gut beschriben hast.
liebe Grüße
anteus
Vor langer Zeit - Antworten
kleinertod Die Frage stellen... - heißt bekanntlich, sie zu verneinen.
Vor langer Zeit - Antworten
MarianneK Meine ... - Ein interessantes Gedankenspiel über die Liebe zu ihren Mann, aber wenn der erste Zweifel aufkommt steckt meistens schon der Wurm drin.

Einen lieben Gruß Marianne
Vor langer Zeit - Antworten
punkpoet Das Auseinandersetzen... - ...mit der eigenen Beziehung zu einem Zeitpunkt indem man einer anderen Person (ein eventueller Flirt)gegenübersteht, zeigt meist die Punkte, die man an seinem Partner so schätzt.

Auch bei deiner Protagonistin entdeckt man den Gedankengang des Für und Wider. Und am Ende bleibt offen, was sie nun wirklich will und fühlt.

Schöner Text mit einem schönen Gedankenspiel!

Liebe Grüße,
Daniel
Vor langer Zeit - Antworten
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