Kinderbücher
Leb wohl alter Hase

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"Leb wohl alter Hase"
Veröffentlicht am 16. März 2009, 14 Seiten
Kategorie Kinderbücher
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Leb wohl alter Hase

Leb wohl alter Hase

Vorwort:

Vielen Eltern fällt es schwer, die Erfahrung des Todes ihren Kindern gegenüber zu zulassen.Je mehr sie versuchen dieses fern zu halten, umso schwieriger wird für sie jedoch die reale Auseinandersetzung mit dem Tod. Dadurch verbauen wir ihnen die Chance, persönliche Gefühle und Verhaltensweisen zu entwickeln, um in der Begegnung mit dem Tod handlungsfähig zu sein. Es ist daher wichtig die Kinder von Anfang an mit ein zu beziehen und sie nicht unwissend und mit ihren Fragen, Gefühlen und Ängsten alleine zu lassen. Man sollte in ständiger Kommunikation mit den Kindern stehen, damit sie verstehen können, was grade passiert und, damit den Kindern die Möglichkeit gegeben wird, Abschied nehmen zu können.Die erlebte Trauer ist ein wichtiger Prozess, jeder Abschiednehmende findet seinen eigenen Weg.  Das Buch ist schon für Vor- und Grundschulkinder in seinen Aussagen leicht verständlich. In seinen märchenhaften Darstellungen kann es auch ein Bilderbuch für Erwachsene sein und als Medium zum Gespräch mit Senioren dienen. Der Tod des alten Hasen wird sanft und ohne Angst beschrieben.Nach einem erfüllten Leben spürt er seinen baldigen Tod, nimmt Abschied von seinem bisherigen Leben und bereitet sich auf den neuen Abschnitt vor. Dieses idealisierte Sterben ist für Kinder annehmbar und wirkt entlastend, wenn sie sich z.B. mit dem Tod von Großeltern auseinandersetzen müssen.

Es war einmal ein alter Hase.

Er lebte schon seit vielen Jahren in einem wunderschönen großen Wald mit seiner großen Hasenfamilie und vielen Freunden.
 Alle waren sehr froh, dass es ihn gab; er wusste über so vieles Bescheid und die Tiere konnte immer mit ihren Fragen zu ihm kommen und ihn um Rat Bitten.

Und so führten sie lange Zeit gemeinsam ein glückliches Leben ohne Sorgen zu haben.

Vor allem Hoppel, einer der jüngsten Hasen, war sehr froh, dass es den alten Hasen gab.

Jeden Tag hoppelte er schon morgens zu ihm hin und wollte mit ihm wieder ein Stück der großen weiten Wiese  entdecken.
 

 

Auch heute saß er schon morgens mit seiner Mama am Frühstückstisch und beeilte sich mit seinem Möhrenbrei schnell fertig zu werden, um ganz schnell zum alten Hasen hinzuhoppeln.

Auch der alte Hase freute sich immer wenn er Besuch von Hoppel bekam.
 

Doch er merkte, dass er immer öfters müde wurde, Auch konnte er nicht mehr so schnell mit Hoppel mithalten und war immer schneller außer Puste.
 Der alte Hase merkte, dass er alt geworden war.

Wie jeden Abend hoppelte Hoppel, nachdem sie gemeinsam die Sterne betrachtet hatten, nach Hause.

Zuvor hatte der alte Hase ihn gebeten, morgen früh alle Tiere mit zu seinem Bau zu bringen.

Auf dem Rückweg war Hoppel sehr nachdenklich.
 Er merkte das es dem alten Hasen sehr wichtig war morgen früh alle Tiere zusehen. Als er zu Hause ankam, erzählte er es zuerst seine Mama.

 

Sie half ihm allen Tieren für den nächsten Morgen zu Suchen und ihnen zu sagen, dass die zu dem Bau vom alten Hasen kommen sollen.

Als alle Tiere am nächsten Morgen bei dem alten Hasen ankamen, erwartete er sie schon vor seinem Bau.

Der alte Hase war sehr glücklich als er sah, dass alle Tiere zu ihm gekommen waren. Er bedanke sich bei ihnen und er erzählte ihnen, dass er die letzte Zeit gemerkt hatte, wie er immer öfters müde wurde und nicht mehr so schnell hoppeln konnte wie noch vor einiger Zeit.

Er sagte ihnen, dass es nun Zeit für war, sich bei ihnen zu verabschieden, da er bald sterben würde.

            Einige Tiere sahen erschrocken aus. Hopple sah, wie sich seine Mama eine Träne wegwischte.
 

Doch Hoppel verstand das alles nicht. Was sollte das heißen?
Der alte Hase würde bald sterben?

Hoppel merkte wie sich in ihm ein Gefühl ausbreitete das er gar nicht mochte.

Wenn er daran dachte, mit dem alten Hasen nicht mehr über die Wiese zu hoppeln und mit ihm gemeinsam die Sterne betrachten zu können, machte sich eine Leere in ihm breit und er hoppelte schnell zu sich nach Hause.

Er wolle nicht, dass der alte Hase weggeht und ihn alleine lässt. Doch seine Mama meinte, Hoppel sollte lieber jetzt noch einmal zu dem alten Hasen gehen und sich von ihm verabschieden und sich nicht hierzu Hause verkriechen.
  

Hoppel machte sich noch einmal auf den Weg zu dem alten Hasen.

           

Der alte Hase freute sich, dass Hoppel noch einmal zu ihm gekommen war. Gemeinsam setzten sie sich vor seinen Bau und schauten in die Sterne. Der alte Hase merkte das Hoppel ganz traurig aussah und ohne etwas zu sagen, nahm der alte Hase Hoppel in seine Arme.

Er sagte zu ihm „Du musst nicht traurig sein, wenn ich bald nicht mehr bei dir sein werde. Ich habe schon so viele Jahre hier auf der Wiese gewohnt und schon so viele schöne Dinge erlebt, so dass ich nicht traurig bin jetzt zu gehen. Und du solltest auch nicht traurig sein, denn ich werde für immer bei dir sein und zwar genau hier“, und er zeigte auf Hoppel’s Brust.

            „Genau hier in deinem Herzen werde ich immer sein. Und zwar jedes Mal wenn du an mich denkst. Und wenn du doch noch  einmal  traurig sein wirst, dann guck einfach hoch in den Sternenhimmel, denn dort werde ich sein und auf dich herab sehen.“

Da ging es Hoppel schon ein wenig besser. Es war schön zu wissen, dass er nicht alleine sein würde auch wenn der alte Hase bald sterben würde. Und das er jeder Zeit in die Sterne gucken konnte und somit immer noch auf seine Weise mit dem alten Hasen zusammen sein und reden konnte

            Dann merkte Hoppel das es so langsam Zeit war sich von dem alten Hasen zu verabschieden. Der alte Hase nahm Hoppel noch einmal in seine Arme und sagte zum Abschied „Denk an den Sternenhimmel“,

Dann hoppelte Hoppel langsam nach Hause.

Zu Hause erzählte er seiner Mama, was der alte Hase ihm erzählt hatte.

Seine Mama lächelte ihn an und streichelte liebevoll mit ihrer Pfote über Hoppels Kopf.
 Und jedes Mal wenn Hoppel traurig ist und den alten Hasen sehr stark vermisst, dann hoppelt er, zusammen mit seiner Mama, zu dem alten Bau hin, setzten sich davor hin und schauten in den Sternenhimmel.

 
Denn Hoppel wusste, genau jetzt, schaute auch der alte Hase zu ihnen herunter…

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kessy81

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adventor89 Sterben - Ich bin begeistert!

Genau wie bei Dir gelesen,
haben wir uns vor einigen Tagen von meinem Vater verabschiedet. Bewußt den Tod vor Augen, aber mit Zuversicht, hatte er noch 14 Tage Zeit, sich von seiner Frau, seinen 7 Kindern und deren Familien zu verabschieden.

Ich habe des öfteren Gelegenheit, mit Kindern über das Thema Tod ziemlich direkt zu sprechen. Dies geschieht bei Führungen, wo auch Särge mit natürlich mumifizierten Kindern zu sehen sind.
Es ist verblüffend, wie offen, wie selbstverständlich und natürlich z.B. Vorschulkinder dabei über Tod und Sterben sprechen. Denn ihnen ist das Sterben viel gegenwärtiger als wir denken. Selbst der Tod eines kleinen Käfers hat dabei die gleiche Dimension. Bedenken und Ängste gehen in den meisten Fällen von den Erwachsenen aus. Die Kinder bewegt es natürlich auch, aber der natürliche Umgang mit dem Tod hilft ihnen besser, als wenn erst im Erwachsenenalter diese Dinge thematisiert werden.

Ich freue mich deshalb sehr über Deine Zeilen und teile Deine Meinung voll und ganz.

Viele Grüße
Michael
Vor langer Zeit - Antworten
rumpi Schöne - Geschichte,auch wenn sie traurig ist.Wie auf das Leben zugeschnitten.

LG,Karsten
Vor langer Zeit - Antworten
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