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Verflucht.

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"Verflucht."
Veröffentlicht am 14. März 2009, 2 Seiten
Kategorie Sonstiges
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Über den Autor:

Du lächelst - und die Welt verändert sich! (Buddha) _______________________________ Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir lieben,sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden.
Verflucht.

Verflucht.

Gefangen genommen.
An den Gelenken sind die Schellen zugeschnappt.
Ich zerre an den Ketten.
Aufgeschürfte Handgelenke.
Feuerrot.
Ich schreie.
Kreische.
Wie ein wildes Tier.
Versuche immer wieder mich loszureißen.
Tränen laufen über mein Gesicht.
Meine Knöchel sind aufgerissen.
Blut läuft meine Füße herunter.
Aber ich höre nicht auf.
Schreie immer weiter,
reiße immer wieder an den stabilen Eisenketten.
Plötzlich geben meine Beine nach.
Ich schlage mit den Knien auf dem rauen Betonboden auf.
Mein Aufschrei gellt durch den Raum.
Das Schreien geht in ein Wimmern und Schluchzen über.
Denn mir wird klar:
Ich BIN ein wildes Tier.
Das erst Gnade erfahren wird, wenn es gezähmt.
Gezähmt, damit es nachgibt.
Sich seinem Schicksal ergibt.
Verflucht zum schmerzvollen Leben.
Verdammt in die Mauern der Introversion.
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Du lächelst -
und die Welt verändert sich! (Buddha)
_______________________________
Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir lieben,sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden.

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ilonsch Re: Brrr... -
Zitat: (Original von LadyLy am 15.03.2009 - 15:18 Uhr) Nein, ich bin kein wildes Tier, dass sich selber in Ketten gelegt hat. Aber ich kenne das Gefühl dieser Fesseln, wenn auch in ganz anderem Zusammenhang. Verführerisch die Idee, dass man sich selber bezwingen kann, zähmen soll. Und doch bist du hier so extrovertiert, dass die Fesseln gesprengt werden müssten.

Sehr gelungene Beschreibung einer Ausweglosigkeit.

Ly


Der Text ist mehr ein Appell an mich selbst. Damit es nicht so weit kommt, dass ich mich von jemandem in Ketten legen lasse, nur weil er bezwecken will, dass ich introvertiert werde...
Vor langer Zeit - Antworten
LadyLy Brrr... - Nein, ich bin kein wildes Tier, dass sich selber in Ketten gelegt hat. Aber ich kenne das Gefühl dieser Fesseln, wenn auch in ganz anderem Zusammenhang. Verführerisch die Idee, dass man sich selber bezwingen kann, zähmen soll. Und doch bist du hier so extrovertiert, dass die Fesseln gesprengt werden müssten.

Sehr gelungene Beschreibung einer Ausweglosigkeit.

Ly
Vor langer Zeit - Antworten
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