Vorwort
Dieses Konzept ist spontan und undurchdacht. Es gibt keinen Plan was in welchem Teil dieser Reihe passiert. Alles ist möglich.
Viel Spaß beim lesen.
Julian
Werbegeschenk
Es dämmerte der Abend, als Franz sich auf den Nachhauseweg begab. Er wollte schreien vor Wut, da ihn die letzten Stunden nur Zeit und Nerven gekostet hatten. In seiner Hand hielt er eine Katze aus Plüsch, ein Werbegeschenk dass ihm heute Mittag noch vor Schichtbeginn überreicht worden war. Bis zum jetzigen Abend hatte er an einer Kasse gesessen und so getan als wäre er kundenorientiert und freundlich. In diesem Moment presste er die Hand so heftig zusammen dass irgendein Mensch
auf dieser Welt gerade Gott innig dankte, denn eine echte Katze hätte diesen spontanen Wutanfall nicht überlebt. Das Werbegeschenk wirkte durch den Mordversuch einen kurzen Moment lang etwas abgemagert, dann plusterte es sich wieder auf und kehrte in einen Normalzustand zurück, wie es bei Plüschtieren nun einmal üblich war. Man konnte sie nicht töten, aber in den Köpfen mancher Eltern kursierten noch Erinnerungen, wie ein sonst braves Kind einen Anschlag auf den Plüschaffen des Nachbarkindes plante, welches nach der zum Glück vereitelten
Enthauptung natürlich nie wieder zum spielen rüberkommen wollte. Auch Franz hatte solche Erinnerungen, aber mehr aus der Sicht des Nachbarkindes. Und da begriff er wie albern seine Aktion gewesen war, denn er wollte ja nicht so sein. "Entschuldigung Werbegeschenk", murmelte er zu der Plüschkatze. Da er noch keinen passenden Namen für sie gefunden hatte, war das auch völlig in Ordnung und schön für ihn. Und so gingen sie in den Abend und die einst so große Wut des Kassierers schien verflogen.