Kurzgeschichte
Flüstern auf Papier - SP 119

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"In meinen Zeichnungen entdecke ich Spuren meiner eigenen Gedanken."
Veröffentlicht am 11. Juni 2026, 12 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich bin Pamola Grey, eine Geschichtenerzählerin, die die feine Grenze zwischen Realität und Fantasie erkundet. Ich schreibe Fantasy-, Horror- und surreale Geschichten, die im Gedächtnis bleiben. Außerdem male ich eigene Illustrationen, inspiriert von den Welten, die ich erschaffe. I'm Pamola Grey, a storyteller exploring the thin line between reality and imagination. I write fantasy, horror, and surreal stories that linger in your mind. I ...
In meinen Zeichnungen entdecke ich Spuren meiner eigenen Gedanken.

Flüstern auf Papier - SP 119





Meine Geschichte läuft außer Konkurrenz und wird nicht bewertet.

Da ich aber gerne mitschreiben wollte, möchte ich sie mit euch teilen.









Schreibparty 119

Thema: "Das ist schon ziemlich heiß" Vorgabeworte: Baumwollsocken, Stimmung, Tasse, unangenehm, Grashüpfer, Katzenjammer


Flüstern auf Papier

Ich habe diese Doodles wirklich seit Jahren gemacht.





Auf Notizzetteln, in Heften, manchmal auf der Rückseite eines Briefes – oft neben einer Tasse Kaffee, wenn die Stimmung ruhig war und der Tag einfach vorbeiging. Manchmal war es auch unangenehm, weil ich eigentlich etwas anderes hätte tun sollen, aber der Stift wanderte trotzdem über das Papier. Ich habe sie nie ernst genommen. Bis ich eines Tages – nach meinem Umzug vor einigen Tagen – eine Kiste aufmachte, in der ich alte Zettel gesammelt

hatte. Da lag alles durcheinander: Kritzeleien, Doodles, kleine Figuren, Muster und viele andere Dinge aus vielen Jahren, zwischen Notizen, Skizzen und Momenten von Katzenjammer nach langen Tagen. Da waren auch Zeichnungen von Dingen, die ich nicht bewusst festgehalten hatte – ein Grashüpfer im Gras, schiefe Häuser, Muster aus Linien und Formen, und sogar eine kleine Skizze von Baumwollsocken, die am Rand eines Blattes gezeichnet waren, als würden sie


gerade vom Papier herunterfallen.







Ich blätterte weiter und blieb irgendwann stehen. Die Figuren wiederholten sich. Das gleiche Gesicht. Die gleiche Linie. Der Grashüpfer immer wieder an anderen Stellen. Nur wirkten sie jedes Mal ein wenig anders. Als hätten sie sich entwickelt. Ich begann zu vergleichen. Und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass das kein Zufall ist. Eher eine Art Sprache, die ich über Jahre hinweg benutzt habe, ohne sie zu

verstehen. Keine Sprache mit Wörtern. Eher ein Flüstern auf Papier. „(Das ist schon ziemlich heiß)“ Ich habe immer wieder darüber nachgedacht. Warum entstehen solche Bilder, wenn man eigentlich nur kurz etwas festhalten will? Warum bleiben manche Dinge, obwohl sie nie geplant waren? Vielleicht sind Doodles genau das: Keine Zeichnungen aus Absicht. Sondern Spuren von Momenten – festgehalten

zwischen Tasse, Gedanken, Stimmung, und allem, was man eigentlich nicht sagen wollte. Und während ich die letzte Kiste sortierte, wurde mir klar, dass ich über die Jahre unbewusst meine eigenen Doodles weitergeführt und Erweiterungen dazu gemalt habe.





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Über den Autor

PamolaGrey
Ich bin Pamola Grey, eine Geschichtenerzählerin, die die feine Grenze zwischen Realität und Fantasie erkundet. Ich schreibe Fantasy-, Horror- und surreale Geschichten, die im Gedächtnis bleiben. Außerdem male ich eigene Illustrationen, inspiriert von den Welten, die ich erschaffe.

I'm Pamola Grey, a storyteller exploring the thin line between reality and imagination. I write fantasy, horror, and surreal stories that linger in your mind. I also paint my own illustrations, inspired by the worlds I create.

I hope you enjoy traveling to Onswill with me? if you dare.

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schnief Eine schöne Geschichte, in der du Erlebtes festgehalten hast, das dich bewegte.
Liebe Grüße Manuela
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PamolaGrey Liebe Manuela,
herzlichen Dank für deinen netten Kommentar. Es freut mich sehr, dass dich die Geschichte angesprochen hat. Manche Erinnerungen möchten einfach festgehalten werden.

Liebe Grüße
Pam
Gestern - Antworten
Kornblume Eine schöne Geschichte, liebe Pam. Augenblicke festgehalten (geflüstert) auf Papier.
Auch ich habe oft früher bei längeren Telefonaten oder bei Besprechungen unbewußt oder auch manchmal bewußt gekritzelt Männchen mit langen Ohren,Phantasiewesen, Striche, Kleckse etc. Hätte sie auch sammeln sollen.
Schade, auch dieser Beitrag hätte die SP 119 um eine weiter Nuance bereichert.
Grüße von mir an Dich
Vorgestern - Antworten
PamolaGrey Hallo liebe Kornblume,
vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Es hat mich besonders gefreut, dass meine Geschichte bei dir eigene Erinnerungen an all die kleinen Kritzeleien und spontanen Zeichnungen geweckt hat. Oft sind es gerade diese unscheinbaren Dinge, die uns Jahre später wieder ein Lächeln schenken.

Danke auch für deine wertschätzenden Worte zur Geschichte. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Herzliche Grüße
Pam
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Apollinaris Was sonst so sollte drin zu finden!?
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PamolaGrey Vielen lieben Dank fürs vorbeischauen,
LG Pam
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