Kurzgeschichte
Die Saboteur mit dem Grashüpfer - Schreibparty 119

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"Die Saboteur mit dem Grashüpfer - Schreibparty 119"
Veröffentlicht am 11. Juni 2026, 12 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Kurzgeschichten nicht nur für Kinder und Erinnerungssplitter aus meinen Leben findet ihr auf meinen Profil.
Die Saboteur mit dem Grashüpfer - Schreibparty 119

Die Saboteur mit dem Grashüpfer - Schreibparty 119

Schreibparty 119

Der Sabateur mit dem Grashüpfer



Thema:

"Das ist schon ziemlich heiß ..."

Vorgabeworte:

Stimmung, Tasse, unangenehm, Katzenjammer, Baumwollsocken, Grashüpfer


Cover und Text Schnief

Robert saß mitten im sehr warmen und mehr als sterilen Großraumbüro, zudem war die Stimmung geladen. Die Klimaanlage war komplett ausgefallen.

„Das ist schon ziemlich heiß“, murmelte er und hielt sich an seiner Tasse fest. Darin befand sich längst kein Kaffee mehr, sondern das letzte Eiswasser, welches er in der Etage gefunden hatte. Er träumte ein wenig, dass er lieber jetzt mit dem Boot auf See angelte.



Plötzlich erloschen alle

Bildschirme. Ein unangenehm hoher Alarmton schrillte durchs Büro und den Gängen.

Gleichzeitig leuchtete auf Robert's Smartphone eine rote Digitalanzeige auf:

03:00 Minuten bis zur Kernschmelze und permanentem Datenverlust. Robert reagierte sofort. Er war nicht nur IT-Spezialist, er war heute wohl die letzte Rettung für die Firmendaten. Er rannte mitsamt seiner Kaffeetasse los. Im Serverraum drückte ihm jedoch eine Wand aus tropischer Hitze entgegen. Ein lauter Katzenjammer entwich dem

überhitzten Hauptprozessor, der laut surrend die Sekunden herunterzählte. 01:45 Minuten. Robert musste unverzüglich das manuelle Kühlsystem auf dem Dach aktivieren.

Auf dem Weg zur Dachluke rutschte er auf dem glatten Linoleum aus. Seine braunen Baumwollsocken boten in den hektisch abgestreiften Businessschuhen absolut keinen Halt. Er fing sich im letzten Moment ab. 00:30 Minuten.

Nachdem er auf dem Dach angekommen war, riss er die Abdeckung des Notkühlers auf. Ein

mechanischer Defekt blockierte die Schaltung, das erkannte er sofort. Ein kleiner, vertrockneter Grashüpfer steckte genau in einem Zahnrad der Elektronik. Nur noch 00:08 Minuten. Robert zog das Insekt mit einer Büroklammer heraus, die er zum Glück in der Hosentasche hatte.

Die Ventilatoren sprangen sofort dröhnend an.

Die Daten waren gerettet, der Timer stoppte bei 00:01.

Robert atmete tief durch, doch seine erleichterte Stimmung schlug sofort wieder um. Ein verdächtiges Scharren hinter den massiven

Lüftungsrohren ließ ihn herumfahren. Er hielt die Tasse mit ein paar Tröpfchen vom Schmelzwasser wie eine Waffe umklammert.

Ein vertrautes Gesicht trat aus dem Schatten, es war Herr Maier aus der Buchhaltung, der einen USB Stick mit einer wahrscheinlichen Sabotagesoftware in der Hand hielt. Ertappt stieß Herr Maier einen kläglichen Seufzer aus, drehte sich um und wollte durch die Dachluke fliehen. Robert reagierte blitzschnell. Da seine Baumwollsocken auf dem feuchten Metalldach extrem rutschig waren,

warf er sich nicht auf den Verräter, sondern schlitterte wie ein Eishockeyspieler gezielt in dessen Laufbahn. Herr Maier stolperte über Roberts ausgestrecktes Bein. Der USB Stick flog im hohen Bogen davon und landete genau neben einem erschrockenen Grashüpfer vorm Sicherheitsgitter. Robert drückte den Saboteur zu Boden, gleichzeitig informierte er die Security mit dem Handy. Die Schritte der Security auf der Treppe halten Sekunden später. Herrn Maiers Gesicht rötete sich vor Wut, während er am Boden liegend von Robert fixiert wurde.

Die Stimmung auf dem Dach war eisig, obwohl die Sonne weiterhin gnadenlos brannte. Robert blickte auf seine leere Tasse, die beim Sturz zerbrochen war, und sah Herrn Maier fordernd an.

„Warum, Maier? Das ist schon ziemlich heiß und ich meine nicht das Wetter! Sie haben fast die ganze Firma ruiniert.“ Ein unangenehm scharfes Lachen entwich Herrn Maiers Kehle, das schnell in einen wehleidigen Katzenjammer überging.

„Die Firma hat mich zuerst ruiniert!“, rief er verzweifelt. Er erklärte dann etwas stockend, dass

der neue KI-Büroassistent namens PM seine gesamte Abteilung wegrationalisieren sollte.

Herr Maier wollte die Server lahmlegen, um zu beweisen, dass die Technologie unzuverlässig ist und ohne menschliche Buchhalter im Chaos endet. Robert schüttelte den Kopf, während er sich auf seinen rutschigen Baumwollsocken wieder aufrichtete. Die Security übernahm Herrn Maier endlich und führte den gefassten Saboteur ab.

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drachenzaehmer Der Text „Der Saboteur mit dem Grashüpfer“ hat mir gut gefallen, weil er nicht nur spannend, sondern auch lustig ist.
LG Mike
Diese Woche - Antworten
schnief Das freut mich sehr und ich danke dir vielmals.
Liebe Grüße Manuela
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PamolaGrey Eine originelle und sehr unterhaltsame Geschichte, die Büroalltag und Katastrophenszenario auf humorvolle Weise verbindet. Die überzogene Dramatik und die vielen skurrilen Details sorgen für ein hohes Tempo und eine durchgehend spannende Atmosphäre.
LG Pam
Diese Woche - Antworten
schnief Liebe Pam,
das freut mich sehr und ich danke dir vielmals.
Liebe Grüße Manuela
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Darkjuls Liebe Manu, eine spannende Geschichte über Verzweiflung und Unverständnis. Gut, dass sich am Ende alles klärt. Viel Erfolg wünscht Marina.
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schnief Liebe Marina,
das freut mich sehr und ich danke dir vielmals.
Liebe Grüße Manuela
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Apollinaris Jetz iss aber Sabat ääh Saboteur! ;O)
Vor ein paar Wochen - Antworten
schnief So ist es und danke.
Liebe Grüße Manuela
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Apollinaris :O)
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FranckSezelli Hallo Manuela,
natürlich habe ich den Fehler im Titel gleich bemerkt – und hoffte darunter eine originelle Idee zu diesem neuen Begriff zu finden. Schade, es sind auch noch einige andere Fehlerchen in dieser ansonsten sehr guten und auch spannend gemachten Geschichte. Immer mehr Menschen werden von der modernen Technik an ihrem Arbeitsplatz bedroht und einige wehren sich auch mit illegalen Methoden. (Wobei jede Revolte oder gar Revolution immer "illegal" ist.) Ganz aktuelles Thema, das du da berührt hast. Und in anderem Sinne, als man zuerst denkt, auch wirklich ein heißes Thema.
Liebe Grüße
Franck
Vor ein paar Wochen - Antworten
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