Kinderbücher
Die glitzernde Erdbeere

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"Die glitzernde Erdbeere"
Veröffentlicht am 01. Juni 2026, 8 Seiten
Kategorie Kinderbücher
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Über den Autor:

Kurzgeschichten nicht nur für Kinder und Erinnerungssplitter aus meinen Leben findet ihr auf meinen Profil.
Die glitzernde Erdbeere

Die glitzernde Erdbeere

Der Sommer schmeckte für Mike und Lea schon immer nach zwei Dingen, zum einem leckeres Erdbeer- oder Schokoladeneis und sehr viele warme Sonnenstrahlen auf der Nase.

Doch dieser Dienstag im Juli war kein gewöhnlicher Sommertag. Die Hitze flirrte über den Wiesen und die Grillen zirpten so laut, als würden sie ein weltweites Konzert geben. „Heute ist der perfekte Tag für ein echtes Sommerabenteuer!“, rief Mike und sprang barfuß von der Holzterrasse mitten in das weiche, grüne Gras. Seine Schwester Lea

lief ihm hinterher. Ihre nackten Füße hinterließen kleine Abdrücke im morgendlichen Tau. Beide hatten ein klares Ziel und liefen zum großen Erdbeerbeet im hinteren Teil von Omas Garten. Oma hatte am Abend behauptet, dass dort im Sommer eine ganz besondere Frucht wächst, nämlich die Königin der Sommerfreude. Als die Geschwister die großen, grünen Blätter der Erdbeerpflanzen beiseite schoben, trauten sie ihren Augen nicht. Mitten im Beet saß eine Erdbeere, die so groß war wie eine Faust von Lea. Aber das war nicht das Besondere. Wenn die

Sonnenstrahlen die Frucht trafen, glänzte und glitzerte sie, als wäre sie mit feinstem Diamantenstaub bedeckt. „Schau mal!“, flüsterte Lea ehrfürchtig. „Sie leuchtet!“ Vorsichtig streckte Mike die Hand aus und pflückte die Riesenerdbeere. In demselben Moment passierte etwas Magisches. Ein warmes, kribbeliges Gefühl breitete sich von seinen Fingerspitzen im ganzen Körper aus. Es fühlte sich an wie das Gefühl, wenn man im Freibad vom Fünf Meterturm springt oder wie der erste Bissen von einem

eiskalten Schokoladeneis an einem heißen Tag. „Teilen wir sie?“, fragte Mike. Lea nickte begeistert. Mike biss ab und gab Lea die andere Hälfte. Als der süße, fruchtige Saft ihren Mund erfüllte, begannen die Beiden plötzlich unkontrolliert zu lachen. Es war kein normales Lachen, sondern ein tiefes, glückliches Kichern, das aus dem Bauch kam. Plötzlich schien alles um sie herum noch bunter und fröhlicher. Die Sonnenstrahlen kitzelten sie auf den Wangen und ein sanfter Windhauch trug den Duft von Sommerblumen herbei. Sie

schnappten sich den Gartenschlauch, drehten das Wasser auf und bauten sich eine eigene Regenbogendusche. Sie rannten durch das kalte Nass, bauten Matschburgen im Sandkasten und vergaßen völlig die Zeit. Als Oma am Mittag mit einer Schüssel frischer Kirschen in den Garten kam, lagen Mike und Lea etwas erschöpft, aber glücklich im Schatten des alten Apfelbaums. Ihre Beine waren voller Grasflecken und ihre Gesichter schmutzig, aber sie strahlten über das ganze Gesicht. „Und?“, fragte Oma schmunzelnd

und deutete auf das Erdbeerbeet. „Habt ihr sie gefunden?“ „Ja, Oma!“, rief Lea und kuschelte sich an ihren Bruder. „Sie schmeckt genau so, wie sich der Sommer anfühlt!“

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