Es schleicht vom Auge unbemerkt ein Schatten,
entlang an Latten trennt er helle Stellen.
Die dunklen Stellen sind die aktuellen,
die Grellen sind die Höhen, die wir hatten,
die Bäume, die aus Träumen sich erhoben
und deren Krone bis zum Himmel reicht.
Sie wachsen immer noch empor, vielleicht
in eine heitre Welt, bis ganz nach oben,
bis steile Sehnsucht sich an Wolken bricht.
Abrupt erlischt das Licht: Der Schatten gleicht
der ganzen Nacht. Die Zeit, sie übt Verzicht,
ihr Schaffen einem tiefen Schlafe weicht.
Geduldig warten wir aufs Morgenlicht
und Schatten, die von Schöpfers Stab geeicht.