Kurzgeschichte
Wenn du das liest - SP 118/ Für Mike der Drachenzaehmer

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"Ein Zettel. Eine Warnung. Und plötzlich hört die Dunkelheit zu."
Veröffentlicht am 21. Mai 2026, 18 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Ich bin Pamola Grey, eine Geschichtenerzählerin, die die feine Grenze zwischen Realität und Fantasie erkundet. Ich schreibe Fantasy-, Horror- und surreale Geschichten, die im Gedächtnis bleiben. Außerdem male ich eigene Illustrationen, inspiriert von den Welten, die ich erschaffe. I'm Pamola Grey, a storyteller exploring the thin line between reality and imagination. I write fantasy, horror, and surreal stories that linger in your mind. I ...
Ein Zettel. Eine Warnung. Und plötzlich hört die Dunkelheit zu.

Wenn du das liest - SP 118/ Für Mike der Drachenzaehmer

WEnn du das Liest


Für einen besonderen Leser. Danke für deine jahrelange Treue und dafür, dass du meine Geschichten begleitet hast. Diese Geschichte ist mein kleines Dankeschön. Pamola


Sp 118 Thema: Wenn ich das gewusst

hätte Vorgabewörter: filigran, piesacken, Kokolores, Fisimatenten, blümerant, allenthalben Mike stand vor dem Haus und sah einen Moment zu lange nach oben. Dritter Stock. Altbau. Dunkle Fenster. Er schob den Gedanken beiseite und holte die letzten Umzugskisten aus dem

Auto. Als er zurückkam, sah er ihn. Den Zettel. Am Scheibenwischer. Er zog ihn heraus und überflog die filigrane Schrift. Willkommen zu Hause. Mehr stand dort nicht. Er steckte ihn ein und trug die Kisten ins

Haus. Die Wohnung lag im dritten Stock. Der Flur roch nach kaltem Stein und Feuchtigkeit. Im Haus knackte das Holz, als würde es auf jedes Geräusch reagieren. Mike schloss die Tür hinter sich. Der Klang hallte zu lange nach. Dann veränderte sich die Luft. Nicht

plötzlich. Eher, als würde sie schwerer werden. Mike blieb stehen. Ein unangenehmes Gefühl legte sich in seinen Magen. Allenthalben schien das alte Haus plötzlich zu lauschen. Er ging in die Küche und legte den Zettel auf den Tisch. Für einen Moment war alles

still. Dann war der Zettel verschwunden. Mike blinzelte. Der Tisch war leer. Langsam sah er sich um. Im Flur lag er. Mitten auf dem Boden. Mike runzelte die Stirn. Er war sicher, ihn nicht bewegt zu

haben. Als er ihn aufhob, war das Papier kalt. Auf der Rückseite stand jetzt: DU HÄTTEST IHN LIEGEN LASSEN SOLLEN. Mike atmete flach aus. „Kokolores …“, murmelte er. Aber seine Stimme klang unsicher. Etwas begann ihn zu piesacken, ohne dass er es richtig greifen

konnte. Die Wohnung war still. Zu still. Dann hörte er es. Ein Kratzen in der Wand. Mike erstarrte. Das Geräusch stoppte. Dann begann es

wieder. Langsam. Als würde etwas zuhören. Er griff nach seiner Jacke. „Keine Fisimatenten mehr. Ich geh raus.“ Draußen war die Luft feucht und kalt. Mike stieg ins Auto, verriegelte die Türen und startete den Motor. Das Radio sprang sofort

an. Rauschen. Er drehte es aus. Das Rauschen blieb. Ein kalter Luftzug strich durch den Innenraum. Mike hielt den Blick nach vorne. Plötzlich wurde ihm blümerant. Im Rückspiegel sah er für einen Moment eine

Bewegung. Als er sich umdrehte: leer. Er fuhr los. Die Straße war leer. Zu leer. Dann hörte er es. Ganz nah. „Mike.“ Er trat auf die

Bremse. Der Wagen stand. Sein Atem stockte. Langsam griff er in seine Jacke. Der Zettel war da. Er hätte schwören können, ihn weggeworfen zu haben. Auf der Rückseite stand jetzt: WENN DU DAS LIEST, HÖRT ES DICH

AUCH. Mike spürte, wie ihm kalt wurde. Draußen stand ein Mann neben dem Auto. Reglos. Dann klopfte er ans Fenster. Mike starrte ihn an. Sein Griff um das Papier wurde fester. Etwas in ihm verstand, dass es keinen einfachen Ausweg

gab. Er senkte das Fenster. „Das gehört Ihnen“, sagte er heiser. Der Mann nahm den Zettel. In diesem Moment wurde alles still. Kein Geräusch mehr. Kein Druck. Keine Kälte. Nur

Leere. Mike atmete tief durch. Zu tief. Er lachte kurz. Unsicher. „Was für ein Unsinn …“ Er fuhr nach Hause. Am Morgen war alles ruhig. Zu

ruhig. Mike ging zum Auto. Unter dem Scheibenwischer lag ein Zettel. Trocken. Als hätte er dort gewartet. Nur ein Satz:

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Über den Autor

PamolaGrey
Ich bin Pamola Grey, eine Geschichtenerzählerin, die die feine Grenze zwischen Realität und Fantasie erkundet. Ich schreibe Fantasy-, Horror- und surreale Geschichten, die im Gedächtnis bleiben. Außerdem male ich eigene Illustrationen, inspiriert von den Welten, die ich erschaffe.

I'm Pamola Grey, a storyteller exploring the thin line between reality and imagination. I write fantasy, horror, and surreal stories that linger in your mind. I also paint my own illustrations, inspired by the worlds I create.

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