Nüsse sind Delikatessen! Für manchen …
Die Männer am Ufer lachten noch.
„Ach was, ein Fisch.“ „So ein Sensationsquatsch.“ „Der frisst Nüsse, keine Menschen.“
Die Donau schwieg dazu in ihrem schweren, grünen Atem.
Dann kam der Sommerabend, warm wie abgestandenes Bier. Einer nach dem anderen stieg ins Wasser, stolz, breitbeinig, mit jener uralten Selbstgewissheit, die Männer besitzen, wenn sie glauben, die Natur schulde
ihnen Respekt.
Unter der Oberfläche glitt etwas Rundes durch den Schlamm. Blind beinahe. Hungrig.
Der erste Schrei klang nicht menschlich. Mehr wie das Reißen nasser Leinwand.
Das Wasser färbte sich dunkel. Die Freunde am Ufer begriffen erst nichts, bis der Mann mit beiden Händen zwischen die Beine griff und dort nur noch Wärme fand. Und Blut. Sehr viel Blut.
Später erzählte man sich, der Fisch
könne nicht unterscheiden zwischen Fallobst, Nüssen und dem, was Männer für ihren wertvollsten Besitz hielten.
Seitdem baden viele nur noch knietief.
Und die Donau wirkt plötzlich viel stiller nachts.