
Es hängen alle Geschichten
Die ich geschrieben habe zusammen und in dem Buch erkläre ich wieso das so ist.
Denn es wird ziemlich komplex so geht's auch in meiner Fantasie zu
Copyright Yumiko cressent ©
Seraphine ........Seite 4
Varelya ........Seite 10
Velthira ........Seite 18
Erstens Zeitalter ........Seite 28
Lyssara ........Seite 32
Sythara ........Seite 42
Vor Welt, Zeit und Raum schwebte Seraphine allein in der Leere. Sie war die Schöpferin des Nichts und der Struktur, die erste und mächtigste aller Wesen. Um sie war nichts als Finsternis, durchzogen von den ersten stillen Linien göttlicher Ordnung. Sie erschien in elfenhafter Gestalt: schlank, barfuß, von sehr heller Haut mit noch helleren Flecken, wie Lichtinseln auf Blässe. Ihr Haar fiel lang und dunkel durch die Leere, von weißen Strähnen durchzogen wie feine Fäden des Ursprungs. Sie
trug eine helle, göttliche Toga, über der linken Schulter gebunden, und darüber einen langen, halbtransparenten Schleier, der über Kopf, Arme und Beine floss wie stilles Licht. Ihre Augen trugen noch ihre Farben, das eine rot, das andere violett. Doch beide waren blind, milchig und trüb. Denn Seraphine riss sich ihre Augen selbst aus, und aus diesem grausamen heiligen Opfer gingen ihre Kinder hervor: die Schöpferin der Zeit und die Schöpferin des Raumes. So wurden Abfolge und Ausdehnung erst möglich. Darum ist Seraphine in der Leere nicht nur
Einsamkeit und Gottheit zugleich, sondern auch der erste Ursprung aller kommenden Ordnung. Blind für Bilder, doch allwissend im Wesen aller Dinge, schwebte sie dort, wo noch nichts war, und trug bereits in sich das Werden des Universums. Manchmal beobachtet sie das Leben und Treiben gegen die Einsamkeit. Zu finden in der Geschichte ICH, DIE BLEIBT
Varelya, die Schöpferin des Raumes, ging aus Seraphines erstem grausamen Opfer hervor. Als die Schöpferin des Nichts und der Struktur sich die Augen ausriss, wurden aus diesem heiligen Schmerz ihre Kinder geboren, und unter ihnen war Varelya. Mit ihr erhielt die Schöpfung zum ersten Mal Ausdehnung. Vor ihr gab es kein Hier und kein Dort, kein Nah und kein Fern, keine Grenze, keinen Horizont und keinen Ort, an dem etwas hätte ruhen können. Erst durch Varelya bekam das Dasein
Weite, Richtung, Tiefe und Abstand.
Sie erschien in elfenhafter Gestalt, groß, schlank und von unnahbarer Schönheit. Ihre Augen waren violett, ihr Haar schwarz und von solcher Länge, dass es wie ein endloser Strom durch den Raum fiel. Auf ihrer hellen Haut trug sie die dunklen Flecken ihrer Mutter als geerbtes Zeichen. Sie war nicht die Leere selbst wie Seraphine, sondern die erste Öffnung in ihr, die erste Ferne, die erste Schwelle, das erste Dazwischen.
Doch auch Varelya blieb nicht ohne Opfer. Für ihr eigenes Kind, die Schöpferin der Atome, riss sie sich
die Zunge selbst heraus. Aus diesem Akt ging die nächste Verdichtung der Schöpfung hervor, denn erst wo Raum war, konnten auch die kleinsten Bausteine des Seienden entstehen. Später wuchs ihr zwar eine neue Zunge nach, doch ihre Stimme kehrte nie zurück. Seit jenem Augenblick ist Varelya stumm.
Dies ist das Wichtigste an ihrer Chronik: Nicht ihre Schönheit, nicht ihre Weite, nicht einmal ihre Göttlichkeit, sondern ihr Opfer. Denn an Varelya zeigt sich, dass die ersten Schöpferinnen nicht durch bloßen Willen erschufen, sondern
durch Verlust. Seraphine gab ihr Sehen. Varelya gab ihre Stimme. Der Körper heilte, doch das Geopferte blieb verloren. So spricht der Raum seitdem nicht mehr durch Laut, sondern durch Stille, Entfernung und das Schweigen zwischen allen Dingen.
Darum ist Varelya nicht nur die Schöpferin des Raumes, sondern auch die stumme Mutter der Ausdehnung. In ihr wurden Ferne und Schweigen eins. Wo sie ist, entsteht Platz. Wo sie fehlt, bricht Enge zusammen. Und wo ihre Opfergabe nachhallt, erinnert sich die Schöpfung daran, dass selbst
Unendlichkeit einen Preis hatte.
Velthira, die Schöpferin der Zeit, ging aus Seraphines erstem heiligen und grausamen Opfer hervor. Als die Schöpferin des Nichts und der Struktur sich die Augen ausriss, wurden aus diesem Schmerz ihre Kinder geboren, und unter ihnen war Velthira. Mit ihr begann das, was zuvor unmöglich gewesen war: Abfolge. Vor Velthira gab es kein Früher und kein Später, kein Werden und kein Vergehen, kein Warten, kein Reifen, kein Ende. Erst durch sie erhielt das Dasein Verlauf.
Doch Velthira ist nicht bloß eine Göttin, die über Zeit herrscht. Sie ist die Zeit. Nicht ihr Maß, nicht ihr Werkzeug, nicht ihre Hüterin, sondern ihr Wesen selbst. In ihr liegen Anfang und Ende, Wiederkehr und Verlust, Jugend und Zerfall, Erinnerung und Vergessen. Wo sie wirkt, entsteht nicht nur Bewegung, sondern Wandel. Wo sie schweigt, altern dennoch Sterne. Wo sie verweilt, geschieht bereits Vergehen. Denn Velthira ist der unsichtbare Strom, in dem alles wächst, alles reift und alles eines Tages zerbricht.
Das Wichtigste an ihrer Chronik
aber ist ihr Opfer. Für ihr eigenes Kind, die Schöpferin des Schicksals, riss Velthira sich die Ohren selbst ab. Später wuchsen sie ihr wieder nach, denn göttliches Fleisch heilt. Doch ihr Gehör kehrte nie zurück. Seit jenem Augenblick ist Velthira gehörlos. So heilte der Körper, doch das Opfer blieb. Und gerade darin liegt ihre Wahrheit: Die Zeit hört keine Bitten. Sie lauscht keinem Flehen, keinem Gebet, keinem Ruf nach Aufschub. Sie geht weiter, auch wenn niemand bereit ist.
Darum ist ihre Gehörlosigkeit nicht bloß Wunde, sondern Offenbarung. Velthira hört nicht, weil Zeit selbst
nicht innehält, um sich überzeugen zu lassen. Sie kennt keinen Trost im menschlichen Sinn. Kein „noch einmal“, kein „warte“, kein „nicht jetzt“. Was sie trägt, geschieht. Was sie berührt, tritt in Folge ein. Und aus ihrem Opfer wurde die Schöpferin des Schicksals geboren, denn erst wo Zeit ist, kann sich Schicksal entfalten. Ohne Zeit gäbe es kein Zu-früh, kein Zu-spät, kein Erfüllen, kein Verfehlen, kein unausweichliches Morgen.
So ist Velthira eine der grausamsten und notwendigsten ersten Schöpferinnen. Nicht weil sie zerstört, sondern weil sie alles der
Veränderung übergibt. Sie schenkt der Schöpfung Bewegung, aber damit auch Vergänglichkeit. Sie schenkt Dauer, aber damit auch Ende. Sie schenkt den Weg, aber damit auch das Verlorengehen. In ihr wurde Ewigkeit zum Geschehen.
Velthira erscheint in elfenhafter Gestalt mit roten Augen wie ihre Mutter, schneeweißem Haar und weißer Haut. Ihre Toga wandelt sich unaufhörlich, denn an ihr wird sichtbar, was sie ist: nicht eine Frau in der Zeit, sondern die Zeit selbst in Gestalt. Kein Faden ihres Gewandes bleibt ganz derselbe, weil auch kein Augenblick je
wirklich stillsteht.
Darum bleibt Velthira in den Urchroniken nicht nur als Tochter Seraphines verzeichnet, sondern als das lebendige Danach aller Dinge. Und ihr größtes Zeichen ist nicht ihre Schönheit, nicht ihr weißes Haar und nicht ihr wandelndes Gewand, sondern das Opfer für ihr Kind. Denn Velthira gab das Hören hin, damit das Schicksal geboren werden konnte.
Chroniksatz:
Velthira, die Schöpferin der Zeit, ist nicht Herrin über den Lauf der Dinge, sondern ihr Lauf selbst. Für die Geburt der Schöpferin des
Schicksals riss sie sich die Ohren ab. Die Wunde heilte, doch ihr Gehör blieb für immer verloren. So wurde die Zeit taub, und das Schicksal konnte geboren werden.
Mit Seraphine, Varelya und Velthira stand der erste göttliche Dreiklang vollendet: das Nichts, der Raum und die Zeit. Und als diese drei Mächte ihren Platz gefunden hatten, brach die erste Zeit des Werdens an. Von da an ruhte die Schöpfung nicht länger in bloßer Möglichkeit, sondern begann, sich zu entfalten.
Lyssara, die Schöpferin der Atome, ging aus dem Opfer Varelyas hervor. Als Varelya, die Schöpferin des Raumes, sich für die Geburt ihres Kindes die Zunge selbst herausriss, wurde aus diesem stummen, grausamen Akt Lyssara geboren. Mit ihr erhielt die Schöpfung zum ersten Mal die kleinsten Bausteine des Seienden. Vor ihr gab es bereits Leere, Struktur, Raum und Zeit, doch noch keinen Stoff, keine Verdichtung, keine erste wirkliche Körnung des Daseins. Erst durch Lyssara konnte
aus Ausdehnung Materie werden.
Lyssara ist nicht bloß eine Göttin über Atome. Sie ist die erste Teilbarkeit aller kommenden Welt. In ihr liegen Bindung und Trennung, Verdichtung und Zerfall, Verbindung und Neubildung. Was später zu Leib, Stein, Stern, Blut, Staub oder Reich werden sollte, musste zuerst durch sie möglich werden. Sie brachte nicht das Große hervor, sondern das Kleine, aus dem alles Große erst gebaut werden konnte.
Sie trägt das lange schwarze Haar ihrer Mutter Varelya und erscheint in ewiger jugendlicher Gestalt.
Gerade das ist ihr Opfer: Lyssara kann nicht erwachsen werden. Sie bleibt für immer in einer jungen Form, fein, schön und unvollendet, obwohl sie älter ist als jede sterbliche Welt. Darin liegt ihre stille Grausamkeit. Sie kann Stoff begründen, Materie ermöglichen und künftige Schöpfung tragen, doch selbst niemals in volle Reife hineinwachsen. So wurde ihr Körper zum Zeichen dessen, dass auch göttliche Ursprünge nicht ohne Verlust erschaffen.
Ihre Erscheinung ist elfenhaft, jung und zart, doch nicht schwach. Das schwarze Haar ihrer Mutter fällt
lang an ihr herab wie ein Erbe des Raumes, während ihre kürzere Toga sie von den älteren Schöpferinnen unterscheidet. Sie wirkt beweglicher, frischer und leichter, doch diese Jugend ist keine Freiheit, sondern Bindung. In ihr bleibt die Schöpfung ewig an ihrem ersten Werden haften.
Mit der Schöpferin des Schicksals hatte Lyssara sechs Kinder, und alle sechs wurden selbst zu Schöpferinnen: die Schöpferin der Träume, die Schöpferin des Chaos, die Schöpferin der Ordnung, die Schöpferin des Todes, die Schöpferin der Gefühle und die
Schöpferin der Schöpfung selbst. So wurde aus dem Kleinsten nicht nur Stoff, sondern die Tiefe des kommenden Universums geboren. Denn erst, als sich Atom und Schicksal verbanden, konnte aus bloßer Materie ein Kosmos mit innerem Leben, Ende, Gesetz, Unruhe und neuem Werden hervorgehen.
Darum steht Lyssara in der Urchronik an einer entscheidenden Schwelle. Seraphine gab Nichts und Struktur. Varelya gab Raum. Velthira gab Zeit. Doch Lyssara gab dem Universum die ersten unsichtbaren Körper, aus denen
alles Weitere Gestalt gewinnen konnte. Sie ist die jugendliche Mutter des Stoffes, die niemals erwachsen werden darf, und gerade deshalb eine der traurigsten und wichtigsten Schöpferinnen.
Chroniksatz:
Lyssara, die Schöpferin der Atome, ging aus Varelyas Opfer hervor und gab dem Dasein die ersten kleinsten Bausteine. Ihr eigenes Opfer war, dass sie niemals erwachsen werden kann. So blieb sie ewig jung, während aus ihr Materie und spätere Schöpfung geboren wurden.
Leitsatz:
Sie konnte Welten begründen, doch
selbst niemals erwachsen werden.
Sythara, die Schöpferin des Schicksals, ging aus dem Opfer Velthiras hervor. Als Velthira, die Schöpferin der Zeit, sich die Ohren abriss, wurde aus diesem lautlosen, heiligen Schmerz Sythara geboren. Mit ihr erhielt das Dasein nicht nur Folge, sondern Fügung. Denn Zeit allein lässt Dinge geschehen, doch erst das Schicksal bindet Geschehen an Richtung, Knoten, Begegnung, Verfehlung, Erfüllung und unausweichliche Folge.
Sythara ist nicht bloß eine Göttin, die über Wege wacht. Sie ist das
unsichtbare Gewebe, das Wege überhaupt erst zu Schicksal macht. In ihr liegen die Fäden des Kommenden, die Knoten der Entscheidung und die stillen Bindungen zwischen Ursache und Ende. Wo Velthira das Danach brachte, brachte Sythara das Daran-Gebundene. Durch sie wurde aus bloßer Abfolge Bedeutung.
Ihr Opfer war, dass sie im Körper eines Kindes gefangen blieb. Sie wächst nicht weiter, reift nicht körperlich und kann niemals erwachsen werden. Gerade darin liegt die grausame Wahrheit ihres Wesens: Schicksal fragt nicht, ob
einer bereit ist. Es kommt zu früh, bleibt zu lange oder erfüllt sich, bevor Reife es begreifen kann. So trägt Sythara im eigenen Leib genau das Gesetz, das sie verkörpert. Sie ist älter als Welten und erscheint doch für immer als Kind.
Ihr Aussehen ist deutlich an ihre Mutter Velthira angelehnt. Sie trägt rote Augen, schneeweißes Haar und helle Haut mit leichten dunklen Vitiligo-Flecken. Ihre Gestalt ist klein, fein, elfenhaft und still. Sie wirkt nicht unschuldig, sondern wie ein Kind, das bereits jeden Ausgang kennt. Immer bei sich
trägt sie einen Teddy. Dieser Teddy ist kein bloßes Spielzeug, sondern ein stiller Knoten der Schicksalsfäden. Von ihm gehen die feinen Linien aus, an denen Wege, Bindungen und Folgen hängen. In den Armen eines Kindes ruht so das Gewebe kommender Welten.
Mit Lyssara, der Schöpferin der Atome, hatte Sythara sechs Kinder. Aus ihrer Verbindung gingen hervor: die Schöpferin der Träume, die Schöpferin des Chaos, die Schöpferin der Ordnung, die Schöpferin des Todes, die Schöpferin der Gefühle und die Schöpferin der Schöpfung selbst.
Darin zeigt sich ihre gewaltige Stellung in der Urchronik. Denn aus Schicksal und Atomen wurden nicht nur Richtung und Stoff verbunden, sondern auch die großen inneren und äußeren Mächte, die das Universum erst tief, lebendig, grausam und fruchtbar machten.
Darum ist Sythara eine der unheimlichsten und zugleich wichtigsten frühen Schöpferinnen. Sie ist klein an Gestalt, aber unerbittlich an Wesen. Sie spricht nicht durch Größe, sondern durch Gewissheit. Wo ihre Fäden sich ziehen, wird aus Möglichkeit Notwendigkeit. Und wo ihr Teddy in
ihren Armen ruht, schlafen schon die Wege, die eines Tages Sterne, Reiche, Leben und Untergänge verbinden werden.
Chroniksatz:
Sythara, die Schöpferin des Schicksals, band das Werden an Fügung und blieb im Körper eines Kindes gefangen, denn genau das war das Opfer, das sie der Schöpfung gab.
Leitsatz:
Sie sieht aus wie ein Kind und trägt doch das Schicksal der Welten im Arm.
| PamolaGrey Eine beeindruckende Schilderung der Schöpfung und der ersten Ordnung. Die Bildkraft von Seraphine in der Leere ist atemberaubend – man spürt die Einsamkeit, Macht und das unendliche Potenzial in jedem Satz. LG Pam |
| yumiko Hallo ich habe 2 Fragen wie kann den Text an das Bild machen und die andere solle viele Bücher dazu machen der eigentliche Plan ist ein buch Und PDF hoch laden geht nicht kommt immer der selbe Text nicht das wie ein glich soll und Danke für Vorschläge Liebe Grüße yumiko |