Aphorismen
Farbenspiele

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"Farbenspiele"
Veröffentlicht am 13. April 2026, 4 Seiten
Kategorie Aphorismen
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Über den Autor:

Literatur war mir in meinem Leben schon während der Schulzeit sehr wichtig. Doch ich habe erst seit ein paar Jahren die Zeit gefunden, selbst zu schreiben. Ich freue mich über Lob, bin aber für alle Verbesserungsvorschläge offen. Ich lese immer wieder in Literaturgeschichten, weil ich meine,dass wir nur so entdecken können, wie wir einen ganz bescheidenen Beitrag dazu leisten können, dass Literatur sich weiter entwickelt.
Farbenspiele

Farbenspiele

Farbenspiele


1. Farbenspiele der Fantasie verzaubern graue Tage. 2. Er kleidete sich wie ein Papagei und blieb doch eine graue Maus. 3. Wenn grüne Jungen veilchenblau sind, machen sie farbige Komplimente. 4. Sie trug smaragdgrüne, opalblaue oder rubinrote Ringe, aber schöner wurde sie deswegen nicht. 5. Er begann bei den Roten, wechselte zu den Schwarzen und dann zu den Grünen. Dabei blieb er immer farblos. 6. In Klängen versinken heißt in Farben ertrinken.

7. Wer sich in die Schönheit verschiedener Farben einfühlen kann, findet Zugang zu unterschiedlichen Seelen. 8. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Menschen-Chamäleon errötet.

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Über den Autor

Phantasus
Literatur war mir in meinem Leben schon während der Schulzeit sehr wichtig. Doch ich habe erst seit ein paar Jahren die Zeit gefunden, selbst zu schreiben.
Ich freue mich über Lob, bin aber für alle Verbesserungsvorschläge offen.
Ich lese immer wieder in Literaturgeschichten, weil ich meine,dass wir nur so entdecken können, wie wir einen ganz bescheidenen Beitrag dazu leisten können, dass Literatur sich weiter entwickelt.

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Nuance 
Deine besondere Gabe, in treffenden, klugen Aphorismen Gedanken auf den Punkt zu bringen, ist immer wieder aufs Neue faszinierend und hat mich schon vor vielen Jahren beeindruckt.

Wenn man bedenkt, wie bunt die Welt ist, wir aber nur zu einem Prozent Farben bewusst verarbeiten, dann zauberst du mit diesen deinen Farbenspielen ein gelungenes Spannungsfeld zwischen der äußeren Farbigkeit und einer inneren Wahrhaftigkeit:

2, 4, 5 – eine schillernde Oberfläche, aber Farblosigkeit im Inneren
Wie wenig sagt doch äußerer Glanz oft über echte Persönlichkeit aus.

1, 6, 7 – das sind zarte, leise, fast poetische Gedanken
Hier ist die Farbe für mich Ausdruck von Fantasie (1), Empfindung (6) und zwischenmenschlichem Verstehen (7)

Ich finde es faszinierend, wie du in deinen Aphorismen geschickt mit Farbbegriffen spielst, ohne dass diese beliebig wirken würden. Auf diese Weise gelingt dir ein Farben-Miniatur-Set, das sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregt – über Schein und Sein, Anpassung und Echtheit und nicht zuletzt auch darüber, wie viel Farbe ein Mensch eigentlich in sich trägt an Lebendigkeit, Haltung und echter Empfindung, jenseits aller äußeren Farbwahrnehmungen.

Ich habe sehr gerne in deinen Farbenspielen verweilt.
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