„Ein Schreibtisch, ein Hund, eine Welt, die sich wie ein Spiegel meiner Gedanken bewegt.
Habe ich mein Gleichgewicht verloren – oder alles nur geträumt?“
Kapitel 1: Der Spalt
Ich war am Schreibtisch eingeschlafen, der Stift noch in der Hand, die Blätter zerknittert vor mir. Seit Tagen quälte mich die Schreibblockade, und heute hatte ich gehofft, endlich wieder etwas schreiben zu können. Stattdessen war ich eingenickt, müde und schwer von Gedanken.
Plötzlich spürte ich ein Ziehen. Meine Füße hoben sich sanft vom Boden, und
ich schwebte. Alles um mich herum wirkte seltsam fließend: die Straße draußen, die Gebäude, selbst die Luft summte leise. Ich war nicht auf dem Boden, und der Hund vor dem Café schien mich aufmerksam anzusehen, als wollte er sagen: „Finde dich selbst.“
Vor mir bewegte sich eine Gestalt aus Licht, fließend, einladend, aber ungreifbar. Ich wusste instinktiv, dass sie mich hierher geführt hatte, in diese Welt, die wie ein Spiegel meiner eigenen Gedanken wirkte. Ich hatte mein inneres Gleichgewicht verloren, und die Welt selbst schien mich aufzufangen – gleichzeitig verwirrend und
lehrreich.
Ein leises Summen erfüllte meinen Kopf. Alles – das fließende Pflaster, die schwebenden Gebäude, die Gestalt – war ein Spiegel meiner Blockade, meiner Müdigkeit. Ich spürte, dass ich mich sammeln musste, um wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.
Und dann, so plötzlich wie es begonnen hatte, fühlte ich die Schwere zurückkehren. Ich wachte auf. Am Fenster meines Zimmers, der Hund an meiner Seite, der Stift noch in der Hand. Alles wirkte wie ein Traum, und doch spürte ich die leise Ahnung, dass diese
seltsame Welt mir etwas Wichtiges gezeigt hatte.