Bilder im Kopf
Wir haben uns nicht gesucht,
aber dennoch gefunden.
Wir haben uns geneckt, geküsst, geliebt,
sogar vortrefflich vertragen.
Aus Leichtigkeit wurde Leichtsinn,
aus Nähe, Distanz.
Dann waren die Spuren verschwommen,
letztendlich haben wir uns aus den Augen verloren.
Trübsal und Sorgen nährten den Alltag
und eine lange Suche begann.
Wir fanden uns wieder,
mit Hoffnung und überschwänglicher Lust,
erneut haben wir verstecken gespielt,
und uns so zu verstecken gewusst,
dass wir uns nicht mehr wiederfanden.
Die Jahre vergingen,
die Erinnerungen schwebten
wie dunkle Schatten durch den Raum,
die Bilder im Kopf vernebelten die Sinne.
Träume wandelten durch die Nacht,
die stummen Schreie verhallten.
Ein Lichtblick kreuzte unseren Weg,
die Flamme kaum sichtbar,
aber die dunklen Schatten versperrten den Weg.
Unheil trat in unser Leben,
an das Schicksal gebunden
fanden Worte plötzlich Anklang.
Deine Kinder holten dich nach Haus zurück,
sie trugen dich, deine Asche.
Ich bettete dich zur letzten Ruh,
in der Hoffnung,
du schläfst zufrieden im heimischen Boden,
denn ich deckte dich sanft
mit meinen Träumen und Erinnerungen zu.
Ein leiser Wind weht über dein Grab,
vor meinen Augen tanzen die Bilder,
die auf ewig in meinem Herzen
und in meinen Gedanken gefangen sind.
Ich habe dich geliebt,
vermisst,
geliebt,
gehasst,
vermisst,
geliebt.
Du bist nicht fort,
du bist mir nur einen Schritt voraus.