Die das Meer liebt
Gedicht und Fotos
von Reisehummel
(c) wabe
Endlich, am Urlaubsort angekommen,
läuft sie laut jubelnd zum Strand.
Arme ausbreitend begrüßt sie das Meer,
wiegt sich im Wind, tanzt im Sand.
Muscheln und Federn und Steine sucht sie,
buddelt, baut Burgen voll Pracht.
Zählt sie auch schon zu den Ältesten hier,
gibts keinen der glücklicher lacht.
Morgens steigt sie mit der Sonn in den Tag,
strahlend pflückt sie sich die Welt,
lauscht der Natur, wie sie wispert und singt,
Leben erweckt und erhellt.
Mittags, da sucht sie die Schatten im Land,
ruht unter Bäumen und liest.
Abends streicht zärtlich der Seewind die Hand
sie schließt die Augen, genießt,
atmet die würzige Luft und das Salz,
badet in Weite und trinkt,
füllt sich den Rucksack der Sehnsucht zur Nacht,
die schon mit Sternenlicht blinkt.
Heiß brennt der Wunsch, das Verlangen in ihr,
bleiben für immer, für ganz,
bis leis der Winter des Lebens einkehrt,
sanft rufend zum letzten Tanz.