Kurzgeschichte
Der Sekt und das Meer - Dieter Battisti

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"Sekt, Meer, Wind, graue Wolken, befreit"
Veröffentlicht am 02. April 2026, 10 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
© Umschlag Bildmaterial: Delphimages - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Hallo! Mein Name ist Dieter, und ich bin 72 Jahre jung. Das schreiben von Kurzgeschichten aus dem nicht mit Puderzucker bestreuten Leben, als E-Book, vertreibt mich aus meiner Hängematte. Täglich lerne ich im zarten Greisenalter dazu.
Sekt, Meer, Wind, graue Wolken, befreit

Der Sekt und das Meer - Dieter Battisti

der sekt und das meer

Der Sekt und das Meer Ralf Kißbrand stand an seinem Fenster und blickte auf die grauen Wolken, die über Ätherkamm zogen. Der April 2026 hatte die Stadt noch nicht ganz aus dem Griff des Winters befreit, und der Kalte Wind ließ ihn frösteln. Doch heute war ein besonderer Tag. Ein geschenkter Tag. Ralf hatte sich entschieden, sich selbst etwas Gutes zu tun. Er war 38 Jahre alt, Immobilienmakler in Äthern, und hatte in den letzten Jahren viel durchgemacht. Die ständigen Herausforderungen des

Marktes, die unzähligen Besichtigungen, die oft frustrierenden den Verhandlungen-all das hatte ihn geformt, aber auch erschöpft. Mit einem tiefen Atemzug, packte Ralf eine kleine Tasche. Er entschied sich für einen kurzen Trip ans Meer, ein Ort, den er seit Jahren nicht mehr besucht hatte. Das Meer hatte für ihn eine heilende Kraft, eine Möglichkeit, den Kopf freizubekommen. Er wusste, dass er sich nicht nur eine Auszeit gönnen sollte sondern auch einen Moment der Selbstreflexion finden wollte. Als er in sein Auto stieg, spürte er eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. War es

wirklich der richtige Schritt, sich einfach so auf den Weg zu machen? Die Fahrt dauerte nicht lange, und als er schließlich den Strand erreichte, war er überwältigt von der Weite des Horizonts und dem Geruch des Salzwassers. Der Wind blies ihm ins Gesicht und ließ ihn für einen Moment alles vergessen. Ralf stellte sein Auto am Rand des Parkplatzes ab und machte sich auf den Weg zum Strand. Die Wellen schlugen sanft an die Ufer, und das Rauschen des Wassers wirkte beruhigend. Er setze sich auf den warmen Sand, schloss die Augen und ließ die Sonne auf

sein Gesicht scheinen. In diesem Moment fiel es ihm wie Schuppen von den Augäpfeln: Er hatte es geschafft. Trotz aller Rückschläge, der gescheiterten Beziehungen und der stressigen Arbeit war er immer noch hier, lebendig und bereit für das, was noch kommen mochte. Ralf holte sich eine Flasche Sekt aus seiner Tasche, die er sich für diesen besonderen Anlass mitgebracht hatte. Mit einem kleinen, aber feierlichen Ritual öffnete er die Flasche, der Korken knallte und der süße Duft des Schaumweins erfüllte die Luft. Er füllte sich ein Glas, hielt es in die Höhe und sprach leise zu sich selbst. >

Auf dich, Ralf Kißbrand. Du hast den ganzen Scheiß bis hierher überlebt. < Er nahm ein Schluck und fühlte die prickelnde Frische des Sektes auf seiner Zunge. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. In diesem Moment war er nicht nur der Immobilienmakler der in einem hektischen Alltag gefangen war, sondern ein Mann, der die kleinen Siege des Lebens feierte. Die Sonne begann langsam unterzugehen, und die Farben des Himmels verwandelten sich in ein leuchtendes Orange und Rosa. Ralf saß da, spürte den Sand unter seinen Füßen und die Freiheit, die der Moment ihm schenkte.

Er dachte an die Zukunft und an all die Möglichkeiten, die vor ihm lagen. Vielleicht war es an der Zeit, neue Wege zu gehen, den Mut zu haben, das Leben anders zu gestalten. Als es langsam draußen Dämmerte, stand Ralf auf, blickte noch einmal auf das Meer und versprach sich selbst, dass er öfter solche Tage einplanen würde. Er wollte lernen, sich selbst mehr zu schätzen und die kleinen Dinge im Leben zu genießen. Mit einem letzten Blick auf den Horizont machte er sich auf den Weg zurück zu seinem Auto, das Herz Hoffnungsvoll, die Seele ein Stück leichter. Der geschenkte Tag war erst der

Anfang. ENDE Dieter Battisti

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Emser
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Mein Name ist Dieter, und ich bin 72 Jahre jung. Das schreiben von Kurzgeschichten aus dem nicht mit Puderzucker bestreuten Leben, als E-Book, vertreibt mich aus meiner Hängematte. Täglich lerne ich im zarten Greisenalter dazu.

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