© 2026 Pamola Grey – alle Texte und Bilder sind mein Eigentum.“
Ich liege krank und lausche der Stille. Der Tag fließt langsam an mir vorbei, doch etwas zieht mich aus dem Bett – ein leises, fremdes Gefühl.
Im Badezimmer, im blassen Licht, sehe ich sie: zwei Elfen, so verschieden und doch untrennbar.
Die eine jung, fast schwerelos, ihr Lächeln voller Leichtigkeit, als wäre die
Welt für sie nur ein Spiel aus Glanz und flüchtiger Magie.
Die andere still, von tiefer Ruhe, ihr Blick getragen von Erinnerungen an Zeiten, die ich nie erlebt habe.
Zwischen Spiegel und kalten Fliesen
stehen sie – und doch wird der Raum warm, als hätten sie Leben mitgebracht.
Ich trete näher, halte den Atem an. Sie verschwinden nicht. Sie sehen mich an.
Die eine flüstert von Morgen und Licht.
Die andere sagt nichts – und erzählt doch vom Vergehen, vom Bleiben.
Zwischen ihnen stehe ich, krank und müde – und plötzlich ganz wach.
Und ich verstehe für einen Augenblick:
Beides gehört zu mir.
Als ich zurück ins Bett gehe, bleibt
etwas bei mir –
Leichtigkeit und Ruhe,
wie ein stiller Zauber.