Journalismus & Glosse
Männer diskutieren über Schönheit

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"Männer diskutieren über Schönheit"
Veröffentlicht am 27. März 2026, 6 Seiten
Kategorie Journalismus & Glosse
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Über den Autor:

Literatur war mir in meinem Leben schon während der Schulzeit sehr wichtig. Doch ich habe erst seit ein paar Jahren die Zeit gefunden, selbst zu schreiben. Ich freue mich über Lob, bin aber für alle Verbesserungsvorschläge offen. Ich lese immer wieder in Literaturgeschichten, weil ich meine,dass wir nur so entdecken können, wie wir einen ganz bescheidenen Beitrag dazu leisten können, dass Literatur sich weiter entwickelt.
Männer diskutieren über Schönheit

Männer diskutieren über Schönheit

Männer diskutieren über Schönheit

Bei einer Flussfahrt auf dem Shannon diskutierten einige Männer, zu denen ich auch gehörte, die halbe Nacht über Schönheit, über die von Frauen natürlich. Das begann mit dem Spruch “Schön ist nicht schön. Gefallen macht schön“. Das reichte uns nicht. Es war uns zu selbstverständlich, weil wir ja wissen wollten, ob wir in einem gewissen Maße übereinstimmten. Zuerst war Marylin Monroe eine Favoritin. Wir einigten uns aber darauf, dass sie sehr attraktiv war, jedoch nicht unbedingt schön: Argument: zu kurze Beine.

Später wurde uns bewusst, dass wir uns an dem Schönheitsideal der Renaissance orientiert hatten, nach dem sich die einzelnen Teile des Körpers in einem ausgewogenen Verhältnis befinden sollten. Es gab am Ende eine Übereinstimmjung: Grace Kelly, die Fürstin von Monaco. Die entsprach nicht dem individuellen Geschmack eines jeden von uns, einigen war sie nicht attraktiv, nicht sexy genug. Möglicherweise erscheint eine so ebenmäßige Schönheit dem einen oder anderen als langweilig. Ein Ergebnis also: Was schön ist, muss nicht für jeden attraktiv sein. Die Skulptur der Venus von Milo kam ins Gespräch. Keiner, der

sie nicht schön fand, ein Hinweis darauf, dass Schönheitsvorstellungen doch langlebig sind. In einem gewissen Kulturkreis wurde eingeschränkt. Es wurde daran erinnert, dass zum Beispiel auf bestimmten Südseeinseln die dicksten Frauen lange als die schönsten galten. Genug: Schönheit ist relativ, und dennoch macht es Spaß, sich in einem Gesprächskreis auf einige Gemeinsamkeiten einigen zu können. Wäre das nicht so, gäbe es die Misswahlen und Misterwahlen ja nicht. In der Literatur der Antike galten meines Wissens zwei Ideale: Helena und später Kleopatra. Aber ich lasse jedem seine Schönste und

wenn es Twiggy ist oder wie hieß diese Magere mit den großen Augen. Außerdem hat dieser Monolog einen großen Mangel: Von der Seele, die Schönheit erst lebendig macht, war nicht die Rede.-)))

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Über den Autor

Phantasus
Literatur war mir in meinem Leben schon während der Schulzeit sehr wichtig. Doch ich habe erst seit ein paar Jahren die Zeit gefunden, selbst zu schreiben.
Ich freue mich über Lob, bin aber für alle Verbesserungsvorschläge offen.
Ich lese immer wieder in Literaturgeschichten, weil ich meine,dass wir nur so entdecken können, wie wir einen ganz bescheidenen Beitrag dazu leisten können, dass Literatur sich weiter entwickelt.

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Darkjuls Du schreibst hier etwas sehr Wichtiges: "Von der Seele, die Schönheit erst lebendig macht...." Da stimme ich Dir voll und ganz zu, lieber Ekki.

Herzliche Grüße Marina
Vor ein paar Monaten - Antworten
Phantasus Grazie Marina,
dein Kommentar trifft das Herz der Schönheit. Wenn die Seele fehlt, wirkt der schönste Körper wie eine Marionette ohne Anmut.
Liebe Grüße
Ekki
Vor ein paar Monaten - Antworten
Enya2853 Hallo Ekki,
interessant zu lesen, was du in deinem Monolog feststellst.
Was als "schön" angesehen wird, ist sicher relativ, wie du selbst ja sagst.
Zudem hat sich das Schönheitsideal über Jahrhunderte geändert - bis auf wenige Ausnahmen. Und es ist abhängig von Kultur, von den Medien und auch vom sozialen Gefüge.
Dennoch mag es für Männer gewisse Prägungen geben, wann sie eine Frau schön finden.
Doch ob dieses "Bild" Bestand hat, sei dahingestellt. Oft ändert es sich ja nach dem ersten Eindruck.
Schönheit eines Menschen entsteht auch durch authentisches Auftreten, durch eine natürliche Ausstrahlung, finde ich.

Ein wunderbares Wochenende dir.
Liebe Grüße
Enya
Vor ein paar Monaten - Antworten
Phantasus Liebe Enya,
ich finde, man sollte wie du alle Relativierungen der Schönheit erkennen, damit sie im Leben eine schöne Nebensache bleibt. Aber man sollte Schönheit auch locker genießen, wenn sie sich mit Geist und Anmut paart.
Liebe Grüße
Ekki
Vor ein paar Monaten - Antworten
sorrynocoffee 
Hallo Ekki,

die Erde ist schön. Sie steht im Mittelpunkt unserer Galaxie. Sie muss eine Scheibe sein, um die sich Planeten in konzentrischen Kreisbahnen bewegen. Zumindest war sie das mal. Nach aktuellen Schätzungen liegt der Anteil der gewöhnlichen Materie in unserem Universum bei 5%. Wir leben in einem Emmentaler Käse. Wir haben Ahnung von Löchern, aber keinen blassen Schimmer vom Käse. Vielleicht liegt die Schönheit in der Unvollkommenheit. So wie der Archaische Torso des Apollo in Rilkes Sonett.

Das Leben ist wie eine Paprika.
Die krummen Schrumpeligen
haben den besten Geschmack,
während die polierten Genormten
nur nach Wasser schmecken.

Schönes Wochenende!

Grüßle,
sonoco
Vor ein paar Monaten - Antworten
Phantasus Hallo Sonoco,
es gefällt mir sehr, dass du den Begriff der Schönheit auf das gesamte Universum ausweitest.
Es stimmt auch, dass die Natur oft für einen Ausgleich sorgt. Kluge Hässliche haben manche Schöne in ein rechtes Licht gestellt, um sich in ihrem Glanz sonnen zu können.
Man sollte auch bemerken, dass es dumme Schöne gibt, deren Glanz sich verflüchtigt, wenn sie den Mund öffnen.
Liebe Grüße
Ekki
Vor ein paar Monaten - Antworten
Apollinaris Das ist jedenfalls es nich.
Vor ein paar Monaten - Antworten
Apollinaris Das gibt immer mit der gerollten Zeitung ;)
Vor ein paar Monaten - Antworten
Lagadere -
Vor ein paar Monaten - Antworten
Reisehummel 
Du sagst es selbst >Schönheit ist relativ<
und ich mache es mir jetzt mal ganz einfach und stimme dem Kommentar von Kornblume zu, da ich genau so empfinde.
Kleines Beispiel: ich sage zu meinem Mann: "wow, ist die schön"
er: "wo ist die denn schön?"
das sagt doch alles oder?
schmunzelnd grüßt Waltraud
Vor ein paar Monaten - Antworten
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