© 2026 Pamola Grey
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Buches darf ohne schriftliche Genehmigung reproduziert oder verwendet werden.
Alles begann an einem Samstag – Teil 3
Die Musik im „Ausrutscher“ trägt sie noch immer über die Tanzfläche, als hätte der Abend kein Ende. Lichter flimmern, Stimmen verschwimmen, und für einen Moment gibt es nur sie beide – im Takt, im Gleichklang.
„Hach… langsam werd ich müde,“ sagt
Gerti leise und lächelt dabei, als würde sie den Moment trotzdem festhalten wollen.
Tom sieht sie an, ein wenig unsicher, ein wenig hoffnungsvoll.
„Sag Bescheid, wenn du nach Hause möchtest. Es ist schon spät…“
Sie schüttelt den Kopf, ihre Augen leuchten.
„Das bin ich auch, nur noch ein Weilchen, es macht so viel Spaß, mit dir zu tanzen.“
Für einen Augenblick sagt keiner etwas. Die Musik übernimmt wieder, zieht sie
mit, lässt sie enger zusammenrücken.
Dann beugt sich Tom leicht zu ihr.
„Magst du John Kincade, Daniel Boone und so?“
Gerti lacht leise.
„Ja… genau solche Lieder liebe ich.“
Ein kurzer Blick zum DJ, ein stilles Einverständnis zwischen ihnen – und schließlich treten sie gemeinsam an ihn heran.
„Könnten Sie das als Abschiedslied
spielen?“
Der DJ nickt nur, als hätte er genau darauf gewartet.
Wenig später erklingt die Melodie – ruhig, vertraut, ein Lied, das sich anfühlt wie ein leiser Ausklang.
Sie tanzen noch einmal, langsamer jetzt, näher, fast vorsichtig – als wollten sie die Zeit ein wenig anhalten.
Als die letzten Töne verklingen, setzt das bekannte Rausschmeißer-Lied ein.
Ein paar Lichter gehen bereits an, Stimmen werden wieder lauter, der Zauber löst sich langsam
auf.
Tom nimmt Gerti sanft bei der Hand.
Gemeinsam gehen sie Richtung Ausgang, Schritt für Schritt zurück in die Nacht.
Draußen empfängt sie die kühle Luft.
Still steigen sie aufs Motorrad, und während die Straße unter ihnen verschwindet, hängt der Abend noch zwischen ihnen – unausgesprochen, aber spürbar.
Zu Hause angekommen, stellt Tom den Motor ab. Für einen Moment bleiben sie einfach
sitzen.
Dann steht er auf, geht zur Tür, schließt auf.
Er dreht sich zu ihr, zögert kurz – und küsst sie leicht auf die Wange.
Gerti lächelt.
Ohne viele Worte geht sie an ihm vorbei ins Haus.
Tom bleibt einen Augenblick stehen, dann zieht er die Tür langsam hinter ihr zu.
Und mit diesem leisen Klicken endet der
Abend...