Kurzgeschichte
Pamolas Weg - Teil 3

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"Einblick in den Alltag einer Mutter und Streetworkerin ? kleine Siege, große Gefühle und leise..."
Veröffentlicht am 26. März 2026, 18 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?
Einblick in den Alltag einer Mutter und Streetworkerin ? kleine Siege, große Gefühle und leise...

Pamolas Weg - Teil 3



© 2026 Pamola Grey – Alle Rechte vorbehalten Vervielfältigung oder Verbreitung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin. Die privaten Bilder in diesem Buch sind geschützt und dürfen nicht verwendet werden.

Autorin: Pamola Grey






Pamolas Weg – Teil 3: Kleine Siege und neue Wege

Kapitel 9: Kleine Siege Der Tag beginnt ruhig. Die Sonne fällt durch das Fenster, und ich sehe, wie meine Tochter im Arm meiner Mutter lächelt. Ein kleines Lächeln, das alles leichter macht. Ich setze mich an meinen Schreibtisch und öffne den Text, den ich vor der Geburt begonnen habe. Heute schreibe ich nicht nur ein paar Zeilen – ich bringe

ihn zu Ende. Ich überprüfe die Wörter, füge Gedanken hinzu, die mir wichtig sind. Am Ende lehne ich mich zurück. Ich habe es geschafft. Ein kleiner Sieg, aber ein Sieg. Danach logge ich mich bei Mystorys ein. Ich poste den Text und sehe die ersten Rückmeldungen: Kommentare, kleine Herzen, Menschen, die meine Gedanken lesen und sich verstanden fühlen. Ein Gefühl von Verbundenheit und Bestätigung breitet sich in mir aus. Zwischen Windeln, Tee und alltäglichen

Aufgaben merke ich, dass jeder kleine Schritt zählt. Ich koche, räume leise auf, singe meinem Kind leise vor – und jeder bewusst gelebte Moment fühlt sich wie ein Triumph an. Ich denke an die Jahre zurück, in denen ich für meinen Vater gesorgt habe, an die Verantwortung, die ich getragen habe, und an die Stärke, die daraus gewachsen ist. Heute spüre ich, wie genau diese Stärke mir hilft, meine eigenen Ziele zu erreichen – Schritt für Schritt, Tag für Tag. Am Abend lege ich mich kurz hin. Das Baby schläft an meiner Seite. Ich lächle,

weil ich weiß: Ich kann etwas bewegen, selbst wenn es klein ist. Ich kann schreiben, ich kann gestalten, ich kann für meine Tochter da sein – und ich bin stolz auf jeden Moment, den ich bewusst lebe. Kapitel 10: Stimmen, die an mir ziehen Das Telefon klingelt. Ich sehe die Nummer meines Mannes und spüre sofort diesen vertrauten Stich in der Brust. Ich nehme ab. Seine Stimme ist aufgeregt, fordernd, voller

Missverständnisse. Wir geraten in einen Streit. Worte prallen aufeinander, Emotionen schlagen hoch. Ich spüre den Druck, die Erwartungen, die alten Verletzungen – und gleichzeitig die Verantwortung, meine Tochter zu schützen und meine Ruhe zu bewahren. Immer wieder hält meine Mutter das Baby im Arm, während ich telefoniere, meine Gedanken ordne oder an dem Text schreibe, den mein Chef von mir erwartet. Sie wiegt es sanft, summt leise – ein Ruhepol im Chaos. Ich merke: Ohne sie wäre dieser Tag kaum zu

bewältigen. Ich atme tief ein. Pam, bleib ruhig. Konzentriere dich auf das, was du beeinflussen kannst. Ich lege kurz auf, lasse die Wut wie Nebel vorüberziehen. Dann rufe ich zurück – diesmal ruhiger, klarer. Ich erkläre, wie mein Alltag aussieht, dass mein Mutterschutz und die Zeit mit unserer Tochter Vorrang haben. Ich höre ihm zu, nehme seine Unsicherheit wahr – wir sind beide verletzlich. Doch ich kann meine Grenzen

wahren. Am Ende legen wir auf. Es bleibt Spannung, es bleiben offene Fragen. Aber ich habe meinen Standpunkt gehalten. Ich bin ruhig geblieben. Und das fühlt sich an wie ein kleiner Sieg mitten im Chaos. Ich lehne mich zurück. Meine Mutter hält meine Tochter sanft im Arm. Und ich spüre: Trotz all der Stimmen um mich herum kann ich meinen eigenen Weg gehen. Schritt für Schritt. Kapitel 11: Plötzlich neue

Wege Der Morgen ist mild, die Luft klar. Ich schiebe den Kinderwagen durch die Straßen, meine Tochter liegt eingewickelt darin – warm und friedlich. Ein Moment der Ruhe mitten im Alltag. Meine Mutter und ich gehen spazieren. Wir sprechen leise, lachen über eine Erinnerung – und für einen Augenblick scheint alles leicht und geordnet. Plötzlich klingelt ihr Handy. Sie schaut auf das Display, runzelt kurz die Stirn – und liest dann laut vor: „Wir haben eine Rolle, für die Sie

vorsprechen sollen.“ Ihre Stimme zittert leicht – zwischen Überraschung und Hoffnung. Ich sehe das Strahlen in ihren Augen. Freude. Nervosität. Hoffnung. Ein Moment, der alles verändert. Die Routine bekommt Risse – und dahinter öffnet sich etwas Neues. Ich gehe weiter, der Kinderwagen rollt ruhig vor mir her. Die Sonne wärmt mein Gesicht. Und ich spüre: Heute hat sich etwas verschoben. Heute beginnt ein neues Kapitel – für meine Mutter, für mich, für

uns. Kapitel 12: Auf dem Weg zum Vorsprechen Der nächste Morgen beginnt wie jeder andere – und doch liegt etwas in der Luft. Kaum sitze ich mit meiner Tochter am Tisch, klingelt das Telefon meiner Mutter. „Pam, du wirst es nicht glauben! Ich habe eine Einladung zu einem Casting!“ Mein Herz macht einen Sprung. Ich denke an die Tage zurück, an unsere Gespräche, an die kleinen Schritte, die

wir gegangen sind – und jetzt öffnet sich plötzlich eine Tür, mit der wir kaum gerechnet haben. Kurz darauf folgt die nächste Nachricht: ein Vorsprechen. Alles geht so schnell, dass ich kaum hinterherkomme. Am nächsten Morgen sitzt meine Mutter am Küchentisch und packt ihre Tasche. Kleidung, Unterlagen, persönliche Dinge – sorgfältig, ruhig, fast ritualhaft. „Pam, ich glaube, ich bin ein bisschen aufgeregt“, sagt sie und lächelt schüchtern. Ich nicke. „Das verstehe ich. Mir würde

es genauso ergehen.“ Wir machen uns gemeinsam auf den Weg. Ich trage ihre Tasche, schiebe den Kinderwagen. Die Straßen sind noch ruhig, die Sonne steht tief. Am Bahnsteig bleiben wir stehen. Ich umarme sie fest, wünsche ihr Glück. Dann steigt sie in den Zug. Mit einem Kloß im Hals hebe ich die Hand und winke. Sie dreht sich noch einmal um, lächelt, winkt zurück. Ein stilles Versprechen: Wir sehen uns

wieder. Jetzt liegt der Alltag vor mir – allein. Ohne ihre Nähe, ohne ihre Hilfe. Ein ganzes Jahr wird sie unterwegs sein. Ich gehe nach Hause. Nachdenklich. Traurig. Aber auch voller Hoffnung. Nachwort – offen für Leser Diese Geschichte erzählt nur einen kleinen Abschnitt meines Lebens – ein halbes Jahr, in dem meine Mutter bei mir gelebt hat, nachdem mein Mann ausgezogen

war. Und doch hat diese Zeit Spuren hinterlassen: Erinnerungen. Nähe. Wärme. Die Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig Familie ist – manchmal genau dann, wenn man sie am dringendsten braucht. Auch auf unerwartete Weise. Ich würde gerne wissen: Welche kleinen Momente im Alltag haben euch in letzter Zeit stark gemacht? Oder: Habt ihr auch schon erlebt, dass kleine Schritte große Veränderungen

bringen? Eure Gedanken interessieren mich – teilt sie, wenn ihr mögt...

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Hörbuch

Über den Autor

PamolaGrey
Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?

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Phantasus Hallo Pam,
trotz oder gerade wegen der vielen Aufgaben, die auf deinen Schultern lasten, schreibst du beeindruckende Texte.
Es ist schön, dass du uns so bderührende Einblicke in dein Leben als Mutter unjd Autorin erlaubst.
Liebe Grüße
Ekki
Vor ein paar Wochen - Antworten
PamolaGrey Danke, lieber Ekki! Es bedeutet mir viel, dass du meine Texte so wahrnimmst – trotz des Alltags als Mutter freut es mich, Momente und Geschichten mit euch teilen zu können.
LG Pam
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