Abschnitt 1 – Die abgesagte Reise
Heute Morgen wollte Papa mit mir in den Urlaub fahren. Ich hatte schon meine Lieblingskleider ausgesucht, meine kleine Tasche gepackt und voller Vorfreude meine Sachen gezählt.
Plötzlich klingelte das Telefon. Papa war dran: „Sabrina… es tut mir leid, ich muss ins Ausland eine Reportage schreiben. Unsere Reise fällt aus.“
Tränen liefen über meine Wangen.
„Aber… aber wir wollten doch fahren!“, schluchzte ich. Mein Herz fühlte sich schwer an, und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu weinen.
Mama zog mich sanft auf ihren Schoß, streichelte mein Haar und flüsterte: „Ich weiß, mein Schatz, es ist enttäuschend. Aber wir können trotzdem ein Abenteuer erleben.“
Sie ging zum Globus, drehte ihn langsam und zeigte auf die bunten Länder:
„Schau, wir können die ganze Welt besuchen – mit unserem Finger. Wir entdecken Städte, Tiere, Pflanzen… alles von hier aus.“
Ich trocknete meine Tränen und schaute
gespannt zu. Meine Augen begannen zu leuchten, und langsam wuchs ein kleines Lächeln auf meinem Gesicht. Vielleicht, dachte ich, kann unsere Reise ja doch noch richtig groß werden.
Abschnitt 2 – Afrika (mit Elefanten + Nilpferde)
Heute zeigt der Finger auf dem Globus nach Afrika.
„Wow, Mama, schau! Elefanten und Nilpferde!“, rief ich aufgeregt.
Wir stellen uns vor, wie die Sonne über weiten Savannen brennt, die Gräser wie goldene Wellen im Wind tanzen.
Bunte Vögel zwitschern über uns, und in
der Ferne spielen Elefanten und Nilpferde.
Ich hüpfte auf dem Teppich und breitete die Arme aus, als könnte ich
fliegen.
„Mama, stell dir vor, wir könnten eines von ihnen streicheln!“
Mama lächelte und streute ein bisschen Zauberpulver, das sie immer bei sich hat, über die Karte.
„Siehst du, unser kleiner Zauber erreicht alles, was wir uns vorstellen.“
Meine Augen strahlten, als wäre ich mitten in Afrika, und für einen Moment war die ganze Welt nur unser Abenteuer.
Abschnitt 3 – Onkel Paul
Mama zeigte mir eine kleine Karte neben
Afrika.
„Siehst du, Sabrina? Hier lebt Onkel Paul. Er ist vor drei Jahren nach Afrika ausgewandert.“
Ich tippe vorsichtig mit dem Finger auf die Karte. „Wow… wirklich so weit weg?“
Mama nickt und lächelt.
„Ja, und weißt du was? Onkel Paul hat dort ein Haus gebaut – mitten zwischen den Bäumen und bunten Blumen. Es hat ein rotes Dach, weiße Wände und eine kleine Veranda, von der man die Sonne beobachten kann .“
Ich stellte mir vor, wie er dort steht, Elefanten trompeten hört und vielleicht
an uns denkt.
„Mama, können wir ihm einen Elefanten-Zauber schicken?“
Sie lachte und streute noch einmal etwas Glitzer über die Karte (?) .
„Ja, mein Schatz. Unser kleiner Zauber erreicht ihn überall.“
Abschnitt 4 – Zurück im Alltag
Plötzlich sagte Mama:
„Sabrina, jetzt musst du aber Vaters Fische füttern.“
Ich nickte, lächelte und sprang auf – immer noch mit funkelnden Augen, voller kleiner Abenteuerträume von der großen, weiten Welt...
© 2026 Pamola Grey. Alle Rechte vorbehalten. Text und Bilder sind mein eigenes Werk.