„Wenn Bilder sprechen“
Meine Anemie- und Engel-Bilder
und die Geschichten dahinter
Seite 1 – Atelierbesuch
Das Atelier
Ich stand im Atelier einer berühmten Malerin und sah mir ihre Bilder an.
Die Räume waren voller Farben, Licht und Stimmung. Irgendwie fühlte es sich an, als würden die Bilder lebendig werden und zu mir sprechen. Als wollten sie sagen: „Komm, probier es selbst mal.“
Leider darf ich keine Bilder der
Künstlerin hier einfügen;
Datum: [2019 ]
Gefühl: Staunend, neugierig, inspiriert
Seite 2 – Erste Kreise
Noch am selben Tag habe ich Leinwände, Acrylfarben und eine Staffelei gekauft. Ich habe einfach angefangen zu malen – erst nur Kreise. Jeder Kreis war wie eine kleine Spur dessen, was das Bild in mir
ausgelöst hatte.
Die ersten Gefühle waren:
Neugierig, vorsichtig, aufgeregt
Seite 3 – Das Bild spricht zu mir
Überschrift: Magische Linien
Text:
Beim Malen hatte ich das komische Gefühl, dass das Bild irgendwie von jemand anderem gemalt wird. Meine Hand hielt den Pinsel, aber die Linien kamen fast von selbst. Es war, als würde die Leinwand mir etwas sagen, das ich nicht in Worte fassen konnte.
Notiz:
Gefühl: Magisch, staunend
Seite 4 – Erste Anemie-Bilder
Lady in Blau
Text:
Mit jedem Pinselstrich habe ich mehr gespürt, was in mir vorging – Spannung, Zartheit, manchmal auch Schmerz. Die Farben wurden dichter, die Linien verschmolzen, und langsam entstanden Bilder, die nicht nur Formen waren, sondern Gefühle. Ich habe sie „Anemie-Bilder“ genannt.
Notiz:
Gefühl: Intensiv, verletzlich
Seite 5 – Inspiration durch meinen Bruder
Männerliebe
Überschrift: Ein unerwarteter Tipp
Text:
Mein Bruder hat eines Tages meine ersten Bilder angesehen und gesagt:
„Schau dir Anemie-Filme an, dann bekommst du vielleicht noch mehr Gefühle zu Anemies…“
In dem Moment habe ich verstanden: Meine Bilder kommen nicht nur aus mir. Sie suchen Verbindung – zu Geschichten und Gefühlen, die erzählt werden wollen.
Notiz:
Gefühl: Staunend, verbunden
Seite 6 – Engel-Bilder
Engelbild der Hoffnung
Text:
Ein guter Freund von mir war gestorben, und ich fiel erst einmal in ein tiefes Loch. Die Engel waren meine Art, damit umzugehen – leise, verletzlich, aber auch tröstlich. Jeder Pinselstrich war ein Versuch, die Leere und den Schmerz zu fassen und ein kleines Licht hineinzubringen.
Gefühl: Traurig, tröstlich
Harmonie in Grün
Wenn ich jetzt vor der Leinwand stehe, ist es immer noch ein bisschen magisch. Ich weiß nie genau, was passieren wird. Manchmal macht die Farbe Dinge, die ich gar nicht geplant habe, und das macht mich glücklich. Dann wieder spüre ich die Trauer, die Freude oder etwas ganz Eigenes. Ich glaube, die Bilder reden immer noch mit mir – und ich rede zurück.
Gefühl: Frei, staunend, verbunden
Herzlichen Dank für euren Besuch in meiner kleinen Bilderwelt. Lasst uns
gemeinsam weiterschauen, was als Nächstes passiert...