Seelen(t)räumE
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Schon als kleines Mädchen hatte sie Sehnsucht nach.....ja nach was eigentlich, so ganz genau konnte sie es nicht beschreiben. Sehnsucht nach der Welt, nach dem Leben.
Und auch später, als junge Frau
träumte sie von Tagen, die nach Freiheit riechen, die wie Abenteuer schmecken.
Doch immer wieder verpasste sie die Chance, ihre Koffer zu packen und alles hinter sich zu lassen, was einengte. Sie war katalogisiert, abgelegt in einer der vielen Schubladen
U – wie unentschlossen.
Nun, nach vielen Jahren, schleicht sie sich ab und zu in diese Träume zurück, an den Ort, der damals zu ihren liebsten Seelenräumen gehörte. In Gedanken steigt sie, Stufe für Stufe, hinauf auf den hohen Turm, lässt sich dort oben vom Wind umarmen und blickt hinunter auf all die vielen kleinen Lebenspünktchen, in denen so unterschiedliche Seelensterne wohnen. Hier fühlt sie die Freiheit, so zu sein, wie sie ist, ob nun groß oder klein, schwarz oder weiß,
Mann oder Frau … die Liste ließe sich noch beliebig weiter führen.
Hier oben lebt das Leben seinen Traum.
Auch heute wieder baut sie sich lächelnd eine Brücke in diese andere Welt, in der alle nicht nur eine Chance, sondern auch einen Platz haben.
Und lauft ruft sie:
„ Komm Frühling,
komm, ich möchte tanzen"