Im Reich der Elfen
Widmung / Dank:
Dieses Werk ist inspiriert durch das Gedicht von Flöckchen.
Ich danke ihr herzlich, dass sie mir erlaubt hat, die Geschichte aus ihrer poetischen Welt weiterzuspinnen.
Prolog – Gedicht (von Flöckchen)
Kapitel 2 – Der Übergang
Da ist sie nun.
Die Königin.
Noch steht sie im Halbdunkel eines
Zimmers, das keines mehr ist – denn mit ihrem Erscheinen beginnt alles zu leuchten.
Es ist kein gewöhnlicher Raum. Die Grenzen zwischen Innen und Außen scheinen sich aufgelöst zu haben, als hätte die Welt selbst beschlossen, kurz den Atem anzuhalten.
Türkisfarbene Flammen tanzen im Ofen, nicht gelb, nicht rot, sondern wie das Herz des Meeres selbst. Sie bewegen sich nicht wie Feuer, sondern wie lebendiges Wasser, das gelernt hat, zu brennen, ohne zu zerstören.
Ein Schmetterling in ihrem Haar schlägt langsam mit den Flügeln, und jeder Schlag öffnet eine unsichtbare Tür – Türen, die nicht in Räume führen, sondern in Erinnerungen, in Möglichkeiten, in andere Strömungen der Wirklichkeit.
„Ich bringe Grüße aus der Wasserwelt“, flüstert sie, und ihre Stimme trägt den Klang ferner Tiefen.
Ein Fenster steht offen. Es war immer offen.
Doch jetzt ist es mehr als ein Fenster –
eher eine Grenze, die vergessen hat, dass sie eine Grenze ist.
Wer hindurchblickt, sieht nicht den Himmel – sondern Wasser.
Nicht Wolken – sondern Licht, das durch Wellen bricht.
Nicht Ferne – sondern Tiefe.
Und wer den Mut hat, hindurchzutreten, beginnt die eigentliche Geschichte.
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