Kurzgeschichte
Er fühlte sich Machtlos - Dieter Battisti

0
"Machtlos, Kopfgärtner, Gitarre, Pflanzen, Freund, Meer"
Veröffentlicht am 19. Februar 2026, 8 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
© Umschlag Bildmaterial: Pixabay
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Hallo! Mein Name ist Dieter, und ich bin 72 Jahre jung. Das schreiben von Kurzgeschichten aus dem nicht mit Puderzucker bestreuten Leben, als E-Book, vertreibt mich aus meiner Hängematte. Täglich lerne ich im zarten Greisenalter dazu.
Machtlos, Kopfgärtner, Gitarre, Pflanzen, Freund, Meer

Er fühlte sich Machtlos - Dieter Battisti

er fühlte sich machtlos

Er fühlte sich Machtlos Es war ein kalter Februarmorgen im Jahr 2026, als Lukas Lockmann aufwachte und die ersten Sonnenstrahlen durch die Vorhänge seiner kleinen Zwei-Zimmer Wohnung in Lockrich schienen. Er war Kehrmaschinenfahrer und hatte sich nach einer langen Woche Arbeit eine kleine Auszeit verdient. > Ich muss noch zum Kopfgärtner <, murmelte er vor sich hin, während er sich einen Kaffee machte. Die Pflanzen in seiner Wohnung hatten etwas Pflege

nötig, und der Kopfgärtner, ein alter Freund, hatte ihm versprochen, bei der Auswahl neuer Pflanzen zu helfen. Lukas packte schnell seine Sachen und schnappte sich seine Gitarre. Am Abend würde er mit seiner Band auf der Bühne stehen, aber zuerst wollte er ein paar Tage verreisen, um den Kopf frei zu bekommen. Er hatte schon lange von einem Trip ans Meer geträumt, und jetzt war der perfekte Zeitpunkt, ihn zu verwirklichen. Er machte sich auf den Weg und genoss die frische Luft. Die Straßen waren still, und das Geräusch seiner Schritte hallte

in der Kälte wieder. Als er beim Kopfgärntner ankam, begrüßte ihn sein Freund herzlich. > Lukas, schön dich zu sehen! Lass uns gleich anfangen! <, rief der Kopfgärtner und führte ihn ins Gewächshaus. Die beiden Männer diskutierten über verschiedene Pflanzen, während Lukas eine neue Leidenschaft entdeckte. Die Liebe zu exotischen Blumen. > Wenn ich Kacken gehe, schmeiß ich die Tür hinter mir zu<, schoss es ihm durch den Kopf, als er über die neuen Pflanzen nachdachte. Es war ein seltsamer Gedanke, aber in der Aufregung des Tages fand er es

amüsant. Gerade als sie die perfekten Pflanzen ausgesucht hatten, ertönte ein lautes Geräusch von draußen. Ein dröhnendes Grollen durchbrach die friedliche Atmosphäre und ließ die Fenster vibrieren. Lukas und der Kopfgärtner sahen sich an, und die Besorgnis in ihren Augen sprach Bände. > Das klingt nicht gut<, murmelte Lukas. Er eilte nach draußen und sah, wie ein riesiger schwarzer Rauch über dem Horizont aufstieg. > Ein Unglück in der Nähe<, stellte der

Kopfgärtner fest. > Wir sollten uns besser in Sicherheit bringen. < Lukas fühlte, wie sich sein Magen zusammenzog. Der Plan ans Meer zu fahren schien nun wie ein ferner Traum. > Wir müssen helfen<, rief er, während er in Richtung des Rauches rannte. Der Kopfgärtner folgte ihm, und gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Die Straßen waren bereits von Menschen überfüllt, die in Panik umher liefen. Ein Feuer war ausgebrochen, und die Feuerwehr war im Einsatz. Lukas schloss sich den Helfern an, die versuchten, die Flammen zu löschen und die Anwohner

zu evakuieren. Er fühlte sich Machtlos, aber gleichzeitig auch entschlossen etwas zu tun. Stunden vergingen, und es wurde Dunkel. Während die Feuerwehrleute unermüdlich arbeiteten, konnte Lukas nicht aufhören, an seine bevorstehende Reise zu denken. Es war seltsam, wie schnell sich das Leben ändern konnte. Er hatte sich auf eine Auszeit gefreut, aber stattdessen fand er sich inmitten einer Katastrophe wieder, die nicht nur seine Pläne, sondern auch das Leben vieler Menschen auf den Kopf stellte. Als die Nacht sich über die Stadt

schlängelte, war das Feuer endlich unter Kontrolle. Erschöpft, aber erfüllt von einem neuen Sinn für Gemeinschaft, kehrte Lukas in seine Wohnung zurück. Die Gitarre schlummerte in der Ecke still vor sich hin und die Pflanzen von heute standen in der neuen Erde, die er mitgebracht hatte. Der Trip ans Meer war zerplatzt, aber vielleicht war es an der Zeit, sich um die Dinge zu kümmern, die wirklich zählten-die Menschen um ihn herum und die kleinen Freuden des Lebens. ENDE Dieter Battisti im Februar 2026.

0

Hörbuch

Über den Autor

Emser
Hallo!
Mein Name ist Dieter, und ich bin 72 Jahre jung. Das schreiben von Kurzgeschichten aus dem nicht mit Puderzucker bestreuten Leben, als E-Book, vertreibt mich aus meiner Hängematte. Täglich lerne ich im zarten Greisenalter dazu.

Leser-Statistik
1

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
Zeige mehr Kommentare
10
0
0
Senden

173731
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung