Kurzgeschichte
Benji

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"Ein kleiner Kämpfer aus dem Wald"
Veröffentlicht am 17. Februar 2026, 6 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?
Ein kleiner Kämpfer aus dem Wald

Benji




Benji – der kleine Kämpfer aus dem Wald Es war ein kalter Morgen im Wald, als ich Benji das erste Mal sah. Er saß zitternd an einem Baum, allein, verlassen, die Augen voller Angst. Wäre ich nicht vorbeigekommen, hätte er die Nacht wahrscheinlich nicht überlebt. Wie Menschen so grausam sein können, verstehe ich bis heute nicht. Ich nahm ihn mit nach Hause. Mein eigener Hund wartete schon auf sein Frühstück, und um Futterneid zu

vermeiden, bekamen sie ihr Fressen getrennt. Es war ein kleiner Moment der Normalität – für Benji ein erster Schritt in eine sichere Welt. Beim Tierarzt stellte sich heraus, dass Benji einmal ein Bein gebrochen hatte, das nun dringend operiert werden musste. Zweitausendsiebenhundert Euro für die OP – ein riesiger Betrag. Aber Tiere in Schmerzen lassen? Das kam für mich nicht in Frage. Also plünderte ich meinen Sparstrumpf und leistete die Anzahlung. Die Tierärztin, die mich kannte, vertraute mir, dass die OP stattfinden

konnte. Der Tag der Operation war hart. Benji zitterte an meiner Seite, doch trotz Schmerzen war er tapfer. Stunden später kam die Nachricht: Die OP war erfolgreich. Er hatte es geschafft. Zu Hause erholte er sich langsam. Die ersten Tage waren geprägt von Medikamenten, Verbandswechsel und vorsichtigen Schritten. Doch schon bald wagte er die ersten tapsigen Bewegungen auf dem operierten Bein. Jeder kleine Schritt war ein Sieg – nicht nur über die Schmerzen, sondern auch über die Grausamkeit, die er erlebt

hatte. Ein paar Wochen später wagten wir einen Spaziergang auf der Wiese. Benji setzte das Bein vorsichtig auf, begann zu traben – und schließlich zu hüpfen. Frei. Glücklich. Leben pur. Er war kein Opfer mehr, er war ein Kämpfer. Diese Geschichte ist nicht nur die von Benji. Sie ist auch die von Menschen wie dir und mir, die still helfen, die Verantwortung übernehmen, und trotz aller Widrigkeiten nicht aufgeben. Manchmal sind es kleine Taten der Liebe, die das größte Wunder vollbringen.

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Über den Autor

PamolaGrey
Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?

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Buhuuuh Samt Cover gelungen.
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Buhuuuh Lohnend dezent den Finger erhoben auch.
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Buhuuuh :O)
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Flocke 
Das hast du sehr schön gesagt, liebe Pam.
"Manchmal sind es die kleinen Taten der Liebe, die das größte Wunder vollbringen."
Dazu habe ich auch eine Geschichte, in der es um einen Hund geht,
der angebunden an einem Baum, auf einem Autobahnparkplatz,
einfach zurück gelassen wurde.
Muss ich mal in meiner "Märchenschublade" kramen.
Ganz liebe Grüße
Kathi
Vergangene Woche - Antworten
PamolaGrey Liebe Kathi,

danke dir von Herzen für dein schönes Feedback. Es ist immer wieder berührend zu sehen, wenn Worte jemanden erreichen.

Liebe Grüße
Pam
Vergangene Woche - Antworten
Eichenlaub 
Hallo Pam,
das ist eine sehr nachdenkliche Geschichte, wenn Tiere schlecht behandelt werden oder man sie einfach wieder "abschieben" will.
Aber mit liebevollen Menschen hat diese Geschichte glücklich geendet, dank der Hilfe für Benji.

LG, Gerlinde
Vergangene Woche - Antworten
PamolaGrey Liebe Gerlinde,

vielen Dank für deinen netten Kommentar! Es freut mich sehr, dass die Geschichte bei dir nachdenkliche Gefühle ausgelöst hat. Genau das wollte ich mit Benjis Geschichte erreichen: zeigen, dass Fürsorge und Verantwortung einen echten Unterschied machen können.

Liebe Grüße
Pam
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